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12.02.2019

Baugenehmigung für Hospiz in Rodgau überreicht

Landrat Oliver Quilling hat am Dienstagvormittag die Baugenehmigung für den Neubau eines stationären Hospizes an den Vorstand der Hospiz Stiftung Rotary Rodgau (HSRR), Dr. Nikos Stergiou, und den Schatzmeister der Stiftung, Herbert Sahm, überreicht. Die Stiftung plant am Wasserturm im Rodgauer Stadtteil Jügesheim ein stationäres Hospiz. „Im Vorfeld waren zahlreiche Abstimmungen zwischen den unterschiedlichen Fachdiensten in unserem Hause nötig“, erklärt Landrat Oliver Quilling beim Termin vor Ort, „so dass wir heute die fertige Baugenehmigung übergeben können.“

Auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern schließt das Hospiz die Lücke zwischen der Unteren Sände, dem Waldfriedhof und der Gaststätte „Wolfsschlucht“ in unmittelbarer Nähe des Wasserturms in Rodgau-Jügesheim. Der L-förmige Neubau umfasst 13 Zimmer, zwölf für unheilbar kranke Menschen und eines für Angehörige. Jedes Zimmer ist barrierefrei und verfügt über ein eigenes Bad sowie einen direkten Zugang zur Terrasse. Der Wohn- und Essbereich, der gemeinsam genutzt wird, ist unmittelbar an die Küche angebunden. Zusätzlich gibt es einen Gruppen- und Seminarraum sowie einen Raum der Stille. Hinzu kommen Verwaltungs- und Sozialräume, sowie der Bereich für die Hausanschlüsse und die Versorgung des Gebäudes.

„Wir wollen noch im Frühjahr mit dem Bau beginnen“, ergänzt Nikos Stergiou. „Am 30. März ist der offizielle Spatenstich, zu dem wir unsere Zustifter eingeladen haben. Im April soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bis dahin sind noch einige Vorarbeiten zu erledigen. Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren. Die Pläne für das Hospiz wurden vom Rodgau Planungs-Team Julia und Norbert Beck erstellt. Die Bauausführung und Überwachung übernimmt das Hanauer Architekten- und Ingenieurbüro ABP Matthias Bauer GmbH.

Die HSRR investiert am Wasserturm rund 3,6 Millionen Euro. „Davon sind durch Zustiftungen rund 1,45 Millionen Euro angesammelt worden. Mit einer Million beteiligt sich die Frankfurter Werte Stiftung. Um den Rest bemühen wir uns durch weitere Zustiftungen“, sagte HSRR Schatzmeister Herbert Sahm.

„Wir sind froh, dass wir mit der Mission Leben einen starken Partner als Betreiber für das Hospiz gewinnen konnten. Wir haben seit über zwei Jahren eine angenehme Arbeitsatmosphäre planen und besprechen in regelmäßigen Sitzungen den späteren Ablauf der Einrichtung“, sagte HSRR-Kuratoriumsmitglied Lothar Mark.

„Damit ist der Weg für die Versorgung von unheilbar Kranken im Kreis Offenbach frei“, erklären Landrat Oliver Quilling und Dr. Nikos Stergiou zum Abschluss gemeinsam.