Wettbewerb Schulradeln Hessen 2025: Kreis Offenbach dominiert mit vier ausgezeichneten Schulen
Am 28. November wurden die Gewinnerschulen des landesweiten Wettbewerbs Schulradeln Hessen im Landeshaus in Wiesbaden ausgezeichnet. Verkehrsminister Kaweh Mansoori überreichte den siegreichen Kindern und Jugendlichen persönlich Pokale und Urkunden und würdigte ihren herausragenden Einsatz. Unter den Siegern befanden sich gleich vier Schulen aus dem Kreis Offenbach, die sich in verschiedenen Kategorien begehrte Plätze auf dem Siegertreppchen sichern konnten. Gemeinsam mit ihren Schulen nahmen der Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach, Carsten Müller, der Bürgermeister der Stadt Rodgau, Max Breitenbach, der Erste Stadtrat der Stadt Dreieich, Holger Dechert, sowie der Erste Stadtrat der Stadt Langen, Stefan Löbig, an der Veranstaltung teil und gratulierten den engagierten Schülerinnen und Schülern vor Ort zu ihren starken Leistungen.
Der beliebte Wettbewerb Schulradeln motiviert Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern jedes Jahr aufs Neue, innerhalb von drei Wochen möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad gemeinsam zurückzulegen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Kinder und Jugendliche dafür zu begeistern, das Fahrrad als nachhaltiges, gesundes und selbstbestimmtes Fortbewegungsmittel zu entdecken und damit ihre eigene Mobilität und Selbstständigkeit zu stärken. Damit das Schulradeln ein fairer und ausgewogener Wettbewerb bleibt – unabhängig vom Alter der Kinder und Jugendlichen oder der Größe der Schule –, treten die Schülerinnen und Schüler in einem freundschaftlichen Wettstreit in verschiedenen Kategorien an. Dazu zählen die meisten gefahrenen Kilometer, das größte Team, die radelaktivsten Teilnehmenden sowie kreative Beiträge rund um das Thema Fahrrad. Am Ende des Wettbewerbs werden die erfolgreichsten Schulen in einer feierlichen Prämierungsfeier in Wiesbaden persönlich vom hessischen Verkehrsminister ausgezeichnet. In diesem Jahr nahmen mehr als 29.000 Schülerinnen und Schüler an 421 hessischen Schulen teil und haben mit rund 3,2 Millionen geradelten Kilometern einen neuen Rekord aufgestellt.
Besonders hervorgetan haben sich in diesem Jahr gleich vier Schulen aus dem Kreis Offenbach. Die Carl-Orff-Schule aus Rodgau konnte ihre Position in der Kategorie „radelaktivste Grundschule“ halten und belegt mit 30.691 Kilometern erneut den zweiten Rang. Gleichzeitig beeindruckte die Schule mit 117 Prozent Teilnehmenden im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl und sicherte sich damit den dritten Platz in der Kategorie „größtes Team“. Ihr war es gelungen, neben den engagierten Schülerinnen und Schülern auch viele Eltern und Lehrkräfte zum Mitradeln zu motivieren. Die Max-Eyth-Schule aus Dreieich überzeugte mit einem dritten Platz in der Kategorie „Kilometer pro Teilnehmende“. Durchschnittlich erradelten alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler beeindruckende 321,8 Kilometer pro Person in lediglich drei Wochen. Die Konrad-Adenauer-Schule Seligenstadt belegte in der Kreativ-Kategorie „Beste Fahrradaktion“ den zweiten Platz. Dort wurde eine Fahrrad-AG gegründet, die insbesondere Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund den Zugang zum Radfahren erleichtern soll. Im Mittelpunkt steht das Erlernen des sicheren Fahrradfahrens; doch auch geübtere Kinder kommen durch einen abwechslungsreichen Hindernisparcours auf ihre Kosten. So wird Bildungs- und Chancengleichheit auf besonders eindrucksvolle Weise gefördert. Der dritte Platz ging an die Albert-Einstein-Schule in Langen. Erstmals beteiligten sich dort Intensiv- und Alpha-Klassen, in denen Kinder unterrichtet werden, die erst seit Kurzem in Deutschland leben. Sie lernten das Fahrradfahren, setzten in der schuleigenen Fahrradwerkstatt ausgemusterte Räder wieder instand und trainierten Sicherheit sowie Teamgeist. Begleitende Projekte wie ein musikalischer Fahrrad-Rap zeigten eindrucksvoll, wie Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft zusammenwirken.
„Ich bin sehr stolz auf unsere siegreichen Schülerinnen und Schüler“, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Offenbach, Carsten Müller, auf der feierlichen Prämierung. „Nachhaltige und selbstständige Mobilität ist ein wichtiges Thema für unseren gesamten Kreis. Umso mehr freue ich mich, dass unsere Kinder und Jugendlichen mit so viel Begeisterung dabei sind und zeigen, wie lebendig dieses Thema bei uns vor Ort gelebt wird.“
Auch der Bürgermeister der Stadt Rodgau, Max Breitenbach, der Erste Stadtrat der Stadt Dreieich, Holger Dechert, sowie der Erste Stadtrat der Stadt Langen, Stefan Löbig, waren eigens nach Wiesbaden angereist, um die engagierten Schulen bei der Preisverleihung zu unterstützen. „Das Schulradeln ist eine besonders wichtige Initiative, um Kindern und Jugendlichen Freude an der Bewegung zu vermitteln, ihre Autonomie zu stärken und sie für ein sicheres und verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren“, erklärte Breitenbach. „Denn wer schon als Kind lernt, sich verantwortungsbewusst im Straßenverkehr zu bewegen, wird dies auch als Erwachsener tun.“
„Für viele Kinder und Jugendliche ist der tägliche Weg zur Schule ein wichtiger Anstoß für mehr Bewegung und damit ein entscheidender Beitrag zu ihrer Gesundheit. Dass unsere Schulen dieses aktive Mobilitätsverhalten so engagiert unterstützen, ist ein großer Gewinn für unsere Städte. Mein besonderer Dank gilt – neben den motivierten Schülerinnen und Schülern – vor allem auch den Lehrkräften sowie den vielen engagierten Eltern, ohne deren Einsatz und Begleitung diese beeindruckenden Erfolge nicht möglich wären“, ergänzt der Erste Stadtrat der Stadt Dreieich, Holger Dechert.
„Der Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, dass es beim Schulradeln um weit mehr geht als ums Kilometersammeln. Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass gleich zwei Schulen aus dem Kreis Offenbach in der Kategorie ‚Beste Fahrradaktion‘ auf dem Treppchen stehen. Dass dabei auch Themen wie Chancengleichheit und Teilhabe aufgegriffen werden, beweist, wie vielfältig dieser Wettbewerb ist und welch großartige Ideen unsere Schülerinnen und Schüler einbringen“, betont der Erste Stadtrat der Stadt Langen, Stefan Löbig.
Das Schulradeln wurde 2015 als gemeinsame Initiative der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm), des Klima-Bündnis Services und der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität (AGNH) ins Leben gerufen. Inzwischen wird es in sieben weiteren Bundesländern durchgeführt. „Die vielen Jahre des Engagements und der engen Zusammenarbeit haben aus dem Schulradeln eine echte Erfolgsgeschichte made in Hessen gemacht“, erläutert Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm. „Vor allem den vielen aktiven Schulen mit ihren Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern ist es zu verdanken, dass der Wettbewerb jedes Jahr aufs Neue so lebendig und erfolgreich ist. Die Ergebnisse zeigen eindrücklich, dass das Radfahren zur Schule und in der Freizeit gelebter Alltag ist und wie wichtig es ist, auch gemeinsam geeignete Rahmenbedingungen für sichere Wege mit dem Rad zu schaffen.“