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Heizen mit Holz

Tipps zum richtigen Verbrennen von Holz im Kamin oder Holzofen

Vor allem das Verbrennen ungeeigneter Brennstoffe verursacht übermäßige Rauchentwicklung sowie die Bildung umweltbelastender Luftschadstoffe. Vermeiden lassen sich derartige Umweltbeeinträchtigungen durch die Verwendung der richtigen Materialien. Alles Wissenwerte erfahren Sie auf dieser Seite.

Diese Stoffe dürfen verfeuert werden:

  • Naturbelassenes Holz einschließlich der Rinde, beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln
  • Reisig und Zapfen
  • Holzbriketts aus naturbelassenem Holz (entsprechend DIN 51731)
  • vergleichbare Holzpellets
  • andere Presslinge aus naturbelassenem Holz mit gleichwertiger Qualität

Naturbelassenes Holz in Form von Sägemehl, Spänen und Schleifstaub oder Rinde sowie Stroh oder Holzpresslinge ohne Bindemittel, Holzpresslinge mit Bindemittel aus Stärke, pflanzlichem Paraffin oder aus Melasse dürfen nur in Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung über 15 Kilowatt eingesetzt werden; Braunkohlen und Steinkohlen, Koks und Briketts sowie Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts, unabhängig von der Feuerungsleistung des Ofens (jedoch nicht in offenen Kaminen), sofern sie nach Angaben des Herstellers für die Feuerungsanlage geeignet sind.

Nicht zugelassen sind:

  • Lackiertes, gestrichenes oder beschichtetes Holz
  • Sperrholz
  • Spanplatten und Faserplatten
  • mit Holzschutzmittel behandeltes Holz
  • Abfälle jeglicher Art
  • auch frisch geschlagenes oder schlecht gelagertes Holz darf, solange es noch feucht ist, nicht verwendet werden

Holz darf nur verbrannt werden, wenn sein Feuchtegehalt unter 25 Prozent liegt. Feuchtes Holz hat nur geringen Heizwert, qualmt stark, verrußt Ofen und Schornstein und belastet zudem die Umwelt. Bei optimaler Trocknung beträgt der Wasseranteil maximal 15 bis 20 Prozent. Dies dauert je nach Holzart etwa ein bis zwei Jahre. Erst dann ist das Holz zum Heizen geeignet. Einfache Holzfeuchtemessgeräte zur Eigenkontrolle sind im Fachhandel bereits unter 20 Euro erhältlich.

Optimal Heizen bedeutet, öfter und dafür weniger Holz nachzulegen, um eine starke Rauchentwicklung zu vermeiden. Es muss beim Verbrennen immer genügend Luft zugeführt werden und eine gute Flamme entstehen. Eine unvollständige Verbrennung durch zu wenig Luft bewirkt ebenfalls eine starke Rauchentwicklung und führt zu hohem Schadstoffausstoß.

Das Verbrennen ungeeigneter Brennstoffe oder Abfall wird als Ordnungswidrigkeit behandelt, die mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden kann.

Offene Kamine dürfen im Interesse der Umwelt und der betroffenen Nachbarn grundsätzlich nicht als Dauerheizung genutzt werden.

Ableitbedingungen
Mit der Novellierung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1.BImSchV) gelten für neue und wesentlich geänderte Anlagen neue Emissionsgrenzwerte und Ableitbedingungen für Abgase. So müssen die Austrittsöffnungen von Schornsteinen bei Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe bis 50 kW, die nach dem 22.03.2010 errichtet oder wesentlich geändert wurden,  in einem Umkreis von 15 Metern die Oberkanten von Lüftungsöffnungen, Fenstern oder Türen um mindestens 1 Meter überragen.

Ofen

Neue Grenzwerte
Ab 01. Januar 2015 gelten neue Grenzwerte für die Staub- und Kohlenmonoxidemissionen von alten Holzheizkesseln und -öfen. Zu diesem Zeitpunkt laufen die Übergangsregelungen der 1.BImSchV aus. Kessel und Öfen, welche die neuen Anforderungen nicht erfüllen, sollten noch vor der Heizperiode gegen neue Geräte ausgetauscht oder mit Staubfiltern nachgerüstet werden.
Für mit festen Brennstoffen, wie Holz, betriebene Heizkessel, die vor dem 01. Januar 1995 errichtet wurden, müssen ab Januar 2015 die Emissionsgrenzwerte der Stufe 1 der 1. BImSchV eingehalten werden. Dabei handelt es sich meist um Anlagen, die ein ganzes Haus oder eine Wohnung mit Heizwärme versorgen. Außerdem müssen Öfen und Kamine, die zur Beheizung von Einzelräumen dienen und vor dem 1. Januar 1975 errichtet wurden, ebenfalls ab dem Januar 2015 die anspruchsvollen Emissionsgrenzwerte einhalten. Die Feststellung zur Einhaltung der Emissionsgrenzwerte für Heizkessel und Einzelraum-feuerungsanlagen erfolgt über das Schornsteinfegerhandwerk.
Für Öfen, die zwischen dem 01. Januar 1975 und dem 21. März 2010 errichtet wurden sowie für Heizkessel, die zwischen dem 01. Januar 1995 und dem 21. März 2010 errichtet wurden, laufen die Übergangsfristen je nach Baujahr zwischen 2017 und 2025 aus.
Um die Übergangsregelung sozialverträglich zu gestalten, gibt es in der 1. BImSchV mehrere Ausnahmen: Öfen und Kamine, die die einzige Heizmöglichkeit einer Wohneinheit darstellen, sind von der Nachrüstverpflichtung ebenso

ausgenommen wie historische Öfen, Herde, Badeöfen, offene Kamine und handwerklich vor Ort gesetzte Grundöfen.
Auch für neue Heizkessel und Öfen treten ab 2015 veränderte Anforderungen in Kraft: Wer ab 01. Januar 2015 ein neues Gerät kauft, muss die Emissionsgrenzwerte der Stufe 2 der 1. BImschV beachten.

Um festzustellen, ob die neuen Grenzwerte eingehalten werden, ist bei Kesseln eine Messung durch das Schornsteinfegerhandwerk erforderlich. Diese muss spätestens vier Wochen nach der Inbetriebnahme, danach alle zwei Jahre durchgeführt werden. Bei Einzelraumfeuerungsanlagen ist eine Bescheinigung des Herstellers über die Einhaltung der geforderten Emissionswerte auf dem Prüfstand ausreichend.

HKI Industrieverband: Modellübersicht, welche die Grenzwerte einhalten

Beratung
Wer eine handbeschickte Feuerungsanlage für feste Brennstoffe neu in Betrieb nimmt, hat sich zukünftig hinsichtlich der sachgerechten Bedienung der Feuerungsanlage, der ordnungsgemäßen Lagerung des Brennstoffs sowie der Besonderheiten beim Umgang mit festen Brennstoffen von einer Schornsteinfegerin oder einem Schornsteinfeger im Zusammenhang mit anderen Schornsteinfegerarbeiten beraten zu lassen.

Weitere Informationen im Netz

Ihr Kontakt beim Kreis Offenbach

Birgit Klingler
Fachdienst Umwelt
Werner-Hilpert-Straße 1
63128 Dietzenbach
Telefon 06074/8180-4120
Symbol E-Mail E-Mail oder Kontaktformular
Raum Raum 3.B.02




Ruth Matz
Fachdienst Umwelt
Werner-Hilpert-Straße 1
63128 Dietzenbach
Telefon 06074/8180-4124
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Jürgen Pilz
Fachdienst Umwelt
Werner-Hilpert-Straße 1
63128 Dietzenbach
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Bernhard Plößer
Fachdienst Umwelt
Werner-Hilpert-Straße 1
63128 Dietzenbach
Telefon 06074/8180-4116
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