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Spendenkonten

DRK Spendenkonto Flüchtlingshilfe Offenbach
IBAN: DE23505500200000171719
BIC: HELADEF10FF (Offenbach am Main)
Bank: Städtische Sparkasse Offenbach

Spendenkonto des Caritasverbandes
IBAN: DE09 5065 2124 0045 1115 56
Bank: Sparkasse Langen-Seligenstadt
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe

Diakonisches Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau
IBAN: DE28 5065 2124 0039 0039 00
BIC: HELADEF1SLS
Bank: Sparkasse Langen-Seligenstadt
Stichwort: Flüchtlingshilfe

Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg
IBAN: DE96 5065 2124 0036 1224 55
BIC: HELADEF1SLS
Bank: Sparkasse Langen Seligenstadt

Katholische Pfarrgemeinde St. Marien – Flüchtlingshilfe
IBAN: DE14506521240001136225
Bank: Sparkasse Langen-Seligenstadt
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe (oder spezifischer Verwendungszweck)
Dieses Konto ist ein Unterkonto für den Arbeitskreis Willkommen in Seligenstadt. Spender können eine steuerrechtlich wirksame Spendenquittung erhalten.

Gastfamilie für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden

Die derzeitige Flüchtlingssituation und die damit verbundene Integration ist auch für die Jugendhilfe eine neue Herausforderung. Das Schicksal in Kriegs- und Krisengebieten aufzuwachsen trifft viele Kinder und Jugendliche. Diese stammen meist aus von Bürgerkrieg und Gewalt gezeichneten Ländern. Viele von Ihnen kommen aus Afghanistan, Syrien, Somalia und Irak.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Kreis Offenbach wächst stetig. Für diese Mädchen und Jungen, die größtenteils zwischen 14 und 17 Jahre alt sind, werden Gastfamilien als Alternative zur stationären Unterbringung gesucht.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Kinder und Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten weltweit brauchen Schutz. Bevor sie alleine nach Deutschland kommen, machen sie oft belastende Erfahrungen, haben Eltern und Geschwister verloren, sind bedroht, verfolgt, verhört, manchmal verletzt und gefoltert worden. Diese Erfahrungen und die Erinnerungen daran bleiben ihnen. Doch alleine bleiben müssen sie damit nicht. Denn „Kinder ohne elterliche Begleitung (…) haben Anspruch auf den besonderen Schutz und die besondere Fürsorge durch den betreffenden Staat.“ (UN Kinderrechtsausschuss)

Rechtliche Situation der minderjährigen Flüchtlinge
Gastfamilien, die einen Jugendlichen bei sich aufnehmen, müssen wissen, dass bei der Ankunft des Flüchtlings noch offen ist, welchen Ausgang ein Asylverfahren nimmt und ob der junge Mensch in Deutschland ein Bleiberecht bekommt. Die Praxis sieht dabei eine großzügige Handhabung der Bleiberechtsregelung der jungen Menschen vor.
Die gesetzliche Vertretung des Jugendlichen übernimmt ein Vormund.
Die Gasteltern sind somit nicht vollverantwortlich und Grundentscheidungen (zum Beispiel schulische/berufliche Integration) werden zusammen mit dem Jugendamt und dem Vormund getroffen.
Bei normalen Alltagsentscheidungen sind die Gasteltern aber für die Jugendlichen Hauptansprechpartner.

Wer kann Gastfamilie werden?
Der Kreis Offenbach sucht weltoffene Familien, Paare, Singles oder Lebensgemeinschaften, die Verständnis und Offenheit für unterschiedliche Kulturen und Glaubensrichtungen haben und die vertraut sind im Umgang mit jungen Menschen.
Um den Jugendlichen in seiner schwierigen Lebenssituation gut begleiten zu können, sollten Gasteltern über ausreichend Zeit, Flexibilität und Belastbarkeit verfügen. Außerdem benötigen die Gasteltern ausreichend Wohnraum, in dem ein eigenes Zimmer für den Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden kann.
Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil. In der Regel erlernen die Jugendlichen jedoch schnell die deutsche Sprache.

Wie werden Gastfamilien durch das Jugendamt unterstützt?
Der Pflegekinderdienst des Kreises Offenbach bereitet Gastfamilien im Rahmen eines Überprüfungsverfahrens auf das Zusammenleben mit dem Jugendlichen vor. Mit Aufnahme des Jugendlichen in die Gastfamilie erhält diese begleitende Beratung und Unterstützung durch die Fachkräfte des Adoptions- und Pflegekinderdienstes.
In Zusammenarbeit mit dem Vormund und anderen sozialen Diensten / Netzwerken soll auf den individuellen Hilfe- und Unterstützungsbedarf des jungen Menschen eingegangen werden.
Für die Aufnahme eines Jugendlichen wird ein Pflegegeld gezahlt.

Wer sich vorstellen kann einen minderjährigen Flüchtling bei sich zu Hause aufzunehmen, hat die Möglichkeit, sich an den für seinen Wohnort zuständigen Ansprechpartner des Pflegekinderdienstes zu wenden.
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Pflegefamilien