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13.08.2019

Im Krisenfall im Bilde

Kreis finanziert Drohne für die Feuerwehr

Landrat Oliver Quilling und Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann haben am Dienstagmorgen eine leistungsstarke Drohne an den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg Stefan Werner übergeben. „Damit haben wir auf die veränderten Anforderungen an unsere Feuerwehrkräfte reagiert“, sagte Landrat Oliver Quilling vor Ort. „Es ist zu erwarten, dass Wald- und Flächenbrände weiter zunehmen werden. Auch Glutnester sind nicht immer einfach zu identifizieren. Dabei leistet der neue Hexacopter eine wertvolle Unterstützung der Freiwilligen. Er liefert schnell und zuverlässig Bilder von „überflogenen“ Einsatzstellen und überträgt diese in die Technische Einsatzleitung vor Ort.“

„Die Einsatzbereiche sind vielfältig“, führt Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann aus. „Bei großflächigen Waldbränden und großen Industrieobjekten können wir uns eine Übersicht über die Lage verschaffen und diese gleichzeitig dokumentieren. Wärmequellen und Glutnester, auch versteckte, können ebenso aufgespürt werden wie Menschen oder Tiere geortet werden können.

Die maximale Flughöhe beträgt 500 Meter. Bei optimalen Bedingungen reichen sowohl das Steuersignal als auch die Videoübertragung für eine Distanz von 1,6 Kilometern. Der Akku hält bis zu 25 Minuten. Sechs Rotoren bringen viel Sicherheit und eine hohe Stabilität und Präzision auch bei Wind und Turbulenzen. Die intelligente Sonar-Kollisionsvermeidung sorgt für ein sicheres und stressfreies Fliegen. Die Position kann zuverlässig durch die Auswertung von GPS-, Glonass- und Galileo-Satelliten bestimmt werden. Flüge können auch am PC geplant werden und die Routen sind zu speichern, um beispielsweise immer wieder die gleiche Strecke zu überwachen. Der Team Mode ermöglicht die separate Steuerung von Copter und Kamera über zwei Fernsteuersysteme, so dass sich jeder auf seine Aufgabe konzentrieren kann. Das einziehbare Fahrwerk und eine 360-Grad endlos drehbare Kameraanbringung dienen der präzisen Ausrichtung und bieten einen dauerhaften Rundumblick. Die Drohne hat neben einer hochauflösenden Standardkamera, die 60 Bilder pro Sekunde liefert, auch eine Wärmebild- und Restlichtkamera. Das Bildmaterial wird direkt in den Einsatzleitwagen ELW 2 des Kreises Offenbach, der bei der Feuerwehr Neu-Isenburg stationiert ist, übertragen. Das Personal wurde umfangreich geschult, denn es gilt nicht nur besondere Wetterverhältnisse und Thermik zu berücksichtigen, sondern auch die Vorgaben des Luftverkehrs einzuhalten. Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Thomas Peters hat dies federführend ausgearbeitet.

Rund 6.000 Euro hat der Kreis Offenbach in die neue Technik investiert. „Das Geld ist gut angelegt“, so Landrat Oliver Quilling abschließend. „Wir können damit bei größeren, überörtlichen Einsätzen eine optimale Lagedarstellung erreichen, und so unsere freiwilligen Feuerwehrkräfte entlasten. Selbstverständlich kann die Drohne jederzeit überörtlich eingesetzt werden.“