Hilfsnavigation

Kreiskarte
   Schrift
   Kontrast

Umwelt & Natur

Charakteristisch für den Kreis Offenbach ist die Lage der 13 Städte und Gemeinden inmitten von Wäldern. Rund 45 Prozent des Kreisgebietes ist Wald. Die Kommunen liegen daher alle „im Grünen".

Das relativ ebene Kreisgebiet besitzt hauptsächlich sandige, wasserdurchlässige Böden, so dass nur kleine Bäche die Landschaft durchfließen. Mühlheim, Hainburg, Seligenstadt und Mainhausen liegen unmittelbar am Main. Als größter Bach fließt die Rodau von Rödermark kommend bei Mühlheim in den Main. Kurz vor deren Mündung in den Main fließt die Bieber in die Rodau.

Hier, in der Untermainebene an der Mündung der Rodau, liegt auch der tiefste Punkt mit rund 98 Meter über Normalnull. Im Süden ragt die geografische Einheit des Messeler Hügellandes in das Kreisgebiet. Der Dietzenbacher Hexenberg stellt dort mit 215 Meter über Normalnull den höchsten Punkt des Kreises dar.

Der Boden des Kreises besteht außerhalb des Messeler Hügellandes aus Kiesen und Schottern, die der Flusslauf des heutigen Mains in den Eiszeiten aufgeschüttet und umgelagert hat. Flugsandböden auf dem durchlässigen Untergrund lassen das Niederschlagwasser rasch versickern, so dass gute Möglichkeiten zur Trinkwassergewinnung bestehen.

Die sandigen Böden sind auch Basis für typische Biotope des Kreisgebietes, nämlich Sandmagerrasen, Silbergrasfluren oder Sandkiefernwälder auf Flugsanddünen. Ablagerungen von Auelehm der heutigen Bäche sowie Altarme des eiszeitlichen Mains führen aber auch zu Feuchtgebieten. Besonders markant sind die mittlerweile verlandeten Mainschlingen in den Gemarkungen von Hainstadt, Seligenstadt und Mainhausen, die zu Naturschutzgebieten erklärt sind.

Zwischen den Ortslagen und den Wäldern liegen zumeist landwirtschaftliche Nutzflächen, die als Acker oder Wiese genutzt werden. Um einige Kommunen, wie Egelsbach und Langen, befinden sich noch die typischen Streuobstgürtel. Bedingt durch die durchlässigen Böden ist der Spargelanbau weit verbreitet.

Die räumliche Nähe zwischen Siedlungen, landwirtschaftliche Flächen und Wäldern führt allerdings auch zu Nutzungskonflikten. Infrastrukturprojekte und Baugebiete benötigen Flächen. Auch das Freizeitverhalten der rund 344.000 Menschen kann untereinander und mit Naturschutzzielen konkurrieren.

Um die freie Landschaft als Erholungsraum im Ballungsgebiet zu erhalten, sind große Teile des Kreises als Landschaftsschutzgebiet geschützt. Naturschutzgebiete sollen die wertvollsten Naturbestandteile sichern. Darüber hinaus sind kleinflächige Gebiete und Objekte als Naturdenkmal und Geschützte Landschaftsbestandteile ausgewiesen. Im Rahmen des Europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2000 sind manche Gebiete zusätzlich als Vogelschutzgebiet oder als FFH-Gebiet gemeldet.

Ihr Kontakt beim Kreis Offenbach

Fachdienst Umwelt
Werner-Hilpert-Straße 1
63128 Dietzenbach
Telefon 06074/8180-4106
Telefax 06074/8180-4910
Symbol E-Mail E-Mail oder Kontaktformular
Internet www.kreis-offenbach.de