Richtfest für die Erweiterung der Goetheschule in Neu-Isenburg
Arbeiten am Neubau liegen im Zeitplan
Die Erweiterung der Goetheschule in Neu-Isenburg kommt gut voran. Am Montag wurde Richtfest gefeiert. Dachdeckermeister Jonathan Ott von der Klemens Ott GmbH aus Miltenberg sprach in Anwesenheit des Kreisbeigeordneten Alexander Böhn, Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein, Schulleiter Ralph Hartung sowie weiteren Gästen den traditionellen Richtspruch. Im Anschluss nutzten sie die Chance, sich gemeinsam ein Bild vom aktuellen Baufortschritt zu machen.
„Die Goetheschule wächst seit Jahren und mit ihr der Bedarf an modernen Lernräumen“, sagte Kreisbeigeordneter Alexander Böhn. „Mit der Erweiterung schaffen wir nicht nur zusätzlichen Platz für die aktuell rund 1.300 Schülerinnen und Schüler, sondern auch eine zeitgemäße Lernumgebung, die den pädagogischen Ansprüchen eines großen Gymnasiums gerecht wird. Die neuen Räume ermöglichen flexible Lernsettings, wodurch sie zusätzlich Team- und Projektarbeit stärken.“
Das zweigeschossige Gebäude entsteht östlich des bereits bestehenden Erweiterungsbaus entlang der Offenbacher Straße. Er wird in konventioneller Massivbauweise errichtet und ist barrierefrei.
Das Raumprogramm umfasst insgesamt zwölf Unterrichtsräume, davon elf allgemeine Unterrichtsbereiche und einen Fachraum für Darstellendes Spiel samt Freilichtbühne mit direktem Außenbezug im Erdgeschoss. Fünf der Räume können mit vorgelagerten Funktionsflächen als offene Lernbereiche genutzt werden – ein wichtiger Baustein für individualisierte Lernformen in der Oberstufe. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Besprechungsräume. Hinzu kommt eine große Mensa mit rund 150 Sitzplätzen sowie einer eigenen Terrasse und einer Kapazität für bis zu 500 Essen am Tag. Moderne WC-Anlagen, Technikräume, Lagerflächen und ein Stuhllager komplettieren das Gebäude.
Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt der Kreis Offenbach auf bewährt hohe Standards: Das flach geneigte Dach wird extensiv begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, deren Strom unter anderem den Luft-Wärmepumpen zugutekommt. Sämtliche tragenden Wände werden in Sichtbeton mit Holzstruktur ausgeführt. Die Fassade erhält ein Wärmedämmverbundsystem mit Putzoberfläche.
Gleichzeitig werden die Außenanlagen weiterentwickelt und neu geordnet. Dazu zählen unter anderem optimierte Anlieferzonen, verbesserte Feuerwehrzufahrten sowie neue Sport- und Aufenthaltsbereiche, die bereits seit den Herbstferien fertiggestellt sind. Auch die Parkplatzsituation – insbesondere für den Hol- und Bringdienst der Busse der benachbarten Friedrich-Fröbel-Schule (FFS) – wird deutlich sicherer und übersichtlicher gestaltet. Die FFS erhält 25 zusätzliche Bus- sowie 14 Lehrerparkplätze. Außerdem wird der Pausenhof neugestaltet und erneuert, inklusive neuer Spiel-, Bewegungs- und Sitzflächen, um einen sicheren und attraktiven Schulbetrieb zu gewährleisten
Der Erweiterungsbau der Goetheschule soll Ende 2026 in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten für den Kreis Offenbach belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro.