Amerikanische Faulbrut in Langen nachgewiesen
Veterinäramt bittet um Meldung der Standorte
In einem Bienenstand in Langen wurde der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (kurz: AFB) nachgewiesen. Bei einer amtlichen Probenziehung in sechs Völkern wurden vier Völker positiv getestet. Deswegen wird ein AFB-Sperrbezirk im Umkreis von einem Kilometer um den Ausbruchsherd eingerichtet. Dieser betrifft unter anderem die Stadt Langen und Teile der Gemeinde Egelsbach. In diesem Bereich muss das Veterinäramt in den kommenden Wochen bei allen Bienenvölkern eine amtliche Probenahme durchführen, um eine Verbreitung der Faulbrut zu verhindern.
Das Veterinäramt des Kreises Offenbach bittet alle, die Bienen halten, nicht nur in den betroffenen Bereichen, sondern im gesamten Kreisgebiet, um die gesetzlich geforderte Meldung, Verzugsmeldung oder Abmeldung aller Standorte mit möglichst genauen Angaben, wie Koordinaten, gegebenenfalls Straße, Hausnummer und Flurstück, ihrer Bienenvölker. Diese kann per E-Mail an veterinaeramt@kreis-offenbach.de erfolgen. Vorsorglich wird darauf hinweisen, dass eine nicht erfolgte Meldung eines Standortes gegebenenfalls mit einem Bußgeld geahndet werden kann.
Die Amerikanische Faulbrut kann sich sehr schnell flächenhaft ausbreiten und zu hohen Völkerverlusten bis hin zu Totalverlusten führen, wenn die Restriktionsmaßnahmen nicht eingehalten werden. Wenngleich das Infektionsrisiko im Sperrgebiet besonders hoch ist, so sind die Imker außerhalb der Restriktionszone dennoch nicht gänzlich risikofrei und deshalb gut beraten, wenn sie bei den Völkerdurchsichten stets gewissenhaft auf Faulbrut‐Symptome achten. Typische Anzeichen sind:
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- dunkel verfärbte, eingesunkene und teils löchrige Zelldeckel
- lückiges beziehungsweise mosaikartiges Brutbild
- fadenziehende kaffeebraune Masse in Inneren der Zellen, sogenannte Streichholzprobe
- teilweise fauliger Geruch der erkrankten Larven
- schwaches Bienenvolk
Bei entsprechenden Verdachtsbefunden muss immer unverzüglich das Veterinäramt informiert werden.
Die Erkrankung ist für den Menschen ungefährlich. Auch der Verzehr von Honig betroffener Bienenvölker ist unbedenklich.