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Neue Workshop-Reihe "Glaube. Gemeinsam. Gestalten" 20.10.2017 

Für manche junge Menschen sind Glaube und Religion tragende Säulen, auf denen sie im Leben etwas aufbauen möchten. Ihr Glaube gibt ihnen Orientierung, stiftet Sinn und bringt ein gutes Gefühl in der Gemeinschaft. Doch Glaube und Religionen werden auch instrumentalisiert. Falsche Interpretationen, Vorurteile und Halbwissen können ein idealer Nährboden für Ausgrenzung, Diskriminierung oder gar Gewalt sein. Deshalb ist es wichtig, den interreligiösen Dialog und den Austausch über den Glauben zu fördern. Dieses Ziel verfolgt die neue Initiative „Glaube. Gemeinsam. Gestalten“, die das Integrationsbüros des Kreises Offenbach jetzt in Zusammenarbeit mit den Evangelischen Dekanaten Rodgau und Dreieich für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 25 Jahren startet.

Im Zeitraum vom 24. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2018 beschäftigen sich die Teilnehmenden an fünf Terminen mit Fragen zum Glauben, zur Religiosität und Gesellschaft. Dabei besuchen die jungen Leute verschiedene Orte des Glaubens in der Region.

Angesprochen sind engagierte Menschen, die sich als gläubig verstehen und evangelische, katholische, muslimische Gemeinden im Kreis oder die Jüdische Gemeinde in Offenbach besuchen. Während der fünf Treffen können die jungen Leute beispielsweise darüber sprechen, was ihnen Glaube und Gerechtigkeit bedeuten oder wie sie mit Stigmatisierung und Diskriminierung umgehen.

In den Arbeitsgruppen geht es darum, den eigenen Glauben zu reflektieren und zu erfahren, wie andere ihre Religiosität erleben. „Durch diesen interreligiösen Erfahrungsaustausch eröffnen sich neue Perspektiven. Die Gespräche in der Gruppe helfen außerdem, den eigenen Glauben und den der anderen besser zu verstehen“, sagt Janusz Biene, Leiter des Projektes PRO Prävention gegen (religiös begründeten) Extremismus, das Mitte 2016 im Kreis Offenbach initiiert wurde und in das die Workshop-Reihe „Glaube. Gemeinsam. Gestalten“ integriert ist.

Nach der Auftaktveranstaltung am 24. Oktober 2017 im Kreishaus in Dietzenbach werden die Teilnehmenden die Evangelische Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen sowie den Jugendtreff „Wolke 7“ der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin in Dietzenbach besuchen, bei der Türkisch Islamischen Gemeinde in Dreieich zu Gast sein und mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde in Offenbach sprechen. Dabei können die jungen Leute neue Erfahrungen sammeln, Religiosität näher kennenlernen und ihre Kompetenzen für die Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Diskriminierung und Extremismus stärken.

Anmeldungen werden per E-Mail unter propraevention@kreis-offenbach.de angenommen. Fragen beantworten Projektkoordinator Janusz Biene, Telefon 06074 8180-4109 und Pfarrerin Sandra Scholz, Telefon 06074 4846122 und Mobil 0175 7644852.