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Breitbandförderprojekt Schulen und weiße Flecken

Bereits im Jahr 2019 hat der Kreis Offenbach begonnen, im sechsten Call der Breitbandförderung durch das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur unter Co-Förderung durch die Hessische Staatskanzlei und das Hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung auszuschreiben. Der Zuschlag für den Ausbau mit Glasfaser wurde an die PEB Breitband GmbH & Co.KG, die eine Beteiligungsgesellschaft der Entega Medianet und der Firma Klenk & Sohn, beides Firmen mit regionalem Bezug, ist, erteilt.

Das Auftragsvolumen beträgt 14.033.576 Euro und wird durch einen Förderzuschuss des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur durch atene KOM in Höhe von 50 Prozent, gleich 7.016.788 Euro, und durch die Hessische Staatskanzlei, Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung über die WI-Bank als Co-Förderer in Höhe von 40 Prozent, gleich 5.613.430 Euro, gefördert. Der Kreis trägt einen Eigenanteil von zehn Prozent, gleich 1.403.358 Euro.

Das Projekt wird im Zeitraum Ende des Jahres 2021 bis zum 30. September 2023 ausgeführt und umfasst den Anschluss von 72 Schulen, einer Klinik, 76 Unternehmen und 347 Haushalte an ein gigabitfähiges Glasfasernetz, das heißt nach dem Ausbau werden diese Adressen stabil mit mindestens ein Gigabit pro Sekunde symmetrisch versorgt werden. Im Laufe des Netzausbaus werden 145 Kilometer Tiefbau realisiert, 261 Kilometer Glasfaser und 280 Kilometer Leerrohr verlegt werden. Der Ausbau erfolgt als FTTH-Anschluss (Fiber To The Home), das heißt die Glasfaserverlegung bis ins Haus an einen Übergabepunkt.

Die bauliche Umsetzung der Glasfaserverlegung wird durch die Firma Klenk & Sohn aus Modautal-Asbach erfolgen und die Entega Medianet aus Darmstadt wird den Netzbetrieb sicherstellen. Baustart wird im November 2021 in Rödermark sein, dort werden die vier Schulen an das Glasfasernetz gebracht werden. Entsprechend der Priorisierung des Kreises werden sukzessive die anderen Schulstandorte und die Klinik in den Ausbau einbezogen. Auch 76 Gewerbeadressen werden durch die Glasfaser einen deutlichen Mehrwert Ihres Standortes erfahren und durch das Förderprojekt einen Gigabitanschluss erhalten, der innerhalb eines marktgetriebenen Ausbaus durch Telekommunikationsunternehmen als unwirtschaftlich eingestuft und daher nicht erfolgt wäre. Die 347 als weiße Flecken eingestufte Haushalte liegen meist in Außenlagen und haben keine oder nur unzureichende Breitbandversorgung, auch hier betrachtet der Markt den Ausbau als unwirtschaftlich. Der Kreis war bereits in den Jahren seit dem Jahr 2015 am Ausbau seiner Infrastruktur durch Telekommunikationsunternehmen im Eigenausbau sehr engagiert und kann deswegen als einer der bereits zu den besser versorgten Kreisen in Deutschland gehörender Kreis, bereits auf eine gute Struktur zurückgreifen.