Sprungziele
Seiteninhalt

Rund ums Ei

Osterzeit ist Eierzeit

An Ostern haben Eier Hochsaison, aber auch rund ums Jahr sind Eier ein sehr beliebtes und gesundes Nahrungsmittel. Sie stecken voller Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien, die der Körper täglich benötigt.

Ein großes Ei enthält circa 7,5 Gramm gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, circa 9 Gramm Proteine sowie fast alle Vitamine außer Vitamin C sowie die Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Kalzium, Eisen, Zink, Magnesium, Mangan, Kupfer, Phosphor, Selen, Schwefel und Jod. Außerdem enthalten sie zahlreiche wichtige Aminosäuren.

Eier werden nach Gewichtsklassen sortiert. Sortierung von Eiern der Klasse A nach Gewicht:

Größe Gewicht
XL 73 Gramm und mehr
L 63 bis unter 73 Gramm
M 53 bis unter 63 Gramm
S unter 53 Gramm

Je nach Haltungsform kommen die Eier aus Freilandhaltung mit Futter aus ökologischem Anbau (Kennzeichnung 0), Freilandhaltung (Kennzeichnung 1), Bodenhaltung (Kennzeichnung 2) oder Kleingruppenhaltung (Kennzeichnung 3).

Eier richtig lagern und verwenden

Legefrische Eier sind am besten für die Zubereitung von rohen Speisen und Getränken geeignet. Diese Gerichte sollten noch am selben Tag verzehrt werden. Ihr volles Aroma entfalten Eier aber erst drei Tage nach dem Legen. Sind die Eier zu jung, lassen sie sich nach dem Kochen nur schlecht aus der Schale pellen.

Lagern kann man rohe unbeschädigte Eier am besten mit der spitzen Seite nach unten im Kühlschrank. So halten sie am längsten und können auch noch über einen Monat nach dem Legen verwendet werden. Bei Zimmertemperatur können Eier durchaus zwei Wochen aufbewahrt werden.

Keinesfalls darf man sie aber vor dem Lagern abwaschen. Das schädigt die Schutzschicht und verkürzt die Haltbarkeit. Hart gekochte Eier halten im Kühlschrank bis zu vier Wochen.

Der Traum vom eigenen Frühstücksei

Wie bekomme ich eigene Frühstückseier von eigenen Hühnern? Immer mehr Menschen entdecken ihr Interesse eigene Hühner zu halten, zum Beispiel um ihre Kinder mit Tieren vertraut zu machen und nebenbei eigene Eier zu erhalten.

Vor der Anschaffung von Hühnern ist einiges zu bedenken und abzuklären:

    1. Wo sollen die Hühner gehalten werden?
      Hühner können durchaus im eigenen Garten gehalten werden, wenn der Bebauungsplan der Gemeinde dies erlaubt. Allerdings sollte man zum Beispiel daran denken, dass das Gegacker die Nachbarn stören könnte. Das sollte vorher abgeklärt werden. Hühner brauchen einen Auslauf und einen geeigneten Stall, in den sie sich zurückziehen können und nachts vor Feinden, wie Füchsen oder Mardern geschützt sind. Das Hühnerareal sollte von einem geeigneten Zaum umgeben sein. Dieser muss ausbruchssicher, idealerweise für Fuchs und Marder einbruchssicher sein.
    2. Wie sieht es mit der Betreuung der Tiere aus?
      Hühner müssen täglich auf ihre Gesundheit überprüft und versorgt werden. Futter und Wasser sollte immer vorhanden sein. Außerdem muss das Areal sauber gehalten werden. Um diese Tiere gesund zu erhalten, müssen sie regelmäßig mindestens gegen die Newcastle Desease geimpft werden.
    3. Wo muss ich die Hühnerhaltung melden?
      Da Hühner landwirtschaftliches Geflügel sind, auch wenn sie privat gehalten werden, muss eine Hühnerhaltung bei folgenden Einrichtungen angemeldet werden:
      - HVL (Hessischer Verband für Leistung und Qualitätsprüfung in der Tierzucht e. V.) in Alsfeld
      - Hessische Tierseuchenkasse in Wiesbaden
      - zuständiges Veterinäramt

Tipp

Für Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen selbst Hühner zu halten und noch nicht wissen, ob das für sie das richtige ist, gibt es zum Beispiel die Möglichkeit bei einem erfahrenen Geflügelhalter einige Zeit mitzuhelfen oder sich von diesem Hühner einige Zeit „auszuleihen“. Eine andere Möglichkeit besteht darin Hühner eine Zeit lang zu „mieten“.