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Naturschutz im Ballungsraum [PDF: 272 KB]

Naturschutz im Ballungsraum

In einem Ballungsraum wie der Region Rhein-Main spielen Freiflächen wie Wiesen, Äcker und Wälder eine besonders wichtige Rolle. Der Wunsch nach Baugebieten, Verkehrswegen und Freizeitaktivitäten führt immer wieder zu Konflikten, weil dadurch Natur und Landschaft zunehmend beeinträchtigt werden. Hier ist die Untere Naturschutzbehörde gefragt.

Die Untere Naturschutzbehörde (UNB)

  • gestaltet und pflegt Biotope,
  • schützt gefährdete Lebensräume,
  • setzt das Artenschutzrecht für heimische Tier- und Pflanzenarten durch,
  • optimiert Planungen, indem sie die gesetzlich geforderte Vermeidung und Kompensation von Naturbeeinträchtigungen bewertet und – falls nicht vorgesehen – einfordert,
  • schreitet gegen ungenehmigte Eingriffe in Natur und Landschaft ein.

Ziele:

  • Sicherung der biologischen Vielfalt (Biodiversität)
  • Erhaltung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes
  • Förderung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit und des Erholungswertes von Natur und Landschaft

Beispiele der Tätigkeiten:

  • Ausweisung von Baugebieten
    Werden neue Baugebiete geplant, bewertet die UNB die Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sowie die von der Kommune vorgeschlagenen Ausgleichsmaßnahmen. Als "Träger öffentlicher Belange" bildet ihre Stellungnahme eine wichtige Grundlage für die spätere Rechtskraft des Bebauungsplans.
    Das Bild zeigt ein Neubaugebiet.

     
  • Unerlaubte Eingriffe in Natur und Landschaft
    Immer wieder werden Freiflächen ohne Genehmigung bebaut oder Naturbestandteile zerstört. Die UNB nimmt Kontakt mit den Verursachern auf, vermittelt die Rechtslage und leitet – falls nötig – die notwendigen Maßnahmen ein.
    Das Bild zeigt Müll in der Landschaft.

    Das Bild zeigt Müll in einer Eiche.

  • Neugestaltung ökologisch wertvoller Biotope
    Können Natureingriffe durch konkrete Naturschutzmaßnahmen nicht kompensiert werden, ist die UNB verpflichtet ein „Ersatzgeld" zu erheben.
    Die UNB finanziert mit diesem Geld Naturschutzprojekte und überwacht deren Ausführung.
    So wurde beispielsweise der ehemals begradigte Bachlauf der Rodau renaturiert. Das wiederhergestellte vielgestaltige Bachbett bietet heimischen Tieren und Pflanzen heute neuen Lebensraum. 
    Das Bild zeigt einen Flusslauf kurz nach der Renaturierung, noch ohne Begrünung.

    Das Bild zeigt einen Flusslauf nach der Renaturierung, die Natur konnte sich wieder ausbreiten.



    Typische Projekte sind auch Anpflanzungen von Obstwiesen, der Bau von Tümpeln und die Regeneration von Sandmagerrasen.
    Eine typische Streuobstwiese mit Äpfelbäumen in der Blüte auf dem Gailenberg in Mühlheim.

  • Ausweisung und Pflege von Naturdenkmalen
    Die UNB weist besonders schöne und seltene „Einzelschöpfungen der Natur" als Naturdenkmale aus und kümmert sich um deren Pflege.
    Außer Bäumen sind dies zum Beispiel auch Binnendünen, Moore und geologische Aufschlüsse. 
    Ein großer Speierling in vollem Laub.

     
     
  • Artenschutz
    Die UNB ist zuständig für den Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt heimischer wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Sie ist auch Ansprechpartnerin für die Umsiedlung geschützter Arten, wie Hornissen und Zauneidechsen. 
    Großaufnahme eines Hornissendrohn

    Lila Knabenkreut in Großaufnahme auf einer Wiese

Ihr Kontakt beim Kreis Offenbach