Sprungziele
Seiteninhalt

Corona-FAQ für Urlauber und Reisende

Wo kann ich aktuelle Reisewarnungen und Hinweise zu meinem Urlaubsland einsehen?

Das Auswärtige Amt bietet auf seiner Homepage eine entsprechende Übersicht mit Reise- und Sicherheitshinweisen an, die stetig aktualisiert wird.

Momentan besteht eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland, da laut Auswärtigem Amt weiterhin mit starken drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen sei. Die Reisewarnung wurde bis zum 14. Juni 2020 verlängert.

Ab dem 15. Juni 2020 wird die Reisewarnung auf Beschluss des Bundeskabinetts für 29 europäische Länder (Stand 3. Juni 2020) aufgehoben und durch Reisehinweise ersetzt. Neben 25 EU-Staaten (außer Spanien) gehören dazu auch Großbritannien, Island, die Schweiz und Lichtenstein. 

Kann ich ab dem 15. Juni 2020 wieder Urlaub im Ausland machen?

Ja und nein. Die Aufhebung der Reisewarnung für 24 EU-Länder (außer Spanien) sowie für Großbritannien, Lichtenstein, die Schweiz und Island (Stand 3. Juni 2020) ab dem 15. Juni 2020 ermöglicht zwar theoretisch wieder touristische Reisen dorthin. Praktisch hängen die Möglichkeiten aber dann von den Regelungen in den jeweiligen Ländern (Einreiseverbote, Quarantäneregelungen, Ausgangssperren etc.) ab. Die Reisewarnungen werden zudem durch Reisehinweise ersetzt, die auch ein Abraten von Reisen ins jeweilige Land umfassen könnten. 

Die Reisewarnungen für andere Staaten als die oben genannten bleiben vorerst weiter bestehen. 

Welche Risikogebiete gibt es?

Das Robert-Koch-Institut hatte zu Beginn der Corona-Krise eine Liste über die von ihm ausgewiesenen Risikogebiete geführt. Da COVID-19 sich aber mittlerweile weltweit verbreitet hat und ein Übertragungsrisiko in einer "unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit" besteht, war das Führen eine Ausweisung spezieller Risikogebiete aus epidemiologischer Sicht nicht mehr sinnvoll und wurde vom RKI eingestellt.

Ich war in einem Risikogebiet, bekomme ich jetzt COVID-19?

Der Aufenthalt in einem Risikogebiet bedeutet nicht, dass Sie sich dort zwangsläufig mit SARS-CoV-2 infiziert haben müssen. Eine Infektion ist aber auch nicht auszuschließen.

Das Robert-Koch-Institut hatte zu Beginn der Corona-Krise eine Liste über die von ihm ausgewiesenen Risikogebiete geführt. Da COVID-19 sich aber mittlerweile weltweit verbreitet hat und ein Übertragungsrisiko in einer "unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit" besteht, war das Führen eine Ausweisung spezieller Risikogebiete aus epidemiologischer Sicht nicht mehr sinnvoll und wurde vom RKI mittlerweile eingestellt.

Ich komme aus dem Ausland zurück. Was muss ich beachten?

Wer aus Drittstaaten nach Hessen einreist oder zurückkehrt, muss sich anschließend unverzüglich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben und beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Ausnahmen sind nur möglich, wenn die Person nachweisen kann, dass sie nicht mit SARS-CoV-2 infiziert ist, oder sie aus einem Land kommt, für das das Robert-Koch-Institut ausdrücklich die Entbehrlichkeit von Schutzmaßnahmen erklärt hat.

Wer aus einem EU- oder Schengenstaat, aus Großbritannien oder Nordirland nach Hessen einreist, muss sich dagegen nicht mehr in Quarantäne begeben. Das gilt allerdings nur so lang, wie die Ein- beziehungsweise Rückreise nicht aus einer Region erfolgt, in der es in den sieben Tagen zuvor mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Sollte dieser Fall eintreten, greift auch wieder die Quarantäne-Bestimmung.

Drohen Bußgelder, wenn ich gegen die Schutzverordnungen verstoße?

Das Land Hessen hat eine Reihe an Verordnungen zum Schutz vor dem Corona-Virus erlassen, an die sich jeder halten muss. Verstöße gegen die Schutzmaßnahmen können Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten darstellen, die Bußgelder nach sich ziehen.

Seit dem 27. April 2020 gilt zudem auf Beschluss des Landes eine Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr, in Post- und Bankfilialen sowie in Geschäften. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können.

Das Nichttragen einer Maske stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Wer keine Maske auf hat und auch nach mehrmaliger Aufforderung durch Polizei oder Ordnungsamt keine aufsetzt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro.

Welche Regeln gibt es bei einer Umbuchung?

Die Reiseanbieter haben verschiedene Regelungen getroffen. Eine Auswahl finden Sie nachfolgend. Sollte Ihr Anbieter nicht aufgeführt sein, finden Sie entsprechende Informationen normalerweise auf dessen Homepage.

Ich habe meine Reise mit Kreditkarte gezahlt. Kann ich mir über die Bank das Geld zurückholen?

Tatsächlich ist es möglich, sich bei nicht erhaltener Leistung die Zahlung von der Bank relativ anstandslos zurückbuchen zu lassen. Doch es gelten je nach Karte unterschiedliche Bedingungen und Definitionen. Es ist daher ratsam, das Gespräch mit der Bank zu suchen, um zu prüfen, was im Einzelfall möglich ist.

Bin ich verpflichtet einen Gutschein anzunehmen?

Bei Verträgen mit ausländischen Anbietern gilt es, die Rechtslage dort zu prüfen. Einige Länder verpflichten zum Gutschein.

In Deutschland sah das geltende Reiserecht diese Lösung bis jetzt nicht vor, allerdings ist auch diese Option nun möglich. Die von der Bundesregierung erlaubte Gutschein-Regelung wird aber aktuell noch auf EU-Ebene geprüft. Wer finanziell auf das Geld angewiesen ist, kann versuchen, weiter auf eine Auszahlung bestehen und sich im Zweifelsfall an eine Beratungsstelle wenden. Rechtlich besteht weiterhin ein Anspruch auf die Rückzahlung des Reisepreises.

Bin ich verpflichtet, eine Reise abzubezahlen, auch wenn diese voraussichtlich nicht stattfindet?

Grundsätzlich sind Kunden verpflichtet, sich vertragskonform zu verhalten, solange es noch keinen eindeutigen Stonierungsgrund gibt.

Aktuell gibt es eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, die vorerst bis zum 14. Juni 2020 gilt. Liegt der Urlaubsbeginn vor diesem Datum, können Urlauber gegebenenfalls die Restzahlung verweigern.

Habe ich bei Pauschalreisen ein Recht auf Erstattung?

Bei Pauschalbuchungen haben Reisende grundsätzlich immer das Recht, von der Reise zurückzutreten - gegen Gebühr. In Ausnahmefällen und unter unvermeidlichen Umständen wie der derzeitigen Corona-Krise kann diese Gebühr gegebenenfalls entfallen.

Dabei kommt es auf die Umstände der Reise an: Gibt es offizielle Einreiseverbote für das Zielland oder massive Einschränkungen des dortigen öffentlichen Lebens? In diesen Fällen steigen die Chancen auf eine volle Rückerstattung. Wenn der Veranstalter selbst die Buchung annuliert, erhalten Reisende ihr Geld zurück.

Aktuell gilt eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bis zum 14. Juni 2020

. Diese kann gegebenenfalls als Indiz für ein unvermeidbares, außergewöhnliches Ereignis gewertet werden und zum Rücktritt vom Reisevertrag ohne Stornokosten berechtigen. Bereits getätigte Anzahlungen für Reisen sind in diesem Fall vom Veranstalter bis spätestens zwei Wochen nach Reiseabsage zurückzuzahlen.

Ich habe nur einen Flug oder ein Hotel gebucht. Was nun?

Bei Einzelleistungen tragen Reisende ein größeres Risiko. Denn hier ist niemand verantwortlich für die "Erholungsqualität" der Reise. Zudem gelten dabei häufig die Vertragsbedingungen des Reiselandes. In vielen Ländern gibt es bereits Vorschriften, dass sämtliche Rückerstattungen nur noch über Gutschriften erfolgen. Bei kleinen Anbietern ist man mit einer Gutschrift allerdings nicht vor der Insolvenz des Anbieters geschützt. Kontaktieren Sie am besten direkt Ihren Anbieter beziehungsweise die gebuchte Unterkunft und erkundigen Sie sich nach einer kostenlosen Stornierung.

Flüge werden derzeit in großem Maß von den Airlines annulliert, dabei erhalten Reisende den vollständigen Ticketpreis zurück. Eine zusätzliche Entschädigung ist allerdings unwahrscheinlich.

Ich habe eine Buchungsplattform genutzt, muss diese mir die Kosten erstatten?

Die wenigsten Buchungsplattformen bieten eine Unterstützung an. Ausnahme ist zum Beispiel eine Kulanzregelung beim Anbieter Airbnb, der zumindest in bestimmten Gebieten eine kostenlose Stonierung ermöglicht.

Besteht keine solche Regelung, empfiehlt es zu versuchen, eine Kulanzvereinbarung mit den Anbietern vor Ort zu treffen. Dabei tragen Reisende allerdings das alleinige Risiko, sollte zum Beispiel eine Umbuchung nicht möglich sein. Verweigern Anbietern vor Ort jegliche Kooperation, kann man sich mit Forderungen an die Plattform wenden. Im Zweifel, gilt es aber so früh wie möglich auszusteigen, um das Risiko zu minimieren.

Ich habe bereits stoniert und eine Gebühr gezahlt. Jetzt gibt es eine Reisewarnung für mein Reiseziel. Bekomme ich die Gebühr erstattet?

Der Verbraucherschutz fordert eine solche Rückzahlung. Allerdings ist das Thema umstritten. Es empfiehlt sich sämtliche Stonierungen schriftlich und mit der Begründung "Corona-Krise" vorzunehmen. Darin kann man die Forderung der Rückzahlung ankündigen - dies gilt allerdings nicht als Garantie. Mehrere Veranstalter wehren sich bereits dagegen.

Ich habe später im Jahr eine Reise gebucht. Soll ich sie stornieren oder abwarten?

Derzeit lassen sich keine Prognosen für die nächsten Monate machen. Reisende sollten sich beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Lage informieren. Dieses hat eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert die Situation selbst abzuwägen. Kann man sich die finanzielle Belastung einer späten Stonierung leisten? Kann man mit Umbuchungsoptionen planen? Wie steht es um meine eigene Gesundheit?

Möchte man noch verreisen, kann man bei einer Pauschalreise durchaus abwarten, ob die Reise möglich ist. Bei Einzelleistungen ist das Risiko wieder höher. Es empfiehlt sich der direkte Kontakt mit Anbietern vor Ort. Bei Flügen hat es kaum Sinn, sie früh zu stonieren. Die Rückerstattung ist so gering, dass man kaum Geld spart. Bei Annulierungen wird hingegen der volle Preis erstattet.

Kann ich eine Reise einfach schon mal zu buchen und mich im Zweifelsfall auf eine Reiserücktrittsversicherung verlassen?

Im Falle von Corona ist dieses Vorgehen nicht sinnvoll. Weder Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes noch die eigene Angst, sich am Reiseziel mit SARS-CoV-2 zu infizieren und an COVID-19 zu erkranken, sind versicherte Rücktrittsgründe. Ebenso ist eine akute SARS-CoV-2-Intektion kein abgedeckter Rücktrittsgrund, da die WHO die Krankheit als Pandemie klassifiziert hat.

Würde meine Reisekrankenversicherung eine Corona-Infektion abdecken?

Das kommt auf Ihre individuell abgeschlossene Reisekrankenversicherung an. Einige von ihnen umfassen COVID-19, andere dagegen schließen Pandemien aus (die WHO hat die COVID-19-Erkrankung am 11. März 2020 als Pandemie klassifiziert) und wieder andere greifen nicht, wenn Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes vorliegen.

Hinweis: Die Seiten werden fortlaufend aktualisiert. Aufgrund der großen Situationsdynamik kann es jedoch passieren, dass die beschriebenen Informationen, Maßnahmen, Empfehlungen und Verordnungen jederzeit und kurzfristig geändert, verstärkt, verlängert oder gänzlich erneuert werden und die hier hinterlegten Angaben überholen.