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Hugenotten- und Waldenserpfad

Fernwanderweg von den französischen Alpen durch Hessen bis an die Weser

Der Kulturfernwanderweg Hugenotten- und Waldenserpfad wurde vom Europarat als „Europäische Kulturroute“ ausgezeichnet. Die Strecke ist das Ergebnis einer europäischen Kooperation. Die europäische Wegroute mit rund 1.800 Kilometern Gesamtlänge durchquert Länder, Kulturen und Landschaften und folgt dem historischen Fluchtweg der Hugenotten. Ende des 17. Jahrhunderts flohen 250.000 französische Hugenotten und Waldenser aus Glaubensgründen aus ihrem Land und kamen in protestantische Länder. Von der südfranzösischen Dauphiné führte die verbotene Flucht in vielen Fällen über die Schweiz nach Deutschland und auch ins Rhein-Main-Gebiet.

Auf dem Kulturwanderweg werden im Rhein-Main-Gebiet regionale Besonderheiten sowie das Erbe der Hugenotten und Waldenser präsentiert. Spaziergänger können sich die Geschichte erwandern und sich Kirchen, Schulgebäude, alte Mühlen und Handwerkerbetriebe aus der hugenottischen Gründungszeit anschauen. Dazu bieten Denkmäler und Zeittafeln Informationen über die Kultur und Gebräuche. Die Strecke ist für jeden Wanderer geeignet, da der Pfad überwiegend flach verläuft und jedes Ziel gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Im Kreis Offenbach beginnt die Route an der nördlichen Stadtgrenze von Neu-Isenburg, geht an der Bansamühle entlang durch die Innenstadt und verläuft weiter über das Naturschutzgebiet Gehspitzweiher nach Zeppelinheim und in Richtung Mörfelden-Walldorf. Der Streckenabschnitt Neu-Isenburg hat eine Länge von knapp 15 Kilometern.