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Corona-FAQ für Urlauber und Reisende

Wo kann ich aktuelle Reisewarnungen und Hinweise zu meinem Urlaubsland einsehen?

Das Auswärtige Amt bietet auf seiner Homepage eine entsprechende Übersicht mit Reise- und Sicherheitshinweisen an, die stetig aktualisiert wird.

Welche Risikogebiete gibt es?

Das Robert-Koch-Institut weist keine Risikogebiete mehr aus. Es informiert auf seiner Homepage stets aktuell über die von ihm ausgewiesenen Hochrisikogebiete und Virusvarianten-Gebiete. Für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus vorgenannten Gebieten ergeben sich eine Reihe von Verpflichtungen hinsichtlich Einreiseanmeldung, Tests und Quarantäne. Eine ausführliche Übersicht ist unter dem Navigationspunkt "Corona-Informationen für die Reiserückkehr" abrufbar.

Sind Reisen innerhalb Deutschlands noch erlaubt?

Ja, Reisen ist sowohl im In- als auch im Ausland erlaubt.

Vor Antritt der Reise wird empfohlen, sich über die für das Reiseziel geltenden Verordnungen zu informieren. Einen Überblick bietet beispielsweise der Tourismus Wegweiser.

Wo kann ich mich auf eigene Kosten auf Corona testen lassen?

Privatpersonen, die keine medizinische Indikation für einen Corona-Test aufweisen, können sich auf Wunsch dennoch testen lassen - müssen jedoch für bestimmte Testverfahren (PCR-Tests etc.) selbst für die Kosten aufkommen. Die KV Hessen hat eine Liste mit Ärzten, die Coronatests durchführen, zusammengestellt. Darüber hinaus verfügen zum Beispiel auch das Testzentrum des Kreises Offenbach, das Testcenter am Frankfurter Flughafen sowie das Testcenter am Frankfurter Opernplatz über entsprechende Kapazitäten. Freiwillige Tests direkt beim Gesundheitsamt sind dagegen nicht möglich!

Seit März 2021 sind für Personen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland freiwillige Schnelltests, die sogenannten "Bürgertests", kostenlos möglich. Welche Stellen im Kreisgebiet diesen Service anbieten, steht unter dem Navigationspunkt Testanspruch.

Gibt es ein Testzentrum des Kreises Offenbach?

Ja, auf dem Parkplatz des Waldschwimmbads in Dietzenbach. Dort werden PCR- sowie Antigen-Schnelltests für Menschen mit medizinischer Indikation, aber auch für anlasslose Tests von Selbstzahlern angeboten. Geöffnet ist Montag bis Freitag jeweils von 7:00 bis 20:00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr. Zusätzlich gibt es eine Außenstelle in Mainhausen.

Näheres zur Terminvereinbarung und ausführliche Hintergrundinformationen finden Sie auf der zugehörigen Unterseite.

Gibt es ein Corona-Testcenter am Frankfurter Flughafen?

Ja! Nähere Informationen zum Center und den Abläufen vor Ort sind auf der Homepage des Betreibers abrufbar.

Was gilt für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer?

Für alle Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer ab sechs Jahre gilt bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland die Pflicht zum 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet). Abhängig vom Aufenthaltsgebiet und vom Impfstatus gelten weitere Einreisebestimmungen.

Flugreisende müssen den entsprechenden Nachweis dem Beförderer bereits vor Abreise vorlegen. Kinder unter sechs Jahren sind von der Nachweispflicht bei Einreise befreit.

Welche Regionen aktuell als Hochrisikogebiet oder als Virusvarianten-Gebiet gelten, ist beim RKI nachzulesen. Die Einstufung von Risikogebieten kann sich kurzfristig ändern. Bitte überprüfen Sie unmittelbar vor Abreise, ob die Länder, in denen Sie sich in den letzten 10 Tage vor der Einreise nach Deutschland aufgehalten haben, als Risikogebiete eingestuft sind.

Wann ist eine digitale Einreiseanmeldung erforderlich?

Reisende aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Hochrisikogebiet oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft werden, müssen sich noch vor der Einreise nach Deutschland online unter www.einreiseanmeldung.de registrieren. Diese digitale Einreiseanmeldung ersetzt unter anderem die früheren Aussteigerkarten in Papierform und wird an das Gesundheitsamt übermittelt. Auch beim Grenzübertritt kann das Vorliegen der am Ende des Registrierungsprozesses erhaltenen Bestätigung behördlich kontrolliert werden.

Regelungen für Genesene und vollständig Geimpfte

Einreise aus Nicht-Risikogebieten

Es gelten keine speziellen Regelungen, der Impf- oder Genesenennachweis muss aber mitgeführt und auf Verlangen vorgelegt werden.

Einreise aus Hochrisikogebieten

Bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet müssen genese und vollständig geimpfte Personen keinen Corona-Test vorlegen. Es gibt keine Quarantänepflicht. Die digitale Reiseanmeldung muss ausgefüllt werden.

Einreise aus Virusvarianten-Gebieten

Bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet muss ein maximal 48 Stunden zurückliegender PCR-Test vorgelegt werden. Findet die Rückreise mittels Beförderer statt, darf der Test bei Beginn der Beförderung 48 Stunden zurückliegen. Es besteht eine Quarantänepflicht für 14 Tage. Die Quarantänepflicht entfällt oder endet, wenn der Impfstoff vor der vorherrschenden Variante schützt oder das Gebiet vor Ablauf der Quarantäne heruntergestuft wird.

Regelungen für Ungeimpfte

Einreise aus Nicht-Risikogebieten

Ungeimpfte Personen, die aus einem Nicht-Risikogebiet einreisen, müssen bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einen maximal 48 Stunden zurückliegendes negatives Testergebnis einer anerkannten Stelle vorlegen. Findet die Rückreise mittels Beförderer statt, darf der Test bei Beginn der Beförderung 48 Stunden zurückliegen. Es besteht keine Quarantänepflicht.

Einreise aus Hochrisikogebieten

Bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet müssen ungeimpfte Personen ein maximal 48 Stunden zurückliegendes negatives Testergebnis einer anerkannten Stelle vorlegen. Findet die Rückreise mittels Beförderer statt, darf der Test bei Beginn der Beförderung 48 Stunden zurückliegen. Es besteht eine 10-tägige Quarantänepflicht. Nach fünf Tagen ist ein Freitesten möglich, wenn das negative Testergebnis an die zuständige Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) übermittelt wird.

Treten innerhalb dieser Zeit typische Symptome einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wie Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns auf, ist umgehend das zuständige Gesundheitsamt zu verständigen.

Einreise aus Virusvarianten-Gebieten

Bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet muss ein maximal 48 Stunden zurückliegender PCR-Test vorgelegt werden. Findet die Rückreise mittels Beförderer statt, darf der Test bei Beginn der Beförderung 48 Stunden zurückliegen. Es besteht eine Quarantänepflicht für 14 Tage. 

Treten innerhalb dieser Zeit typische Symptome einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wie Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns auf, ist umgehend das zuständige Gesundheitsamt zu verständigen.

Regelungen für Kinder unter 12 Jahren

Einreise aus Nicht-Risikogebieten

Für Kinder unter 12 Jahren, die aus einem Nicht-Risikogebiet einreisen, entfällt die Einreiseanmeldung. Sie müssen bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein maximal 48 Stunden zurückliegendes negatives Testergebnis einer anerkannten Stelle vorlegen. Findet die Rückreise mittels Beförderer statt, darf der Test bei Beginn der Beförderung 48 Stunden zurückliegen. Es besteht keine Quarantänepflicht.

Einreise aus Hochrisikogebieten

Bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet müssen Kinder unter 12 Jahren ein maximal 48 Stunden zurückliegendes negatives Testergebnis einer anerkannten Stelle vorlegen. Findet die Rückreise mittels Beförderer statt, darf der Test bei Beginn der Beförderung 48 Stunden zurückliegen. Es besteht eine 10-tägige Quarantänepflicht. Nach fünf Tagen ist ein Freitesten möglich, wenn das negative Testergebnis an die zuständige Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) übermittelt wird. Für Kinder unter sechs Jahre endet die Quarantäne automatisch nach dem fünften Tag.

Treten innerhalb dieser Zeit typische Symptome einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wie Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns auf, ist umgehend das zuständige Gesundheitsamt zu verständigen.

Einreise aus Virusvarianten-Gebieten

Bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet müssen Kinder unter 12 Jahren ein maximal 48 Stunden zurückliegender PCR-Test vorgelegt werden. Kinder unter sechs Jahren sind davon befreit. Findet die Rückreise mittels Beförderer statt, darf der Test bei Beginn der Beförderung 48 Stunden zurückliegen. Es besteht eine Quarantänepflicht für 14 Tage.

Treten innerhalb dieser Zeit typische Symptome einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wie Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns auf, ist umgehend das zuständige Gesundheitsamt zu verständigen.

Hinweise zu anerkannten Tests

Der zu Grunde liegende Test muss die Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen hat eine Liste mit Ärzten, die Coronatests durchführen, zusammengestellt. Darüber hinaus verfügen zum Beispiel auch das Testzentrum des Kreises Offenbach, sowie das Testcenter am Frankfurter Flughafen über entsprechende Kapazitäten. Ein Test im Gesundheitsamt ist dagegen nicht möglich.

Ausnahmen der hier genannten Einreiseregelungen

Bei einem Aufenthalt von weniger als 24 Stunden in einem Hochrisikogebiet (Tagesausflug, Durchreise) muss keine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden und es besteht keine Quarantäne-Pflicht. Ein 3G-Nachweis ist jedoch notwendig.

Bei einem Aufenthalt von weniger als 24 Stunden in einem Nicht-Risikogebiet besteht keine 3G-Pflicht.

Ordnungswidrigkeit droht

Wer sich nach der Rückkehr aus einem der genannten Gebiete nicht in Quarantäne begibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die jeweils geahndet werden kann. Außerdem kann der Anspruch nach dem Infektionsschutzgesetz für Lohnersatzzahlung verloren gehen, wenn man sich wissentlich in ein Risikogebiet begibt. Das heißt, der Arbeitgeber muss gegebenenfalls für die Zeit der Quarantäne keinen Lohn zahlen. Diesen bekommt der Arbeitgeber dann auch nicht vom Land erstattet.

Sonderregeln für medizinisches Personal

Darüber hinaus gilt für Personen, die in

    1. Krankenhäusern,
    2. Einrichtungen für ambulantes Operieren,
    3. Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
    4. Dialyseeinrichtungen,
    5. Tageskliniken,
    6. Entbindungseinrichtungen,
    7. Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
    8. Arztpraxen, Zahnarztpraxen,
    9. Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe,
    10. Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden,
    11. ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und
    12. Rettungsdiensten
    13. nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 fallende voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen,
    14. nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 fallende ambulante Pflegedienste und Unternehmen, die den Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbare Dienstleistungen anbieten; Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne von § 45a Absatz 1 Satz 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch zählen nicht zu den Dienstleistungen, die mit Angeboten in Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbar sind.

tätig sind und über ein ärztliches Zeugnis nach § 2 Abs. 3 verfügen, die allgemeine Anordnung, für diese Tätigkeit und einen Zeitraum bis zum 14. Tag nach ihrer Einreise persönliche Schutzausstattung gemäß den jeweiligen Kriterien des Robert Koch-Instituts zur Vermeidung des Weitertragens von Infektionen mit SARS-CoV-2 zu tragen. Die Schutzausstattung darf nur abgesetzt werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird. Die erstmalige Aufnahme der Tätigkeit nach Einreise ist durch die Einrichtungsleitung dem Gesundheitsamt, per E-Mail an gesundheit@kreis-offenbach.de oder telefonisch unter 06074 8180-63707, anzuzeigen.

Nach dem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet kann medizinisches Personal, das nicht über einen Genesenen- oder Impfnachweis verfügt, bereits vor Ablauf des fünften Tages ein zweites negatives Testergebnis im Einreiseportal hochladen und dadurch die Quarantäne verkürzen.

Häufige Fragen rund um das Thema Urlaub werden auch in unseren Informationen für Reiserückkehrer beantwortet.

Alle Vorgaben und auch Ausnahmeregelungen sind in der Coronavirus-Einreiseverordnung nachzulesen.


Ich komme aus dem Ausland zurück. Was muss ich beachten?

Bitte beachten Sie die Informationen unter "Was gilt für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer?" oder unsere Informationen für die Reiserückkehr.

Gibt es besondere Reiseregelungen für vollständig Geimpfte?

Ja. Abgesehen von möglichen Sonderregelungen am ausländischen Reiseziel, gibt es bei der Rückreise aus Risiko- und Hochinzidenz-Gebieten eine Ausnahme für vollständig Geimpfte. Während andere Reisende sich in Quarantäne begeben müssen, entfällt diese Pflicht für Personen, die keine COVID-19-typischen Symptome aufweisen und vor mindestens 14 Tagen die letzte notwendige Dosis eines in der EU-zugelassenen Impfstoffs erhalten haben.

Bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet gelten diese Ausnahmen nicht. Weitere Details dazu sind in unseren Informationen für Reiserückkehrer zu finden.

Können wir in Urlaub fahren, wenn mein Kind in Quarantäne ist?

Nein. Wer in Quarantäne ist - unabhängig ob Kind oder Erwachsener - darf keine Urlaubreise antreten. Die Quarantänezeit kann nicht durch einen freiwilligen Corona-Test verkürzt werden.

Ich war in einem Risikogebiet, bekomme ich jetzt COVID-19?

Der Aufenthalt in einem Risikogebiet bedeutet nicht, dass Sie sich dort zwangsläufig mit SARS-CoV-2 infiziert haben müssen. Eine Infektion ist aber auch nicht auszuschließen. Aus diesem Grund gelten Sonderregelungen für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten. Eine ausführliche Übersicht ist unter dem Navigationspunkt "Reisen in Zeiten von Corona" abrufbar.

Drohen Bußgelder, wenn ich gegen die Schutzverordnungen verstoße?

Ja. Verstöße gegen die Schutzmaßnahmen können Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten darstellen, die Bußgelder nach sich ziehen

Welche Regeln gibt es bei einer Umbuchung?

Die Reiseanbieter haben verschiedene Regelungen getroffen. Eine Auswahl finden Sie nachfolgend. Sollte Ihr Anbieter nicht aufgeführt sein, finden Sie entsprechende Informationen normalerweise auf dessen Homepage.

Ich habe meine Reise mit Kreditkarte gezahlt. Kann ich mir über die Bank das Geld zurückholen?

Tatsächlich ist es möglich, sich bei nicht erhaltener Leistung die Zahlung von der Bank relativ anstandslos zurückbuchen zu lassen. Doch es gelten je nach Karte unterschiedliche Bedingungen und Definitionen. Es ist daher ratsam, das Gespräch mit der Bank zu suchen, um zu prüfen, was im Einzelfall möglich ist.

Bin ich verpflichtet, einen Gutschein anzunehmen?

Bei Verträgen mit ausländischen Anbietern gilt es, die Rechtslage dort zu prüfen. Einige Länder verpflichten zum Gutschein.

In Deutschland sah das geltende Reiserecht diese Lösung bis jetzt nicht vor, allerdings ist auch diese Option nun möglich. Die von der Bundesregierung erlaubte Gutschein-Regelung wird aber aktuell noch auf EU-Ebene geprüft. Wer finanziell auf das Geld angewiesen ist, kann versuchen, weiter auf eine Auszahlung bestehen und sich im Zweifelsfall an eine Beratungsstelle wenden. Rechtlich besteht weiterhin ein Anspruch auf die Rückzahlung des Reisepreises.

Bin ich verpflichtet, eine Reise abzubezahlen, auch wenn diese voraussichtlich nicht stattfindet?

Grundsätzlich sind Kunden verpflichtet, sich vertragskonform zu verhalten, solange es noch keinen eindeutigen Stonierungsgrund gibt.

Aktuell gibt es noch eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Liegt der Urlaubsbeginn vor diesem Datum, können Urlauber gegebenenfalls die Restzahlung verweigern.

Habe ich bei Pauschalreisen ein Recht auf Erstattung?

Bei Pauschalbuchungen haben Reisende grundsätzlich immer das Recht, von der Reise zurückzutreten - gegen Gebühr. In Ausnahmefällen und unter unvermeidlichen Umständen wie der derzeitigen Corona-Krise kann diese Gebühr gegebenenfalls entfallen.

Dabei kommt es auf die Umstände der Reise an: Gibt es offizielle Einreiseverbote für das Zielland oder massive Einschränkungen des dortigen öffentlichen Lebens? In diesen Fällen steigen die Chancen auf eine volle Rückerstattung. Wenn der Veranstalter selbst die Buchung annuliert, erhalten Reisende ihr Geld zurück.

Wichtig sind hierfür unter anderem die aktuellen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Eine Reisewarnung kann gegebenenfalls als Indiz für ein unvermeidbares, außergewöhnliches Ereignis gewertet werden und zum Rücktritt vom Reisevertrag ohne Stornokosten berechtigen. Aber: Unmittelbare Rechtsfolgen hat auch eine Reisewarnung nicht. Entscheidend für die Möglichkeit eines kostenlosen Reiserücktritts sind nicht Reisewarnungen, sondern die rechtliche Frage, ob außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände vorliegen (§ 651 h BGB). Dies ist in jedem Einzelfall zu prüfen.

Ich habe nur einen Flug oder ein Hotel gebucht. Was nun?

Bei Einzelleistungen tragen Reisende ein größeres Risiko. Denn hier ist niemand verantwortlich für die "Erholungsqualität" der Reise. Zudem gelten dabei häufig die Vertragsbedingungen des Reiselandes. In vielen Ländern gibt es bereits Vorschriften, dass sämtliche Rückerstattungen nur noch über Gutschriften erfolgen. Bei kleinen Anbietern ist man mit einer Gutschrift allerdings nicht vor der Insolvenz des Anbieters geschützt. Kontaktieren Sie am besten direkt Ihren Anbieter beziehungsweise die gebuchte Unterkunft und erkundigen Sie sich nach einer kostenlosen Stornierung.

Flüge werden derzeit in großem Maß von den Airlines annulliert, dabei erhalten Reisende den vollständigen Ticketpreis zurück. Eine zusätzliche Entschädigung ist allerdings unwahrscheinlich.

Ich habe eine Buchungsplattform genutzt, muss diese mir die Kosten erstatten?

Die wenigsten Buchungsplattformen bieten eine Unterstützung an. Ausnahme ist zum Beispiel eine Kulanzregelung beim Anbieter Airbnb, der zumindest in bestimmten Gebieten eine kostenlose Stonierung ermöglicht.

Besteht keine solche Regelung, empfiehlt es zu versuchen, eine Kulanzvereinbarung mit den Anbietern vor Ort zu treffen. Dabei tragen Reisende allerdings das alleinige Risiko, sollte zum Beispiel eine Umbuchung nicht möglich sein. Verweigern Anbietern vor Ort jegliche Kooperation, kann man sich mit Forderungen an die Plattform wenden. Im Zweifel, gilt es aber so früh wie möglich auszusteigen, um das Risiko zu minimieren.

Ich habe bereits stoniert und eine Gebühr gezahlt. Jetzt gibt es eine Reisewarnung für mein Reiseziel. Bekomme ich die Gebühr erstattet?

Der Verbraucherschutz fordert eine solche Rückzahlung. Allerdings ist das Thema umstritten. Es empfiehlt sich sämtliche Stonierungen schriftlich und mit der Begründung "Corona-Krise" vorzunehmen. Darin kann man die Forderung der Rückzahlung ankündigen - dies gilt allerdings nicht als Garantie. Mehrere Veranstalter wehren sich bereits dagegen.

Ich habe später im Jahr eine Reise gebucht. Soll ich sie stornieren oder abwarten?

Derzeit lassen sich keine Prognosen für die nächsten Monate machen. Reisende sollten sich beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Lage informieren. Dieses hat eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert die Situation selbst abzuwägen. Kann man sich die finanzielle Belastung einer späten Stonierung leisten? Kann man mit Umbuchungsoptionen planen? Wie steht es um meine eigene Gesundheit?

Möchte man noch verreisen, kann man bei einer Pauschalreise durchaus abwarten, ob die Reise möglich ist. Bei Einzelleistungen ist das Risiko wieder höher. Es empfiehlt sich der direkte Kontakt mit Anbietern vor Ort. Bei Flügen hat es kaum Sinn, sie früh zu stonieren. Die Rückerstattung ist so gering, dass man kaum Geld spart. Bei Annulierungen wird hingegen der volle Preis erstattet.

Kann ich eine Reise einfach schon mal zu buchen und mich im Zweifelsfall auf eine Reiserücktrittsversicherung verlassen?

Im Falle von Corona ist dieses Vorgehen nicht sinnvoll. Weder Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes noch die eigene Angst, sich am Reiseziel mit SARS-CoV-2 zu infizieren und an COVID-19 zu erkranken, sind versicherte Rücktrittsgründe. Ebenso ist eine akute SARS-CoV-2-Intektion kein abgedeckter Rücktrittsgrund, da die WHO die Krankheit als Pandemie klassifiziert hat.

Würde meine Reisekrankenversicherung eine Corona-Infektion abdecken?

Das kommt auf Ihre individuell abgeschlossene Reisekrankenversicherung an. Einige von ihnen umfassen COVID-19, andere dagegen schließen Pandemien aus (die WHO hat die COVID-19-Erkrankung am 11. März 2020 als Pandemie klassifiziert) und wieder andere greifen nicht, wenn Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes vorliegen.

Hinweis: Die Seiten werden fortlaufend aktualisiert. Aufgrund der großen Situationsdynamik kann es jedoch passieren, dass die beschriebenen Informationen, Maßnahmen, Empfehlungen und Verordnungen jederzeit und kurzfristig geändert, verstärkt, verlängert oder gänzlich erneuert werden und die hier hinterlegten Angaben überholen.