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Termine in Europa

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Vergangene Veranstaltungen 2020

14. Januar 2020: „Finanzplätze Frankfurt und London – ein historischer Vergleich“

Am 14. Januar lud das Europe Direct Relais Rhein-Main gemeinsam mit der Europa-Union Deutschland Kreisverband Stadt und Kreis Offenbach e.V. zu seiner Jahresauftaktveranstaltung ein. Rund 40 TeilnehmerInnen folgten der Einladung, darunter auch Thomas Mann, der Landesvorsitzende der Europa-Union und ehemaliger Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Nach der Begrüßung durch Landrat Oliver Quilling, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Kreisverbandes ist, ging es in medias res mit dem Gastreferenten des Abends, Professor Michael Grote, Vizepräsident an der Frankfurt School of Finance and Management.

Zu Beginn definierte Professor Grote den Begriff Finanzplatz und erklärte anschaulich, wieso sich Banken in hoher Konzentration an einem Ort ansiedeln. Um zu verstehen, warum Frankfurt und London internationale Finanzplätze wurden, beschrieb er die historischen Entwicklungen.

Während Frankfurt eine lange Tradition als Messe- und Handelsstadt aufweisen kann, spielte London als Hauptstadt des Commonwealth und Sitz des Königshauses eine bedeutende Rolle. Frankfurt verlor nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 seine Vorherrschaft an Berlin und konnte erst nach 1955 – dank der US-Amerikaner und der Gründung der KfW in Frankfurt – seinen deutschen Spitzenplatz wiedergewinnen.

Heute ist London neben New York der wichtigste Finanzplatz der Welt. Frankfurt belegt den fünfzehnten Platz in der Rangliste der wichtigsten Finanzplätze.

Der Brexit verringere allerdings die Unterschiede zwischen den beiden Städten. Die Banken Londons verlieren durch den Brexit den Zugang zum Binnenmarkt und somit den EU-Passport, der es Finanzinstitutionen in London erlaubt, überall in der EU ihre Dienstleistungen anzubieten. Daher ziehen die Banken Londons je nach Spezialisierung nach Frankfurt, Dublin, Luxemburg oder Paris. Allerdings sei die Abwanderung aus London überschaubar und London bleibe mit weitem Abstand der führende europäische Finanzplatz.

Nach dem Vortrag stiegen die Gäste noch in eine angeregte Diskussion mit dem Referenten ein. Die TeilnehmerInnen waren an den Auswirkungen des Brexits auf die hiesige Finanzwelt stark interessiert.

06. Februar 2020: "Region FrankfurtRheinMain – Profiteur des Brexits?"

Am 31. Januar verließ Großbritannien die Europäische Union. Das war Anlass für das Europe Direct Relais Rhein-Main zusammen mit der Europa-Union Deutschland Kreisverband Stadt und Kreis Offenbach e.V. zu der Diskussion "Region FrankfurtRheinMain – Profiteur des Brexits?" einzuladen. Rund 40 TeilnehmerInnen folgten der Einladung und folgten einem spannenden Abend über die Frage, wie sich der Brexit auf die Wirtschaft in der Region auswirkt.

Den Abend eröffnete Oliver Quilling, Landrat des Kreises Offenbach, mit einem Grußwort, indem er die Sonderrolle der Rhein-Main Region ansprach. So sehen Experten für den Finanzplatz Frankfurt und die umliegenden Kreise und Städte positive Impulse.

Anschließend stellten drei ReferentInnen in Impulsvorträgen ihre Reaktionen und ihre Auseinandersetzungen mit dem Brexit vor. Yasmine Schritt, Leiterin der Stabsstelle „Brexit“ der Hessischen Staatskanzlei beschrieb, wie das Land Hessen auf den Brexit reagierte und welche Relevanz er für Hessen hat. Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, erklärte, wie Standortmarketing funktioniert und wie Unternehmen (insbesondere Banken) von Großbritannien in die Region gelockt werden. Dr. Alfred Kürzinger, Direktor Produktion und F&E der Delta Pronatura Dr. Krauss & Dr. Beckmann KG, erklärte die Auswirkungen des Brexits auf sein Unternehmen und speziell auf den Produktionsstandort in Großbritannien.

Anschließend traten die drei ReferentInnen in einem Podium zusammen und diskutierten vertieft die Herausforderungen und Chancen, die der Brexit für die Region verursacht. Die zahlreichen Fragen der Bürgerinnen und Bürger zeigten, dass aufgrund des Brexits ein hoher Informationsbedarf besteht.

16. März 2020: Planspiel „Asyl und Migration“ – Heinrich-Heine-Schule Dreieich

Wie sollen Flüchtlinge in der EU verteilt werden? Wie soll der Zugang zum Arbeitsmarkt geregelt werden? Wo sollen Flüchtlinge untergebracht werden?

Diesen drei Themenkomplexen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse der Heinrich-Heine-Schule in Dreieich und diskutierten in einem Planspiel die Asylfrage.

In dem Planspiel, das vom Europe Direct Relais Rhein-Main organisiert und durchgeführt wurde, schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rolle der Politikerinnen und Politiker und mussten europäische Lösungen finden.
Zuerst lernten die Schülerinnen und Schüler die Europäische Union näher kennen und erarbeiteten das Thema Asyl. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler zu Vertretern verschiedener europäischen Regionen und Mitgliedstaaten und simulierten die Sitzungen des Rates der EU und des Ausschusses der Regionen.

Mit der Methode Planspiel erfahren die Schülerinnen und Schüler spielerisch, welche Herausforderungen eine politische Einigung mit sich bringt, erwerben rhetorische Fähigkeiten und können ihr Verhandlungsgeschick unter Beweis stellen.
Das Europe Direct Relais Rhein-Main bietet Einrichtungen neben dem Asyl-Planspiel eines zum Thema Energie an. In diesem Planspiel beschäftigen sich die SchülerInnen mit der Klima- und Energiepolitik der Europäischen Union und stimmen über den Energiemix der Zukunft ab. Die Planspiele können individuell auf die Einrichtung (Schule, Hochschule ua.) zugeschnitten werden. Kontakt: europe-direct@kreis-offenbach.de

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