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24.05.2022

Wie die Opfer des NSU zu Tätern gemacht wurden

Zu einem Vortrag mit dem Titel „Eine ‚Mauer des Schweigens‘? – Der rechte Terror des NSU und die Kriminalisierung seiner Opfer“ laden die Volkshochschule (VHS) und das Integrationsbüro des Kreises Offenbach sowie die DEXT-Fachstelle Kreis Offenbach Pro Prävention am Montag, 20. Juni 2022, um 19:00 Uhr ein. Referent im Haus des Lebenslangen Lernens in Dreieich-Sprendlingen ist der Mainzer Professor für Journalistik und NSU-Experte Tanjev Schultz.

Vor gut zehn Jahren kam ans Licht, was die Sicherheitsbehörden der Bundesrepublik Deutschland jahrelang als abwegig abgetan hatten: Neonazis mordeten systematisch aus dem „Untergrund“ heraus. Der NSU-Fall hat das Land erschüttert und er ist noch immer nicht restlos aufgeklärt. Deutlich wurde, wie Vorurteile und Rassismus auch die Ermittlungen beeinträchtigt haben. Der Vortrag zeigt, wie Opfer zu vermeintlichen Tätern gemacht wurden und welche Lehren daraus zu ziehen sind.

Der Vortrag findet in der Aula „Immanuel Kant“ im Haus des Lebenslangen Lernens (HLL), Haus 2 in der Frankfurter Straße 160-166 in Dreieich-Sprendlingen statt. Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung bei der VHS, Telefon 06103 3131-1313 oder unter www.vhs-kreis-offenbach.de, wird erbeten.