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Ausschreibung für "Kunst vor Ort 2018" zum Thema "Die Hugenotten und Neu-Isenburg" läuft 27.12.2017 

„Kunst vor Ort“ geht in seine nächste Runde. Standort des Kunstwerkes ist diesmal Neu-Isenburg. 2018 erinnert die Stadt anlässlich seines 300. Todestages an ihren Stadtgründer Graf Johann Philipp zu Ysenburg und Büdingen. Die Gründungsgeschichte Neu-Isenburgs ist eng verbunden mit dem Zuzug der Hugenotten. Der Kreis Offenbach, die Sparkasse Langen Seligenstadt sowie die Stadt Neu-Isenburg haben in diesem Zusammenhang den Entwurf und die Ausführung eines Kunstwerks für den Vorplatz der Hugenottenhalle beziehungsweise der Stadtbibliothek ausgeschrieben.

Wer am Wettbewerb teilnimmt, muss aber eine fundierte künstlerische Ausbildung vorweisen können. In Sachen Stil und Material sind allerdings keine Grenzen gesetzt. „Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte kann unterschiedliche Ansätze verfolgen: Das Lebensbild eines Grafen in der Zeit des Barock ist ebenso von Interesse, wie der Versuch, eine Beziehung der Vergangenheit zur Gegenwart herzustellen, deren verbindendes Element Flucht, Toleranz und Mitmenschlichkeit sind. Das Thema bietet zudem viele künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten: Von der Skulptur zum Bodenlabyrinth, vom Steinbild zum Geschichtsweg oder von Glaskunst zur Stele“, schildert Landrat Oliver Quilling die Hintergründe der diesjährigen Ausschreibung. „Die Art der Arbeit und das Material bleiben daher auch dem Künstler vorbehalten.“

Am 24. Juli 1699 leisteten dem Landesherrn 34 französische Familien im Offenbacher Schloss den Treueeid. Graf Johann Philipp hatte diesen Hugenotten an der Südgrenze zur Stadt Frankfurt Land gegeben. Auf diesem Fleckchen Erde, ringsum von reichen Wäldern umgeben, konnten sie sich ansiedeln und eine neue Existenz aufbauen. Das Land wurde vom Grafen kostenlos den Hugenottenflüchtlingen zur Verfügung gestellt. „Die Aufteilungen des Landes wurden mit einem eigens dafür geschaffenen Maß, dem „Isenburger Fuß“ durchgeführt. Der Grundriss des Ortes Neu-Isenburg war nach dem barocken Ideal streng geometrisch ausgerichtet und steht unter Denkmalschutz“, betont Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel. „Vom Landesherrn war den Hugenotten Schutz, freier Gebrauch ihrer französischen Sprache und Religionsfreiheit zugesichert worden. Außerdem zehn Jahre Steuerfreiheit.“

Die Arbeit ist mit 15.300 Euro dotiert und wird durch die Sparkasse Langen-Seligenstadt finanziert. Aufstellungs- und Unterhaltungskosten sollen zudem wirtschaftlich vertretbar bleiben. „Die Projektdurchführung ist daher zwischen der Stadt Neu-Isenburg und dem Künstler abzustimmen“, so Hunkel.

Für die Teilnahme an der Ausschreibung müssen der Jury zeichnerische Skizzen im Maßstab 1:10, Erläuterungen zur Arbeit, der künstlerische Werdegang, ein Ausstellungsverzeichnis sowie Kataloge oder Fotos der Werke der zurückliegenden fünf Jahre zur Verfügung gestellt werden. Die Wettbewerbsunterlagen sind spätestens bis zum 28. Februar 2018 beim Kreisausschuss des Kreises Offenbach, Bereich Förderung des Ehrenamtes, Sport und Kultur, Haus des Lebenslangen Lernens (HLL), Frankfurter Straße 160 - 166 in 63303 Dreieich oder per E-Mail an kultur@kreis-offenbach.de (eine Mail pro Bewerbung, maximal 20 MB) einzureichen. Es zählt das Datum des Poststempels. Rückfragen und weitere Informationen unter Telefon 06103 3131-1135. Ansprechpartner ist der Leiter der Kulturförderung, Marcel Subtil oder seine Vertretung.