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08.03.2022

»Mit Empathie gegen Barrieren«

Bei einem Aktionstag beschäftigen sich junge Menschen mit Vorurteilen, Ausgrenzung und Einfühlungsvermögen

Für einen respektvollen Umgang miteinander, der von Toleranz und Verständnis geprägt ist, braucht es eine Grundvoraussetzung, die viele gesellschaftliche Probleme lösen kann: das Einfühlungsvermögen. Die Fähigkeit und Bereitschaft, die Emotionen, Persönlichkeitsmerkmale und Gedanken anderer Menschen zu akzeptieren, setzt Empathie voraus. Mit dem Einfühlungsvermögen beschäftigen sich junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren bei einem neuen Projekt, an dem der Fachdienst Jugend und Familie des Kreises Offenbach beteiligt ist. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und Diskriminierungen zu beseitigen. „Wer es fühlt, kann es verstehen“, lautet das Motto des Projektes „Empathy“.

Bei einem Aktionstag am Samstag, 26. März 2022, 10:00 bis 15:00 Uhr, steht die Frage im Mittelpunkt, wie es Menschen geht, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Interessierte sind in das Generalkonsulat von Bosnien und Herzegowina in Frankfurt eingeladen, um sich auf einen Perspektivenwechsel einzulassen. Geplant ist, dass sie sich in einem Rollstuhl sitzend durch Frankfurt bewegen und so persönlich erfahren, auf welche Hindernisse Behinderte im Alltag stoßen.

Vorbereitet wurde der Aktionstag von einer Reihe von Kooperationspartnern, die ein Zeichen gegen die Ausgrenzung gesellschaftlicher Minderheiten setzen wollen. Zu den Organisatoren gehören neben der Jugendförderung des Kreises Offenbach auch das Europäische Projektmanagement der Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR), der Verein Christoffel-Blindenmission Christian Blind sowie das bosnische Konsulat in Frankfurt.

Der bosnische Konsul Admir Atovic ist einer der Initiatoren der Aktion „Mit Empathie gegen Barrieren“. Die Veranstaltung wird von der Europäischen Union im Rahmen des Erasmus+-Projektes gefördert und läuft auch bei Partnerorganisationen in Rumänien, Italien und Spanien. Konsul Admir Atovic engagagiert sich für Menschen mit Behinderung. Er sitzt selbst im Rollstuhl, nachdem er im Bosnienkrieg als junger Mann seine Beine verloren hat. Durch die aktive Beteiligung junger Menschen soll die empathische Haltung gegenüber Opfern von Diskriminierung in unserer Gesellschaft gestärkt werden.

Wer sich mit dem Thema auseinandersetzen und selbst Erfahrungen sammeln möchte, kann sich bis zum 22. März 2022 bei Mohammed Issifu, E-Mail empathy@proarbeit-kreis-of.de oder Telefon 06074 8058-659 für den Aktionstag anmelden.