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Corona-Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz

Ansprüche bei Verdienstausfällen aufgrund von Quarantäne,Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen

Durch die Corona-Pandemie gab und gibt es vielfältige Einschränkungen, die sich direkt und indirekt auf das Privat- und Berufsleben der Menschen ausgewirkt haben und finanzielle Konsequenzen nach sich zogen. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) stellt unter anderem sicher, dass Bürgerinnen und Bürger finanzielle Entschädigungen für Verdienstausfälle durch Schutzmaßnahmen erhalten. Einen Anspruch haben in diesem Fall:

    • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die auf behördliche Anordnung unter Quarantäne stehen oder von einem Tätigkeitsverbot betroffen sind,
    • Selbstständige, die auf behördliche Anordnung unter Quarantäne stehen oder von einem Tätigkeitsverbot betroffen sind,
    • berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind, und deren Schulen oder Kindertagesstätten geschlossen wurden,
    • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die ihren Angestellten (für bis zu sechs Wochen) die Entschädigungen auszahlen.

Das Regierungspräsidium Darmstadt kümmert sich seit Mai zentral um die Bearbeitung der Anträge und hat dafür die Zuständigkeit übernommen, die damit nicht länger bei den Gesundheitsämtern liegt. Seit Juni ist dafür das länderübergreifende Infoportal ifsg-online.de erreichbar, über das die Anträge online ausgefüllt und eingereicht werden können. Die Seite bietet darüber hinaus weiterführende Informationen sowie Übersichten über alle jeweils benötigten Nachweise und Dokumente. 

Wichtiger Hinweis für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten in den ersten sechs Wochen der Quarantäne beziehungsweise des Tätigkeitsverbots die Entschädigung als Lohnfortzahlung direkt von ihrem Arbeitgeber, der sich das Geld auf Antrag erstatten lassen kann. Sollten die Einschränkungen über diese Zeit hinaus reichen, müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab der siebten Woche selbst einen Antrag stellen.