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Kreis knüpft weiter am Breitbandnetz 26.09.2017 

Der Kreisausschuss hat in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, dass im Rahmen des Bundesförderprogramms „Breitbandausbau im ländlichen Raum bis 2018“ ein Förderantrag für weitere Projekte im Kreisgebiet gestellt werden soll. Im ersten Schritt geht es um eine Beratungsleistung, deren Ergebnis in einem zweiten Schritt umgesetzt werden soll. Dabei stehen der Ausbau der Schulanschlüsse und der Anschlüsse anderer Bildungseinrichtungen sowie die Versorgung der Gewerbegebiete mit Glasfaser-Anschlüssen und die Versorgung der fünfprozentigen Versorgungslücke, die aus dem markgetriebenen Eigenausbau der Deutschen Telekom mit 4.600 Anschlüssen kreisweit mit bis zu 100 Mbit/Sekunde verbleibt, im Fokus.

„Mit dem Beratungsauftrag wollen wir den exakten Bedarf in unserem Kreis feststellen“, erläutert Landrat Oliver Quilling. „Die Anforderungen in diesem Bereich verändern sich stetig und sehr schnell. Einerseits hat die Wirtschaft den Anspruch, die Gewerbebetriebe mit höheren Bandbreiten als im derzeitigen Ausbau vorgenommen, auszustatten. Zwar wird derzeit im Kreisgebiet ein Glasfaser-Ausbau der Gewerbegebiete durch alternative Anbieter betrieben, wie beispielsweise der Spatenstich in der vergangenen Woche in der Kreisstadt Dietzenbach, es ist jedoch zu erwarten, dass am Ende Lücken in der Versorgung verbleiben werden. Eine gute Infrastruktur ist ein wichtiges StandortPlus für uns. Andererseits hat die Bundesregierung die sogenannte Aufgreifschwelle für eine Förderung für die Versorgung der Schulen und anderer Bildungseinrichtungen von zuvor 30 Megabit pro Sekunde für die gesamte Bildungseinrichtung auf jetzt 30 Megabit pro Sekunde für das Verwaltungsnetz und auf 30 Megabit pro Sekunde für jedes Klassenzimmer verändert. Dadurch werden andere Bandbreiten erforderlich, die im derzeitigen markgetriebenen Ausbau nicht zu erreichen sind. Hierfür wird ein Anschluss mit Glasfaser benötigt.“

„Unser Ziel ist es, in diesem Jahr die Beratungsleistung zu beauftragen“, führt Landrat Oliver Quilling weiter aus. „Der Breitbandberater des Landes Hessen unterstützt uns bei der Auswahl der externen Beratung zur Planung eines weiteren Ausbaus. Für diese Beratungsleistung stellen wir einen einmaligen Förderantrag in Höhe von 50.000 Euro. Im Anschluss wollen wir auch für das eigentliche Ausbauvorhaben Bundesfördermittel beantragen.“

„Wenn das Ergebnis im kommenden Jahr vorliegt, wissen wir, wieviel Geld wir in die Hand nehmen müssen und welche Fördermittel wir vom Bund abrufen können“, so Landrat Oliver Quilling abschließend. „Wir haben versprochen, uns um den Ausbau in Seligenstadt-Froschhausen zu bemühen, wenn der dort bestehende Vertrag ausläuft. Auf diese Zeit wollen wir uns optimal vorbereiten.“