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22.09.2020

Mehr Personal und mehr Platz fürs Gesundheitsamt

Auf dem Gelände des Gefahrenabwehr- und Gesundheitszentrums des Kreises Offenbach in der Gottlieb-Daimler-Straße 10 in Dietzenbach entsteht aktuell ein neues Gebäude. Die ersten Module wurden am Dienstag angeliefert. „Die Büroräume brauchen wir ganz dringend“, sagt Landrat Oliver Quilling bei der Vorstellung der Maßnahme vor Ort. „Die Corona-Pandemie hat das Gesundheitsamt vor große Herausforderungen gestellt. Aufgrund neuer Aufgaben und des steigenden Arbeitspensums werden wir inzwischen von 26 neuen Fachkräften unterstützt. Weitere Personen folgen Anfang Oktober und auch noch später. Für diese zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen wir mehr Platz.“ Der Kreisausschuss hat deshalb Anfang August beschlossen, dass in Modulbauweise neue Büros entstehen sollen.

Die Anlage besteht aus je zehn Einheiten im Erd- und im Obergeschoss. Die Größe der Bürofläche beträgt insgesamt rund 200 Quadratmeter. Der Kreis mietet die Büros für zwei Jahre. Nach der Markterkundung und Ausschreibung steht fest, dass das Projekt netto insgesamt rund 135.000 Euro kosten wird. Das vorgesehene Areal für die neuen Büros diente bisher als Parkplatz. Die Fahrzeuge sollen künftig auf einem nahegelegenen Grundstück, das der Kreis pachtet, abgestellt werden.

Um die Herausforderungen der Corona-Pandemie zu meistern und den Menschen Schutz und Sicherheit zu geben, muss die Personalstärke des Gefahrenabwehr- und Gesundheitszentrums des Kreises Offenbach weiter erhöht werden. Laut Vorgabe des Bundes und mit Blick auf das Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen sind in den Gesundheitsämtern pro 20.000 Einwohner fünf Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter für die Bewältigung der umfangreichen Aufgaben der Corona-Pandemie vorgegeben. Für den Kreis Offenbach bedeutet das eine Personalaufstockung von 40 Beschäftigen, die zunächst befristet eingestellt werden sollen. Außerdem rekrutiert der Kreis im Bedarfsfall weiteres Personal aus seiner eigenen Verwaltung, die ihren Sitz in der Nähe des Gesundheitsamtes in Dietzenbach hat, so können bei weiterem Anstieg des Infektionsgeschehens die Vorgaben erreicht werden.

Das vielfältige Pensum des Gefahrenabwehr- und Gesundheitszentrums resultiert aus den Gesetzen zum Schutze der Bevölkerung bei einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“. Dabei müssen die Beschäftigten stets schnell auf die sich oftmals täglich ändernden Vorgaben des Landes Hessen oder des Robert Koch-Institutes reagieren. Zu den Aufgaben gehören neben den Telefonaten mit Menschen in Quarantäne, zeitintensive Beratungen, das Erfassen von Infizierten und Reiserückkehrern, die Verteilung von Schutzkleidung, Hygienekonzepte, die Vornahme medizinisch indizierter Abstriche sowie die Kooperation mit Rettungsdiensten, Kliniken und der Kassenärztlichen Vereinigung. „Täglich werden derzeit in unserem Gesundheitsamt rund 700 Aufgaben im Rahmen der Sonderaufgabe COVID abgearbeitet“, macht Landrat Oliver Quilling deutlich.