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Friedenslicht im Kreishaus entzündet 20.12.2017 

Pfadfinder aus Dietzenbach und Urberach haben am Mittwochabend im Kreishaus in Dietzenbach Landrat Oliver Quilling sowie die stellvertretende Kreistagsvorsitzende Maria Becht das Friedenslicht überreicht. Es leuchtet damit ab sofort im Foyer des Kreishauses und symbolisiert unter anderem den Frieden der Adventszeit.

Das Friedenslicht ist ursprünglich eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF). Jedes Jahr Ende November entzündet daher ein Kind aus Österreich das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Von Israel aus reist es dann als „Botschaft des Friedens“ in einer explosionssicheren Lampe per Flugzeug nach Wien und nimmt von dort aus seinen Weg in die Welt. Denn unzählige Pfadfinder reichen das ursprüngliche Licht in einer Stafette weiter und schicken es quer durch Europa sowie in die USA.

Das Friedenslicht überwindet auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Es verbindet dadurch Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander. Wer das Licht weitergibt oder aufstellt, setzt damit ein Zeichen, dass Jesus Christus das Licht der Welt ist und die Menschen untereinander versöhnt. Deshalb steht die diesjährige Friedenslichtaktion auch unter dem Motto „Auf dem Weg zum Frieden“.

Allein in Deutschland wird das Licht aus der Geburtsgrotte in über 500 Orten an Kirchengemeinden, Verwaltungen oder Institutionen weitergegeben. Daher leuchtet eine Laterne mit dem Friedenslicht nicht nur im Kreishaus, sondern auch in vielen Kirchen im Kreis Offenbach, etwa in St. Martin in Dietzenbach oder in St. Gallus in Urberach. An den verschiedenen Standorten des Friedenslichts kann sich jeder Bürger ein eigenes Licht entzünden und es mit nach Hause nehmen.

„Allen, die das Licht aus dem Heiligen Land entgegennehmen, soll dabei bewusst werden, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist; auch nicht bei uns in Europa. Alle, die ein friedliches Miteinander der Völker, Kulturen oder Religionen wollen, müssen sich stets aufs Neue dafür einsetzen. Das gilt für den politischen Raum genauso, wie für das tägliche Miteinander im Alltag“, betonte Landrat Oliver Quilling, als er im Foyer des Kreishauses das Licht in einer Laterne entgegennahm. An Weihnachten schließlich soll das Friedenslicht in möglichst vielen Fenstern leuchten und an die Geburt Christi erinnern.