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22.09.2020

Pro Arbeit: Positive Erfahrungen mit »Digitalem Erstantrag«

Seit einigen Wochen können die Kundinnen und Kunden der Pro Arbeit – Kreis Offenbach (AöR) Anträge online stellen und unter www.proarbeit-kreis-of.de/de/privatpersonen/alg-ii/alg-ii-online-antrag/ den Digitalen Erstantrag nutzen. Der Online-Antrag für das Arbeitslosengeld II zeichnet sich im Vergleich zum sechsseitigen Papier-Antrag und seinen zahlreichen auszufüllenden Anlagen durch hohe Nutzerfreundlichkeit aus. Sozialdezernent und Kreisbeigeordneter Carsten Müller wirbt daher für die digitale Form der Antragsstellung. Müller: „Dadurch können die Leistungsbezieher von zu Hause aus ganz komfortabel rund um die Uhr ihren Antrag online einreichen – sowohl mit PC als auch über mobile Endgeräte.“

Die Eingabemaske ist übersichtlich gestaltet, relevante Informationen werden nur einmal und basierend auf vorherigen Eingaben abgefragt, eingebettete Hilfetexte liefern Erklärungen und sind leicht verständlich. Die Antragsdaten werden komplett online eingegeben und die nötigen Nachweise können direkt per Computer oder Smartphone hochgeladen werden. Anschließend werden alle Daten digital und sicher an die Pro Arbeit übermittelt.

„Die Rückmeldungen, die wir bislang erhalten haben, sind durchweg positiv. Viele Leistungsbezieherinnen und -bezieher sind froh über die digitalen Hilfen, die eine Antragstellung erleichtern und den Prozess insgesamt vereinfachen. Darüber hinaus stellt der digitale Antrag auch für unsere Beschäftigten eine immense Entlastung dar. Sie können die gewonnene Zeit dafür nutzen, die Kundinnen und Kunden noch intensiver und zielgerichteter zu beraten als ohnehin“, berichtet Müller aus der Praxis.

Deswegen entwickelt die Pro Arbeit zusammen mit den Kommunalen Jobcentern in Hessen seit Januar verschiedene Ideen und Angebote zu weiteren Online-Themen, wie Videokommunikation, Social Media, Erklärvideos, Gamification, Design Thinking, digitalen Kundenkarten und Antragsdaten. Das Besondere hierbei: An vielen Stellen arbeiten Leistungsbezieherinnen und -bezieher mit Beschäftigten der Kommunalen Jobcenter Hand in Hand. „Diese Erfahrung empfinden beide Seiten als äußerst positiv. Die unterschiedlichen Perspektiven münden in einer besseren Verständlichkeit digitaler Produkte. Das erhöht die langfristige Akzeptanz bei den Menschen, für die sie entwickelt werden“, macht Müller deutlich.

Die Pro Arbeit wird deshalb spätestens im kommenden Jahr den Weiterbewilligungsantrag online stellen, um auch dabei die Antragstellung zu vereinfachen. Darüber hinaus ist der zeitnahe Ausbau von Social-Media-Aktivitäten, wie Facebook und Instagram, geplant. „Wir setzen in Zukunft konsequent auf digitale Prozesse. Die digitale Transformation optimiert nicht nur einzelne Abläufe, sie verändert Strukturen, Denk- und Sichtweisen. Denn Digitalisierung eröffnet neue Horizonte. Ideen etwa, die sich bislang technisch schlicht nicht umsetzen ließen, werden Realität und die Verwaltung sowie das Jobcenter rücken insgesamt näher an die Menschen und deren Alltag heran“, so Müller abschließend.