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Gemeinsame Anlaufstelle für Integration in Arbeit und Ausbildung

Wie kann eine syrische Krankenschwester einen Job finden? Darf ein afghanischer Jugendlicher eine Ausbildung machen? Wie lässt sich feststellen, ob ein erfahrener Bäcker auch in Deutschland Brötchen backen kann? Was tun, wenn jemand Autos reparieren aber kein Deutsch kann?

All diese und noch mehr Fragen können künftig im gemeinsamen Arbeitsmarktbüro des Kreises und der Agentur für Arbeit Offenbach geklärt werden - unabhängig vom Rechtskreis, formalen Zuständigkeiten und bürokratischen Hürden. Mit dem neu eingerichteten Büro stehen ab sofort drei erfahrene Arbeitsvermittler/innen Flüchtlingen, ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern und Institutionen zu allen Fragen rund um Arbeitsaufnahme, Ausbildung und Praktika zur Verfügung.

Auch wenn es darum geht festzustellen, wie berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten oder ausländische Abschlüsse in Deutschland anerkennungsfähig gemacht werden können, ist das Büro hilfreich. Schließlich unterstützt das Büro auch bei der Frage, wie vorhandenes Knowhow mit Qualifizierungen oder Sprachkursen auf deutsches Niveau gebracht werden kann. Dabei sollen idealerweise schon die ersten drei Monate, in denen Flüchtlinge noch nicht arbeiten dürfen, genutzt werden, um sie arbeitsmarktfähig zu machen - wenn sie eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit haben.

Wo immer möglich, werden Neuankömmlinge in die neu aufgelegten Programme der Arbeitsagentur, beispielsweise „Perspektiven für Flüchtlinge (PerF)“, integriert. Dafür wurden eigens neue, vereinfachte Formulare entworfen, die in mehreren Sprachen zur Verfügung stehen und es ermöglichen, die beruflichen Einstiegsvoraussetzungen unproblematisch und schnell festzustellen. Gegebenenfalls werden Arbeit- und Ausbildungssuchende an die zuständigen Kammern oder zur Anerkennungsberatung weitergeleitet.

Ziel ist es, mit Hilfe des Arbeitsmarktbüros den Integrationsprozess von Flüchtlingen in den Arbeit- und Ausbildungsmarkt zu beschleunigen. Niemand soll sich bei der Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz im Behördendickicht verlieren. 

Sprechzeiten:

Dienstag: 9:00 bis 11:00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung