Richtspruch an der Waldschule Obertshausen

Mit dem Richtspruch von Thomas Schneck von der Firma Schneck Holzbau GmbH aus Gersfeld am frühen Donnerstagmorgen wurde das Richtfest für die Erweiterung der Waldschule in Obertshausen-Hausen begangen. Landrat Oliver Quilling und Kreisbeigeordneter Alexander Böhn sowie Bürgermeister Manuel Friedrich und Hildegard Knorr, die Erste Stellvertreterin der ehrenamtlichen Stadträte der Stadt Obertshausen, nutzten das traditionelle Fest der Handwerker, um sich mit Schulleiterin Anja Bechtloff über den Fortschritt des gemeinsamen Projektes zu informieren.

„Die steigenden Schülerzahlen machen die Erweiterung notwendig“, sagte Landrat Oliver Quilling. „Rund 460 Kinder besuchen die Grundschule im Stadtteil Hausen.“ „Der Erweiterungsbau sorgt für den notwendigen Platz und dafür, dass die Schülerinnen und Schüler langfristig optimale Lernbedingungen vorfinden“, führte Kreisbeigeordneter Alexander Böhn aus. „Parallel schaffen wir außerdem gemeinsam mit der Stadt Obertshausen die räumlichen Voraussetzungen, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zuverlässig umsetzen zu können.“

Obertshausens Bürgermeister Manuel Friedrich zeigte sich ebenfalls erfreut: „Mit dem Neubau an der Waldschule investieren wir nicht nur in moderne Räume, sondern auch in Bildungsgerechtigkeit und Zukunftschancen für unsere Kinder. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kreis Offenbach zeigt, wie gemeinsames Handeln starke Perspektiven für unsere Stadt schafft.“ Hildegard Knorr betonte abschließend nochmals die Bedeutung für die Schulgemeinde: „Die Waldschule wird mit diesem Erweiterungsbau zu einem zukunftsfähigen Lern- und Lebensort für Kinder, Lehrkräfte und Betreuungsteams. Besonders wichtig war uns, dass dabei auch an Inklusion, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gedacht wurde.“

Der barrierefreie Neubau steht inzwischen deutlich sichtbar im hinteren Bereich des Grundstücks an der Brückenstraße. Das Raumprogramm ist auf die steigenden Anforderungen abgestimmt: Neben drei Klassenräumen mit zugehörigen Gruppenräumen finden ein Werkraum inklusive Materiallager, eine Bücherei, zwei Büros sowie ein Personalraum Platz. Sämtliche Klassen werden mit digitalen Tafeln ausgestattet, das Gebäude bekommt flächendeckendes WLAN. Der Betreuungsbereich umfasst sechs weitere Räume. Die freizeitpädagogischen Flächen umfassen insgesamt rund 510 Quadratmeter. Herzstück des Neubaus ist die neue Mensa mit angeschlossener Ausgabeküche. Im zweiten Obergeschoss entsteht darüber hinaus eine Einfeldsporthalle samt Nebenräumen, die künftig auch für Vereinssport genutzt werden kann.

Das Gebäude wird in Massivbauweise mit hohem Holzanteil im Tragwerk errichtet. Eine hochgedämmte Gebäudehülle, Luftwärmepumpe, Photovoltaikanlage und moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung tragen zu einem energieeffizienten und zukunftsfähigen Schulcampus bei.

Die Gesamtinvestition beträgt rund 15,6 Millionen Euro. 2,8 Millionen Euro davon werden über Fördermittel aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau von Bund und Land finanziert. Von der verbleibenden Summe entfallen knapp 9,3 Millionen Euro auf den Kreis Offenbach. Die Stadt Obertshausen übernimmt gemäß der Ein-Drittel-zwei-Drittel-Regelung zwei Drittel der Kosten für die Betreuungsräume, insgesamt rund 3,5 Millionen Euro.

Im dritten Quartal 2026 soll das neue Gebäude in Betrieb genommen werden. In der Zwischenzeit sorgt eine Containeranlage für die Deckung des aktuellen Raumbedarfs. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgen noch der Abriss des bisherigen Betreuungsgebäudes und die Neugestaltung der Freianlagen. Die Fertigstellung aller Maßnahmen ist bis Anfang 2027 vorgesehen.