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21.01.2019

Lepra ist eine Erkrankung der Armen

Der Kreis Offenbach macht zum Welt-Lepra-Tag am 27. Januar auf die schlechte gesundheitliche Versorgung von Millionen von Menschen in Entwicklungsländern aufmerksam und unterstützt den Verein Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe bei seinem Aufruf, die Gesundheitssysteme und Vorsorgeuntersuchungen zu verbessern. Der Welt-Lepra-Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Keine Stigmatisierung – keine Diskriminierung“. Weltweit sind nach Angaben der Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe rund vier Millionen Menschen von den Spätfolgen einer früheren Lepra-Erkrankung betroffen. Die Diagnose „Lepra“ haben derzeit weltweit 210.000 Menschen, 12.000 davon leiden bereits bei Feststellung der Krankheit unter Behinderungen.

Der Verein Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe setzt sich seit rund 60 Jahren für Lepra-Kranke ein und versucht, die medizinische Versorgung zu verbessern und zu verhindern, dass Betroffene sozial ausgegrenzt und diskriminiert werden. Das Ziel des Vereins ist es, dass kein Mensch mehr an Krankheiten der Armut leiden soll. Prophylaxe und Früherkennung sind ein Luxus, den sich die meisten Menschen nicht leisten können.

Auch wenn jeder Erkrankte einer zu viel ist, zeigt der Kampf gegen Lepra kleine Erfolge. Wie aus der jüngsten Statistik des Vereins hervorgeht, lag die Zahl der erkrankten Kinder 2017 bei 17.000 und damit rund acht Prozent unter dem Vorjahresniveau. Diese positive Entwicklung wird als sichtbarer Indikator für die Lepra-Kontrollarbeit gesehen. Wer helfen möchte, findet auf der Homepage der Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe weitere Informationen.