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Corona-FAQ für Landwirte

Antworten auf die häufigsten Fragen von Landwirten zu Corona

Bekomme ich als Landwirt Unterstützung, wenn ich selbst an COVID-19 erkranke?

Wenn Sie als Leiter des Betriebs an COVID-19 erkranken, stellt Ihnen die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) unter bestimmten Voraussetzungen einen Betriebshelfer oder übernimmt gegebenenfalls dessen Kosten, wenn Sie sich bereits selbst um diesen gekümmert haben.

Darf ich trotz häuslicher Quarantäne landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften

Ja, da sie als Betriebsgelände zählen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es zu keinerlei Kontakt mit anderen Personen kommt, die notwendigen Hygieneregeln beachtet und Anordnungen des Gesundheitsamts befolgt werden.

Darf ich trotz häuslicher Quarantäne Tiere versorgen?

Ja. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es zu keinerlei Kontakt mit anderen Personen kommt, die notwendigen Hygieneregeln beachtet und Anordnungen des Gesundheitsamts befolgt werden.

Können sich Haus- und Nutztiere mit SARS-CoV-2 infizieren?

Ja. Es gibt vereinzelte Meldungen über SARS-CoV-2-Infektionen bei Tieren. Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts haben ergeben, dass Katzen und Frettchen anfälliger sind als zum Beispiel Hunde. Es besteht jedoch keine Testpflicht für Tiere. Zeigt ein Tier allerdings Symptome und wird getestet, sind positive Ergebnisse meldepflichtig.

Nähere Informationen dazu sind der Pressemitteilung der Bundesregierung vom 3. Juli 2020 zu entnehmen.

Dürfen Wochenmärkte beschickt werden?

Ja.

Sind Direktverkäufe, beispielsweise in Hofläden, erlaubt?

Ja, der Direktverkauf vom Lebensmittelerzeuger ist erlaubt. Der Sofortverzehr von Speisen und Getränken vor Ort unterliegt den Vorgaben für die Gastronomie.

Darf ich meine Verkaufsautomaten bestücken?

Ja. Laut Einschätzung des Robert-Koch-Instituts ist eine Übertragung des SARS-CoV-2-Virus über Lebensmittel unwahrscheinlich.

Dürfen Erzeugnisse, wie Milch, abgeholt werden? Auch im Quarantäne-Fall?

Ja. Laut Einschätzung des Robert-Koch-Instituts ist eine Übertragung des SARS-CoV-2-Virus über Lebensmittel unwahrscheinlich. Eine Abholung von Erzeugnissen darf weiter - unter Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen - weiter erfolgen.

Liegt ein Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion im landwirtschaftlichen Betrieb vor oder wurde diese bestätigt, können die Erzeugnisse dennoch weiter abgeholt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es zu keinerlei Kontakt zwischen den Fahrern beziehungsweise Abholern und den Betroffenen sowie deren Kontaktpersonen kommt. Darüber hinaus ist eine Einhaltung der zusätzlichen Hygienemaßnahmen Pflicht. Allgemein ist angeraten, die entsprechenden Geschäftspartner bereits im Vorfeld der Abholung über den Verdachts- beziehungsweise Krankheitsfall zu informieren.

Kommt Kurzarbeit für landwirtschaftliche Betriebe in Frage?

Ja, soweit mindestens zehn Prozent der Beschäftigten - Leiharbeiter eingeschlossen - vom Arbeitsausfall betroffen sind.

Weiterführende Informationen sind bei folgenden Stellen erhältlich:

Die Bundesangentur für Arbeit hat zum Thema Kurzarbeitergeld (KUG) auch eine praktische Schnellübersicht zusammengestellt:

Arbeiten Scherer, Schmiede, Klauenpfleger und dürfen sie sich um meine Tiere kümmern?

Ja. Dienstleister dürfen ihren Tätigkeiten nachgehen. Während der Behandlung sind die allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten.

Arbeiten Tierärzte und Tierkliniken und darf ich sie bei Bedarf verständigen?

Ja. Dienstleister dürfen ihren Tätigkeiten nachgehen. Während der Behandlung sind die allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten.

Dürfen Pferde und Ponys auf Reitplätzen und in Reithallen bewegt werden?

Ja. Reitsport ist weiterhin entsprechend der Vorgaben für Freizeitsport allein, mit den Angehörigen aus zwei Hausständen oder in einer Gruppe mit bis zu zehn Personen, dann unabhängig einer Anzahl an Haushalten, zulässig. Kinder bis einschließlich 14 Jahren zählen dabei nicht mit, Genesene und vollständig Geimpfte ebenfalls nicht.

Das Bewegen von Pferden ist auch vor dem Hintergrund des Tierwohls auf der Sportanlage möglich, Reitkurse sind unter Einhaltung der Gruppengröße ebenfalls gestattet.

Das Reiten im Freien ist in mehreren Gruppen von bis zu zehn Personen oder mit den Angehörigen zweier Hausständen gestattet, sofern zwischen den Gruppen während der Sportausübung ein Abstand von mindestens drei Metern eingehalten wird.

Weitere Informationen sind auch auf der Seite der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zu finden.

Sind die Amtstierärzte im Dienst?

Ja. Das Veterinäramt des Kreises Offenbach arbeitet weiterhin. Die Außendiensttätigkeiten sind allerdings auf das notwendigste Maß reduziert. Telefonisch und per E-Mail sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichbar:

Hinweis: Die Seiten werden fortlaufend aktualisiert. Aufgrund der großen Situationsdynamik kann es jedoch passieren, dass die beschriebenen Informationen, Maßnahmen, Empfehlungen und Verordnungen jederzeit und kurzfristig geändert, verstärkt, verlängert oder gänzlich erneuert werden und die hier hinterlegten Angaben überholen.