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Ausgabe 05/2014 vom 02. Oktober 2014

„The Lost Glory“ –  Im Spannungsfeld von Gegenwart und Historie

Maler Wang Jixin dokumentiert eindrucksvoll den Untergang der Porzellanfabriken in Jingdezhen - aktuelle Ausstellung in der Stadtgalerie Neu-Isenburg und im Kreishaus in Dietzenbach!

Das Spannungsfeld des Historischen und des Gegenwärtigen ermöglicht einzigartige Erfahrungen sowie neue Spielarten der Kunst. Der chinesische Maler Wang Jixin, der seit Donnerstag, 25. September 2014 mit Fotos und Gemälden in der Stadtgalerie Neu-Isenburg sowie mit großformatigen Arbeiten im Kreishaus in Dietzenbach zu sehen ist, stellt sich genau dieser Auseinandersetzung. Die Werke sind bis zum 06. Februar 2015 zu sehen.

Wang Jixin repräsentiert damit die zeitgenössische chinesische Kunst. Der Künstler wurde in der Provinz Shandong geboren, mit der der Kreis Offenbach seit 2007 freundschaftliche Verbindungen unterhält und in der auch die Partnerstadt Liaocheng liegt. Seit 2003 lebt und arbeitet Wang Jixin in Salzburg.

Seine Ausstellung "The Lost Glory" dokumentiert in eindrucksvollen Bildern den Untergang der Porzellanfabriken in Jingdezhen, von wo aus über tausend Jahre feinstes Porzellan in die ganze Welt geliefert wurde. Nach der Öffnung Chinas und im Zuge der Globalisierung blieben in der einstigen Porzellanmetropole nur Ruinen der Werkstätten und Brennöfen übrig, ein Element chinesischer Identität in Schutt und Asche, der Glanz verloren.

Ausstellung Wan Jixin

Wang Jixin hielt sich fünf Jahre dort auf, um den Verfall in allen Konsequenzen zu malen, doch seine Bilder verbreiten gleichzeitig eine Hoffnung, die er immer wieder mit dem geschickten Einsatz von Licht und Farbe andeutet.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Oliver Quilling. Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 25. September um 19:00 Uhr sprach Dr. Stephan Graf von der Schulenburg, Kurator der asiatischen Sammlung im Museum für angewandte Kunst, Frankfurt nach der Begrüßung durch Bürgermeister Herbert Hunkel. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Song Feng  Research Centre for Traditional Chinese Culture statt.

Zur Ausstellung wird es außerdem einen Exkurs zur Geschichte der Porzellankultur geben. Spezielle Führungen für bis zu 20 Personen mit anschließender Teezeremonie im Teehaus Chá Daò in der Beethovenstraße 55 in Neu-Isenburg können zum Preis von 50 Euro pro Person im Kulturbüro gebucht werden: Telefon 06102/747411, E-Mail ursula.schmitt@stadt-neu-isenburg.de. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

Ausstellungsort: Stadtgalerie über dem Bürgeramt, Schulgasse 1 in Neu-Isenburg, Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, jeweils von 7:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags von 9:00 bis 12:00 Uhr. Weitere Informationen unter www.hugenottenhalle.de/stadtgalerie.

Ausstellungserweiterung im Foyer und im 1. Stockwerk des Kreishauses Dietzenbach, Werner-Hilpert-Straße 1 in Dietzenbach, Öffnungszeiten sind von Montag bist Freitag, jeweils von 7:30 bis 17:00 Uhr.

„Man sieht selbst noch in den Ruinen, welche Kraft in diesen Hallen war, welche Ordnung und Disziplin dort herrschten und man ahnt welch qualitätvolle Waren dort entstanden sind, auch wenn man die einzelnen Objekte nicht mehr erkennt und die Stapel von Tellern sich neigen – wann werden sie fallen? Schlingpflanzen und kleine Bäume haben den Raum erobert, der Himmel sieht durchs offene Dach, die Fenster sind blind oder haben keine Scheiben mehr. Wang Jixin hat diesen Verfall fotografiert und später in seinem Atelier gemalt. An diesen Fotos und an den Gemälden spürt man, dass da etwas geschehen ist, das weit über das einzelne Objekt hinausgeht. Ein künstlerisches, ein soziologisches, ein gesellschaftliches und letztlich ein über die Jahrtausende gewachsenes kulturelles Geschehen geht in diesen Ruinen sichtbar zu Ende.“
(Die  österreichische Kunstkritikerin Angelica Bäumer über Wang  Jixins  Ausstellung „The Lost Glory“)