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Ausgabe 01/2016 vom 18. Dezember 2015

Die tollen Tage im Kreis

Nahezu überall im Kreis wird die „fünfte Jahreszeit“ ausgiebig gefeiert. Die schönsten Veranstaltungen der Straßenfastnacht 2016 kompakt und übersichtlich im Kulturnewsletter.

Rosenmontagszug in Seligenstadt

© Beko Bernhard Koch

Der Kreis Offenbach ist Fastnachtshochburg. Nahezu überall wird die "fünfte Jahreszeit" ausgiebig gefeiert. Spätestens ab Weiberfastnacht herrscht in vielen Orten ein feucht fröhlicher Ausnahmezustand. Allein hunderttausende ausgelassener Narren drängen sich jedes Jahr entlang der bunten Karnevalszüge und lassen sich mit Kamelle bewerfen. Phantasievoll gestaltete Motivwagen, kreative Kostüme und unzählige Musikkapellen und Gardegruppen lassen dann die Herzen der Fastnachter höher schlagen. Die wichtigsten Fastnachtsumzüge zwischen Neu-Isenburg und Seligenstadt sowie Auswahl der närrischen Events an den tollen Tagen sind im Kulturnewsletter zusammengetragen.

Traditionell beginnt im Kreis die Hochzeit des Fastnachtstreibens mit dem Sturm der Narren auf die Rathäuser. In Jügesheim etwa ziehen sie am Faschingssamstag um 13:15 Uhr ausgelassen und laut durch den Rodgauer Stadtteil, bevor sie gegen 15:00 Uhr versuchen werden, das Rathaus einzunehmen. Wie jedes Jahr wird die Gegenwehr der Stadtspitze auch diesmal wieder eher dürftig ausfallen. Nach mehreren lautstarken „Giesem-Helau-Rufen“ und überfallartigen Kamelle-Attacken wird sie den Schlüssel zum Rathaus kampflos den Narren übergeben.

Fast zeitgleich dazu wird die feucht-fröhliche Besetzung der Verwaltung in Ober-Roden über die Bühne gehen. Hier sammelt sich die zu allem entschlossene Narrenschar am Samstag gegen 13:30 Uhr vor der Verwaltungsburg in phantasievollen Kostümen und mit Kreppeln und Getränken bewaffnet, um bis Aschermittwoch endgültig die Macht an sich zu reißen. In Heusenstamm wird ebenfalls am Fastnachtssamstag das Rathaus im dortigen Schloss gestürmt. Punkt 14:00 Uhr übernimmt das Prinzenpaar bis Aschermittwoch das Kommando über die Stadt, um die bisherige Verwaltung abzulösen und durch ein turbulentes Narrenregime zu ersetzen.

Dreieicher Fastnachter wiederum werden sicherlich nach Götzenhain ziehen, wo sich am Sonntag, ab 14:11 Uhr, ein kunterbunter Zug durch den Dreieicher Stadtteil in Bewegung setzt.

Bereits seit dem Jahr 1859 existiert in Seligenstadt ein Rosenmontagszug. Er gilt unter närrischen Insidern als der Schönste und Größte im Kreisgebiet und führt von 13:31 Uhr an auf einer Strecke von vier Kilometern durch die Einhardstadt. 40.000 bis 50.000 Besucher aus der Region werden wohl auch diesmal die Straßen und Gassen von „Schlumberland“ säumen, wie die Stadt während der fünften Jahreszeit liebevoll genannt wird.

Die Fastnachter selbst bezeichnen sich als „Schlumber“ und versammeln sich stets am Montagmorgen um Punkt 7:11 Uhr auf dem Seligenstädtern Marktplatz zum traditionellen Weckruf. Kurz darauf zieht die Schlumberschaar unter lauten „Seligstadt-Helau“-Rufen und mit viel Musik zum „Herrschaftssitz“ des Prinzen. Zusammen mit der närrischen Hoheit geht es anschließend zum Palais der amtierenden Prinzessin, die der Prinz in deren Wohnung wachküsst.

Überhaupt bringt die Seligenstädter Fastnacht Unmengen von Feiernden auf die Straßen. Bereits am Mittwoch vor Fastnacht findet in Seligenstadt zudem der traditionelle Hexenrummel statt, der in der gesamten Altstadt und nahezu allen Gasthäusern für wildes Treiben sorgt. Es wird getanzt, gefeiert und gesungen. „Schlumberland“ ist außer Rand und Band. Und wer sich an den tollen Tagen um die „Schlumberländer Fastnacht“ verdient macht, dem winkt sogar der sogenannte „Rathausorden“, den das Stadtoberhaupt aus gegebenem Anlass an besonders engagierte Narren verleiht.  

Etwas weiter westlich in Neu-Isenburg, in der Fastnachtszeit auch "Watzedonien" genannt, wird die Bevölkerung am Rosenmontag auch dieses Jahr wieder um Punkt 6:30 Uhr vom phantasievoll verkleideten Hexen- und Lumpengruppen mit viel Lärm aus dem Schlaf gerissen. Nach dem Erschallen des närrischen Weckrufes ziehen die Isenburger Narren dann ab 14:00 Uhr im Lumpenmontagszug vom Wilhelmsplatz aus durch den Alten Ort, die Ludwigstraße, die Waldstraße und die Bahnhofstraße zurück zum Wilhelmsplatz. Schon ab 12:00 Uhr kann die Isenburger Innenstadt daher nicht mehr mit dem Auto erreicht werden.

An die Spitze des diesmal rund 80 Gruppen umfassen Zuges setzen sich stets die beiden Symbolfiguren der Isenburger Fassennacht, der Watz, der im Stile eines Hugenotten des 18. Jahrhunderts gekleidet ist und typischer Weise einen Schlapphut trägt sowie der Oberlump in seinem vielfarbigen Flickenkostüm. Sie fahren im „Gerippte“ und „Bembel“ dem „Isebojer“ Zug voran.

Vor dem Lumpenmontagszug wird in der Bahnhofstraße wieder traditionell selbst gekochte Linsensuppe ausgegeben. Narren, die eine Lumpenmontagsmarke haben, können sich ab 10:00 Uhr kostenlos mit einer Kelle Suppe stärken, bevor sie sich wieder ins Getümmel stürzen.

Fastnacht gefeiert wird am Montag aber auch rund um den Urberacher Dalles. Über 1000 Teilnehmer erwartet der Kultur- und Sportverein zum Rosenmontagszug durch Orwisch, der sich Punkt 14:33 Uhr in Bewegung setzt.
Traditionell den Abschluss der Straßenfastnacht im Kreis Offenbach bilden die Umzüge in Jügesheim und Sprendlingen. Der Giesemer Zug beginnt am Faschingsdienstag um 14:00 Uhr am Bahnhof, der Sprendlinger Umzug um 15:11 Uhr in der Lessingstraße.

Auch Mühlheim am Main und sein Stadtteil Lämmerspiel sind im Kreis Offenbach Hochburgen des Faschings. Am Rosenmontag wird hier morgens das Prinzenpaar durch die Narren geweckt. Zudem hat sich seit den 1990er Jahren eine völlig neue Tradition eingebürgert; und zwar der sogenannte Narrensprung der Lämmerspieler Schellennarren. Dabei springen die Narren nach schwäbisch-alemannischer Art an Weiberfastnacht über ein loderndes Feuer.