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Corona-FAQ für Vereine und Kulturschaffende

Antworten auf die häufigsten Fragen von Vereinen und Kulturschaffenden zu Corona

Welche Regelungen gelten für den Breitensport und den Freizeitsport ab dem 28. Dezember?

Der Freizeit- und Amateursport auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen im Freien oder in gedeckten Anlagen (Sporthallen, Kletterhallen, Schießsportanlagen, etc.) vollumfänglich erlaubt. Es muss ein sportartspezifisches Hygienekonzept umgesetzt sein. Der Deutsche Olympische Sportbund hat hierzu Leitlinien formuliert. Zu allen innenliegenden Sportstätten erhalten nur Personen nach der 2G-Plus-Regel Zutritt. Außerdem ist der Zutritt Personen erlaubt, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, aber über ein entsprechendes ärztliches Attest sowie einen aktuellen Test verfügen. Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren reicht ein aktueller Schnelltest oder das Testheft der Schule. Kinder unter sechs Jahren sowie vor Schuleintritt sind von der 2G-Plus-Regelung ausgenommen.

Auf Außenanlagen gilt die 2G-Regel.

Für Mannschaftssportarten gibt es keine Begrenzung der Personenzahl. 

Der Schulsport ist gestattet.

Zuschauer sind beim Trainings- und Wettkampfbetrieb sowohl im Freien als auch in gedeckten Sportanlagen erlaubt. Dabei sind die Vorgaben für Veranstaltungen zu berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem eine maximale Anzahl von 1.000 Personen und 2G-Regel in Außenbereichen sowie maximal 250 Personen und 2G-Plus-Regel für Innenbereiche.

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports ist in Sportanlagen unter vorgenannten Voraussetzungen gestattet, sofern diesem zusätzlich ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene beachtet werden.

Personal Training darf angeboten werden. Zu diesem Zweck können auch Sportanlagen unter Einhaltung der genannten Regelungen genutzt werden. Personal Training in Fitnessstudios ist unter Beachtung der sonstigen für Fitnessstudios geltenden Sonderregelungen zulässig.

Dürfen Angebote des Rehabilitationssports weiterhin wahrgenommen werden?

Rehabilitationssport gemäß den Richtlinien der medizinischen Verordnung unterliegt keinen in den Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungen ausgesprochenen Verbot, da es sich um medizinische Maßnahmen handelt. Das betrifft Rehabilitations- und Funktionsmaßnahmen. Das Tragen einer medizinischen Maske ist bei körpernahen Dienstleistungen sowie in Innenräumen verpflichtend, soweit nicht aufgrund der Behandlung davon abgesehen werden muss. Des Weiteren ist aus Sicherheitsgründen ein Hygienekonzept zu erstellen.

Dürfen Vereins- und Versammlungsräume wieder geöffnet werden?

Ja. Für Veranstaltungen sind die entsprechenden Vorgaben zu beachten.

In wieweit ist Schwimmsport möglich?

Schwimmbäder dürfen mit Personenzahlbegrenzung öffnen. In allen Innenräumen gilt die 2G-Plus-Regel, in Außenbereichen die 2G-Regel.

Welche Regularien gelten für den Badebetrieb?

Schwimmbäder und Badeseen dürfen mit Personenzahlbegrenzung öffnen. In allen Innenräumen gilt die 2G-Plus-Regel, in Außenbereiche die 2G-Regel.

Unter welchen Voraussetzungen dürfen Saunen und Saunabereiche betrieben werden?

Saunen dürfen mit Personenzahlbegrenzung öffnen. In allen Innenräumen gilt die 2G-Plus-Regel.

Wie verhält es sich mit dem Schwimmen in Badeseen oder fließenden Gewässern?

In Badeseen, Stauseen oder Weihern findet öffentlicher Badebetrieb ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen (Badeanstalten) statt. Schwimmen an dafür nicht vorgesehenen Stellen von Badegewässern oder Flüssen geschieht auf eigene Gefahr und sollte ohnehin unterlassen werden. 

Sind denn Fitnessstudios geöffnet?

Die Öffnung von Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist unter Auflagen möglich.

    • Es muss ein geeignetes Hygienekonzept entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Lüftung, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden.
    • Für das Betreten der Einrichtung wird ein Negativnachweis für alle Kundinnen und Kunden über sechs Jahren verpflichtend, es gilt die 2G-Plus-Regel.
    • Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen werden gut sichtbar angebracht.

In den Fitnessstudios ist gemeinsames Training möglich. 

Wo kann ich mich denn weitergehend informieren?

Das Land Hessen stellt die gültigen Verordnungen und die entsprechenden Auslegungshinweise auf seiner Homepage zeitnah ein. Die Webseite erreichen Sie unter: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen 

Der Landessportbund Hessen hat auf seiner Homepage wesentliche Informationen zur Corona-Krise auf seiner Startseite zusammengefasst. Dort werden rechtliche Fragen beantwortet und auch Fragen zu Lizenzen erörtert. Dort erfahren Sie auch, wie die Geschäftsstelle des Isbh geöffnet hat und was mit den Bildungsstätten des Landessportbundes ist. 

Die Webseite erreichen Sie unter: https://www.landessportbund-hessen.de/servicebereich/news/coronavirus/ 

Wer gibt denn sonst noch Auskünfte zum Sport und speziellen Regelungen für alle Sportarten, etwa für Hygieneregeln?

Auch der Deutsche Olympische Sportbund hat auf seiner Homepage Informationen zu Corona und Sport aufbereitet. Dort stehen auch die Leitplanken zur Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sportbetriebs. DIese enthalten Hinweise auf die Handhabe und die Umsetzung der Hygienebestimmungen. Auch das Muster-Hygienekonzept des DOSB ist dort eingestellt. Zudem hat der DOSB für alle Fachverbände sportartspezifische Übergangsregeln hinterlegt. Diese geben sehr präzise Hinweise darauf, was Sportler in ihrer jeweiligen Sportart jetzt beachten müssen. 

Die Webseite erreichen Sie unter: https://www.dosb.de/medienservice/coronavirus/ sowie die Hygieneleitlinien des Robert-Koch-Institus.

Wer trägt denn die Verantwortung, dass die Pläne und Hygienevorschriften eingehalten werden?

Die Verantwortung liegt in jedem Fall bei dem Betreiber der Sportstätte; also dem Verein oder der Kommune oder auch dem privaten Unternehmer, der ein Sportangebot für Kunden anbietet, sobald dies wieder möglich sein wird.

Wer ist denn zuständig, wenn Sporthallen oder Sportplätze in meiner Stadt geschlossen sind und wieder öffnen?

In der Regel ist derjenige zuständig, der die Sportstätte unterhält oder betreibt. Also im Normalfall die Kommune. Es gibt auch vereinseigene Sportstätten. Dann sind die Vereine zuständig. Aber, wenn das Land Hessen durch die Verordnung die Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebs des Breiten- und Freizeitsports wieder ermöglicht, dann bedarf es grundsätzlich keiner weiteren Regelung mehr durch die Kommunen in Hessen, es sei denn es handelt sich um eine kommunale Sportstätte. Die kommunalen Behörden vor Ort können aber in ihrer Zuständigkeit auch bei vereinseigenen Sportstätten jederzeit dafür sorgen und kontrollieren, dass alle Vorgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingehalten werden. 

Wer ist denn zuständig für die Fragen des Schulsports und dort anstehende Prüfungen?

Der Schulsport ist zulässig. Alle Vorgaben für das kommende Schuljahr sind durch den Hygieneplan für Schulen und die Planungsszenarien für die Schulorganisation des Hessischen Kultusministeriums definiert. Der Hygieneplan und die Anhänge sind bei den rechtlichen Grundlagen zu finden.

Gibt es klare Regelungen in Hessen, wie Profi-Sportler und Berufssportler ihrem Beruf nachgehen können?

Die Eindämmung des Corona-Virus hat für die Hessische Landesregierung höchste Priorität. Das übergeordnete Ziel ist nach wie vor Infektionsketten zu unterbrechen und die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems zu gewährleisten. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept vorliegt, ist gestattet.

Das Innenministerium grenzt in Abstimmung mit dem Landessportbund Hessen den Profispoert als bezahlte Vollzeittätigkeit von Berufssportlern in Kapitalgesellschaften beziehungsweise über den Wirtschaftsbetrieb von Vereinen ab. Das Training von Kaderathleten an den Bundesstützpunkten und Landesstützpunkten ist mit einem eigenen Erlass des HMdIS vom 03. November 2020 extra geregelt. Darin werden folgende Personen und Personengruppen aufgeführt:

1. Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten (OK, PK, EK, NK 1, NK 2, LK) sowie Paralympische Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten (PAK, PK, TK, NK 1, NK 2, LK), welche von den zuständigen Bundes- oder Landesfachverbänden annerkannt sind. 

2. Spielerinnen oder Spieler der Jugend- beziehungsweise Nachwuchsaltersklassen im Leistungsbereich (mindestens U 15 Mannschaften oder älter), deren Mannschaften in der höchsten Spielklasse (national oder länderübergreifend) spielberechtigt sind und einer Olympischen oder Paralympischen Sportart angehörigen; sofern es sich um ein durch den zuständigen Spitzenfachverband zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrums in den oben genannten Spielklassen teilnimmt, gelten dort alle Mannschaften im Leistungsbereich als Spitzensport.

3. Profi- oder Spitzensportmannschaften aller Sportarten. Unter Profisport ist die bezahlte Vollzeittätigkeit von Berufssportlern in Kapitalgesellschaften beziehungsweise über den Wirtschaftsbetrieb von Vereinen zu verstehen. In Olympischen und Paralympischen Sportarten gelten die 1.-3 Ligen sowie die 4. Liga im Männerfußball, als Spitzen- beziehungsweise Profisport.

4. Selbständige, vereins- oder verbandsungebundene Profisportlerinnen und -sportler (Vollzeittätigkeit) ohne Bundeskaderstatus.

Unter welchen Bedingungen kann ein Vereinsleben stattfinden?

Sportvereine

Der Individualsport ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen unter Beachtung eines Hygienekonzepts möglich. Zu allen innenliegenden Sportstätten wie Sporthallen oder Hallenbädern ist der Zutritt nur nach der 2G-Plus-Regelung gestattet. Für Außenbereiche gilt die 2G-Regelung.

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports ist in Sportanlagen gestattet, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene beachtet werden. Ebenfalls gilt dies für den Trainings- und Probenbetrieb des professionellen Bühnentanzes und Balletts bei dem die sportliche Komponente im Vordergrund steht.

Vereins- und Versammlungsräume auf Sportanlagen dürfen unter Berücksichtigung der entsprechenden Vorgaben geöffnet werden.

Ausführlichere allgemeine Hinweise gibt es auch auf der Webseite des Landessportbundes unter Corona Aktuell.

Gesangvereine

Chorproben sind unter Auflagen sowohl im Freien als auch in Innenräumen erlaubt. Bei mehr als zehn Teilnehmenden gelten die Vorgaben für Veranstaltungen.

Können Vorstände und Vereine haftbar gemacht werden, wenn sich Sportler beim Training mit Corona anstecken?

Zu Haftungsfragen der Vorstände und Vereine nimmt der Landessportbund Hessen in den FAQs auf seiner Interseite ausgiebig Stellung. 

Generell gilt es, die geltenden Schutz- und Hygienevorschriften einzuhalten. Auch auf den vorgeschriebenen Mindestabstand muss geachtet werden. Bei rechtlichen Fragen ist es darüberhinaus empfehlenswert, sich professionellen, juristischen Beistand zu suchen.

Kann ich virtuelle Mitgliederversammlungen abhalten?

Das Infoportal Vereinsknowhow.de widmet sich ebenfalls den rechtlichen Folgen der Corona-Krise für die Vereine. Unter anderem stellt der Vereinsinfobrief vom 29. März 2020 den juristischen Rahmen einer virtuellen Mitgliederversammlung vor und erklärt die rechtliche Lage in Bezug auf Vereinsaustritte wegen der Corona-Pandemie sowie einbehaltene Mitgliederbeiträge.   

Allgemeine Informationen zur Durchführung von Vereinsversammlungen in der Corona-Zeit bietet auch der Leitfaden der Kanzlei Lienig & Lienig-Haller, Stuttgart.

Kann wieder in Schwimmbädern trainiert werden?

Schwimmbäder dürfen mit Personenzahlbegrenzung öffnen. In allen Innenräumen gilt die 2G-Plus-Regel. Entsprechend ist auch die Ausübung des Schwimmsports wieder möglich.

Wie viele Zuschauer dürfen in eine Sportstätte und was ist zu beachten?

Zuschauer sind beim Trainings- und Wettkampfbetrieb im Freien und in gedeckten Sportanlagen zulässig, wenn die Vorgaben für Veranstaltungen ab zehn Personen eingehalten werden.

Unter freiem Himmel ist die Einhaltung der 2G-Regel erforderlich, insgesamt ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 1.000 beschränkt.

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich Maskenpflicht (auch am Platz) sowie die 2G-Plus-Regel. Vorgaben des Hygiene- und Abstandskonzepts sowie die Maskenpflicht, auch am Platz, gelten weiter. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 250 Personen beschränkt.

Bei allen Veranstaltungen muss ein Abstands- und Hygienekonzept umgesetzt werden.

Hinweis zur 2G-Regelung: Zutritt haben in dem Fall auch Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können (nachgewiesen durch Attest) und Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Testnachweis. Bei Schülerinnen und Schülern wird das Testheft der Schule akzeptiert.

Dürfen Pferde und Ponys auf Reitplätzen und in Reithallen bewegt werden?

Ja. Reitsport ist weiterhin entsprechend der Vorgaben für Freizeitsport zulässig. Für Innenbereiche gilt die 2G-Plus-Regelung, für Außenanlagen die 2G-Regelung.

Das Bewegen von Pferden ist auch vor dem Hintergrund des Tierwohls auf der Sportanlage möglich.

Weitere Informationen sind auch auf der Seite der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zu finden.

Was gilt für den Besuch von Kulturveranstaltungen und Kinos?

Veranstaltungen sind allgemein unter Auflagen möglich.

Unter freiem Himmel ist die Einhaltung der 2G-Plus-Regel erforderlich, insgesamt ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 1.000 beschränkt.

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich Maskenpflicht (auch am Platz) sowie die 2G-Plus-Regel. Vorgaben des Hygiene- und Abstandskonzepts sowie die Maskenpflicht, auch am Platz, gelten weiter. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 250 Personen beschränkt.

Bei allen Veranstaltungen muss ein Abstands- und Hygienekonzept umgesetzt werden.

Hinweis zur 2G-Regelung: Zutritt haben in dem Fall auch Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können (nachgewiesen durch Attest) und Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Testnachweis. Bei Schülerinnen und Schülern wird das Testheft der Schule akzeptiert.

Dürfen Chöre und Orchester proben?

Ja, Proben sind wieder erlaubt. Ab mehr als zehn Teilnehmenden gelten die Vorgaben für Veranstaltungen.

Was ist das Förderprogramm zur Mitgliedergewinnung?

Viele Vereine wurden seit Beginn der Corona-Pandemie durch den Verlust von Mitgliedschaften schwer getroffen. Um sie zielgerecht dabei zu unterstützen, neue Mitglieder zu gewinnen, stellt das Land Hessen ein Förderprogramm zur Mitgliedergewinnung mit einem Gesamtvolumen von 5,35 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm wurde in Zusammenarbeit vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport und dem Landessportbund unter Mitwirkung der hessischen Großvereine entwickelt. 

Wer ist antragsberechtigt?

Im Landessportbund Hessen e.V. und der DLRG Hessen e.V. organisierte Vereine, die 50 oder mehr Mitglieder im Jahr 2020 verloren haben. Die Berechnung der Mitgliederentwicklungen erfolgt dabei ausschließlich über die Daten aus den Bestandserhebungen zu den Stichtagen für die Jahre 2019 und 2020.

Zusätzlich sind die Vereine antragsberechtigt, die seit dem 01. Januar 2015 mindestens 300.000 € an wachstumsorientierten Investitionen in die eigene Infrastruktur getätigt haben, sodass ein Mitgliederwachstum von 50 oder mehr Mitgliedschaften in 2020 nachweisbar zu erwarten gewesen wäre.

Was ist zu beachten?

Die Fördermittel sind zur Mitgliedergewinnung einzusetzen. Es ist ein Verwendungsnachweis über die Mittel zu führen. Die Mittel ist im gesamten Kalenderjahr 2021 möglich.

Die Förderung erfolgt in drei Stufen:

    • 5.000 € erhalten Vereine bei einem Mitgliederverlust zwischen 50 und 74 Mitgliedern.
    • 7.500 € erhalten Vereine bei einem Mitgliederverlust zwischen 75 und 99 Mitgliedern.
    • Bei einem Mitgliederverlust von 100 oder mehr Mitgliedern erhalten Vereine 100 € für jedes verlorene Mitglied.

Die Antragsfrist endet am 1. November 2021.

Mehr Informationen zum Förderprogramm sind in der Pressemitteilung des Landes Hessen sowie beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport zu finden.

Was beinhaltet das Hilfspaket für Vereine und Kulturschaffende?

Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“

Das Land Hessen hat ein Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ verabschiedet, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. Je nach Situation des einzelnen Vereins kann dieser bis zu 10.000 Euro finanzielle Unterstützung beantragen.

Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auf gemeinnützige Vereine sind teilweise erheblich und können schnell existenzbedrohend werden, weil Vereine aufgrund des Vereins- und Steuerrechts nicht wie etwa Kapitalgesellschaften Rücklagen bilden, auf die sie in Krisenzeiten zurückgreifen können. Das Programm dient zur Abwendung dieser pandemiebedingten existenzbedrohlichen Engpässe im ideellen Bereich, das heißt es geht hier um die klassische Vereinsarbeit.

Hierfür können Fördergelder beantragt werden:

Laut der entsprechenden Richtline „Corona-Soforthilfe Vereine und Kulturschaffende“ können Mittel beantragt werden, beispielsweise für

      • Nachwuchsarbeit
      • Mieten und Betriebskosten wie Wasser, Strom oder weitere Nebenkosten
      • Instandhaltungen
      • Kosten für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagten Projekte wie beispielsweise Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung oder Sachkosten
      • Diese Mittel können seit dem 1. Mai 2020 beim fachlich zuständigen Ministerium beantragt werden. Der Antrag auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende ist online abrufbar
      • Zu beachten ist, dass finanzielle Notlagen, die bereits vor dem 11. März bestanden haben, davon nicht abgedeckt werden

Durch das Hilfsprogramm können also ausgefallene Einnahmen, die ein Verein beispielsweise über Turniere oder Vereinsfeste erzielt hätte und damit seine Ausgaben deckt, jetzt durch das Programm zum Teil kompensiert werden. Insgesamt gilt das Förderprogramm für alle 41.000 gemeinnützigen Vereine und Initiativen in Hessen.

Team „Corona-Vereinshilfe“ 

Für die gemeinnützigen Sportvereine, die Mitglied im Landessportbund Hessen sind, hat das Hessische Ministerium des Innern und für Sport ein Team „Corona-Vereinshilfe“ auf die Beine gestellt. Anfragen und Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende können an die E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@sport.hessen.de gerichtet werden.

Wer kann wo Fördergelder beantragen?

Soforthilfe aus dem Bereich Kultur können Vereine, Kulturbetriebe und Spielstätten sowie Laienensembles beantragen, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und in einem der folgenden Verbände Mitglied sind:

      • Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren (LAKS) in Hessen
      • Landesvereinigung Kulturelle Bildung (LKB) Hessen
      • Landesjugend Trachtenverband
      • Hessischer Landestrachtenverband
      • Hessischer Literaturrat
      • Landesmusikrat
      • Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste (laPROF)
      • Landesverband der Jugendkunstschulen in Hessen
      • Verband hessischer Amateurtheater
      • Hessischer Museumsverband
      • unter dem Dach der Initiative HessenFilm versammelte Einrichtungen

Die Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende können beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@hmwk.hessen.de gestellt werden.

Gefördert werden auch Vereine, Initiativen und Organisationen, die sich in anderen gesellschaftlichen Bereichen engagieren. Dazu gehören beispielsweise

      • Naturschutzvereinigungen
      • Jägervereinigungen
      • Umweltbildungseinrichtungen
      • Jugendwaldheime
      • Einsatzstellen für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)
      • Wildparks und Tiergärten
      • Falknereien
      • Angel- und Fischereivereine
      • Naturparkvereine
      • Opferhilfevereine
      • Hospizdienste- und initiativen
      • Flüchtlingshilfe
      • Nachbarschaftshilfe
      • Landfrauen
      • Dach- und Fachverbände der Kindertagesbetreuung

Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende sind hier unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@umwelt.hessen.de an das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@hsm.hessen.de an das Hessische Ministerium für Soziales und Integration zu richten. Für den Bereich des Tierschutzes können Vereine von einer Förderung profitieren, die dem Landestierschutzverband Hessen e.V. angehören oder entsprechende Ziele verfolgen. Gleiches gilt für die in anderen gesellschaftlichen Bereichen tätigen Vereine und Organisationen.

Soforthilfe aus dem Bereich Kultur können laut der entsprechenden Richtlinie Vereine, Kulturbetriebe und Spielstätten sowie Laienensembles beantragen, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und in einem der folgenden Verbände Mitglied sind:

      • Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren (LAKS) in Hessen
      • Landesvereinigung Kulturelle Bildung (LKB) Hessen
      • Landesjugend Trachtenverband
      • Hessischer Landestrachtenverband
      • Hessischer Literaturrat
      • Landesmusikrat
      • Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste (laPROF)
      • Landesverband der Jugendkunstschulen in Hessen
      • Verband hessischer Amateurtheater
      • Hessischer Museumsverband
      • unter dem Dach der Initiative HessenFilm versammelte Einrichtungen

Die Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende können beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@hmwk.hessen.de gestellt werden.

Unabhängig von der Corona-Soforthilfe können alle Vereine und Organisationen jederzeit unbürokratisch einen kleinen Betrag von 500 Euro Soforthilfe über Lotto-Tronc-Mittel beantragen. Die Mittel werden mit einem Schreiben an die Ministerin direkt beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beantragt.

Ich bin ein Verein, der einen Wirtschaftsbetrieb unterhält. Bin ich antragsberechtigt?

Ja, auch Vereine dürfen einen Zuschuss aus dem Förderprogramm des Landes Hessen für Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe sowie gewerbliche Unternehmen und Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft und Sozialunternehmen beantragen. Voraussetzung ist aber, dass diese wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind.

Es gilt zu unterscheiden:

      • Wirtschaftliche Vereine, also Vereine, deren Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist, können einen Antrag stellen.
      • Für Idealvereine, also Vereine, die nicht primär wirtschaftliche Ziele verfolgen wie etwa Sportvereine, Gesangsvereine, Musikschulen, kulturelle Einrichtungen, wie Museen, Theater und kulturelle Veranstaltungen gilt Folgendes: Der Liquiditätsengpass muss in dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, der dem ideellen Hauptzweck untergeordnet ist, entstanden sein.  

Beispiel:

      • Der Sportverein kann einen Antrag stellen, wenn das Restaurant des Vereinsheims in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten ist.
      • Dies gilt im Grunde auch für alle gemeinnützigen Idealvereine: Um hier einen Antrag auf Soforthilfe stellen zu können, muss der Liquiditätsengpass in dem Bereich des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes entstanden sein. 

Beispiel:

      • Relevant sind die Liquiditätsengpässe aus den Verbindlichkeiten des Vereinsrestaurants, da diese dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind.
      • Der Zweckbetrieb eines Vereins ist förderfähig, soweit er sich dauerhaft am Markt als Unternehmen betätigt. Der entsprechende Passus findet sich auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. 

Nicht förderfähig sind dabei allerdings öffentliche Unternehmen wie etwa Unternehmen, auf welche die öffentliche Hand aufgrund der entsprechenden Eigentumsverhältnisse, finanzieller Beteiligung, Satzung oder sonstigen Bestimmungen, die die Tätigkeit des Unternehmens regeln, unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Welche Erleichterungen für Vereine gibt es?

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz informiert auf seiner Seite über das Gesetz zur Handlungsfähigkeit für Unternehmen, Genossenschaften, Vereine und Wohnungseigentümergemeinschaften, das eine Vielzahl von Erleichterungen auch für Vereine enthält sowie deren Handlungsfähigkeit und Beschlussfassung bei stark beschränkten Versammlungsmöglichkeiten sicherstellt.

Das Ministerium gibt zudem Antworten auf die meist gestellten Fragen zum Thema Handlungsfähigkeit für Vereine und Stiftungen während der Corona-Krise. Zudem finden sich auf der Website Informationen, wie Vereine ihre wirtschaftliche Existenz sichern. 

Welche Steuererleichterungen in der Corona-Krise gibt es?

Die von der Bundesregierung beschlossenen Steuererleichterungen in der Corona-Krise betreffen auch Vereine im Rahmen des unternehmerischen Bereichs, den sogenannten steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Mehr zu den Themen Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer oder Umsatzsteuer und wie man sie in der Corona-Krise herabsetzen kann, findet sich auf der Homepage des Landessportbundes Hessen e.V.

Beratungsseite zu Hilfsprogrammen

Eine neue Beratungs-Website ergänzt und bündelt ab sofort die Angebote der hessischen Kulturverbände anlässlich der Corona-Bonus Beratung. Kulturelle Einrichtungen und Kulturschaffende finden dort Informationen zu den vielen Corona-Hilfsprogrammen sowie die Anlaufstellen für professionelle Beratung und Begleitung. Träger sind die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V. (LKB Hessen) und der Landemusikrat Hessen e.V. (LMR).

Welche weiteren Hilfen gibt es für Kulturschaffende?

Hilfen für Künstler und Kreative

Die Bundesregierung hat Corona-Soforthilfen für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge von Corona in Höhe von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro beschlossen. Mit den Hilfen für Künstler und Kreative will die Bundesregierung finanzielle Soforthilfe in Form von Zuschüssen zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen leisten. Mit den Mitteln können laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und ähnliches bezahlt werden.

Solo-Selbständige – also Selbständige ohne Beschäftigte oder Einzelkünstler – und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten danach bis 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate. Bei bis zu zehn Beschäftigten fließen bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate.

Wichtige Antworten zur Corona-Soforthilfe gibt auch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. 

Förderprogramm „Hessen kulturell neu eröffnen“

Das zweite Förderprogramm des Landes Hessen für Kulturschaffende hilft Künstlerinnen und Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen mit einem umfassenden Unterstützungspaket, die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen zu überstehen und den Neubeginn zu meistern:

      • Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten Unterstützung dabei, den Einnahmeausfall zu verkraften.
      • Freie Künstlerinnen und Künstler können Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro erhalten.
      • Mit einem Programm für Kultureinrichtungen, Spielstätten sowie Künstlerinnen und Künstler unterstützt das Land den Neustart mit innovativen Ansätzen.

Insgesamt stellt das Land hierfür rund 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ab dem 1. Juni können Festivals und in der Künstlersozialkasse versicherte Kulturschaffende Mittel beantragen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Janika Post aus dem Team der Kulturförderung des Kreises Offenbach.

Künstlersozialkasse, Finanzämter, GVL und GEMA reagieren auf die Situation der Kulturschaffenden

Im Falle von Einkommenseinbußen können Betroffene bei der Künstlersozialkasse und bei den Finanzämtern die Senkung ihrer Beiträge oder Steuervorauszahlungen beantragen; außerdem sind Stundungen möglich. Die Beiträge werden auf Antrag den geänderten Verhältnissen angepasst.

Inhaber eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene können auf einen Ausgleich hoffen: Ihnen bietet die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro an, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben. Zur Beantragung müssen sich Betroffene direkt an die GVL wenden.

Die GEMA hat einen Schutzschirm Live eingerichtet, eine pauschale Nothilfe, mit der Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen können. Diese finanzielle Unterstützung richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter der GEMA, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund von flächendeckenden Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Anträge können ab dem 30. März 2020 über das Online-Portal der Gema gestellt werden. Darüber hinaus hat die GEMA aus den Mitteln für soziale und kulturelle Förderung einen Corona-Hilfsfonds gebildet, aus dem existenziell gefährdete Mitglieder eine einmalige persönliche Übergangshilfe von bis zu 5.000 Euro beantragen können.

Hilfen für Heimatmuseen und den Unterhalt von Denkmälern

Ende April starte das Soforthilfeprogramm Heimatmuseen des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA) in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund. Das Projekt wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. Es richtet sich insbesondere an Heimatmuseen in ländlichen Räumen und bietet eine Förderung unter anderem bei Maßnahmen zum Bauunterhalt, zur Instandsetzung und zur Modernisierung.

Antragsberechtigt sind regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern. Die Höhe der Förderung ist auf je 25.000 Euro begrenzt und kann ab dem 20. April 2020 beantragt werden.

Neustart: Hilfsprogramm zur Wiedereröffnung von Museen

Wegen der Corona-Pandemie sind Museen in ganz Deutschland geschlossen. Voraussetzungen für ihre Wiedereröffnung sind geeignete Schutzmaßnahmen für Besucher und Personal sowie eine gute Besuchersteuerung. Kleinere und mittlere Einrichtungen werden dabei durch das Programm Neustart unterstützt.

Gefördert werden im Rahmen des Sonderprogramms Investitionen zwischen 10.000 und 50.000 Euro beispielsweise für den Einbau von Schutzvorrichtungen, die Optimierung der Besuchersteuerung sowie zur Einführung beziehungsweeise Anpassung digitaler Vermittlungsformate. Antragsberechtigt sind Museen, Ausstellungshallen und Gedenkstätten ebenso wie Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen sowie soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser. Anträge können online über die Webseite des Bundesverbands Soziokultur gestellt werden. Welche Angaben erforderlich sind, ist der Homepage des Bundesverband Soziokultur und dessen Pressemeldung zu entnehmen. Dort findet sich auch ein entsprechender Musterantrag zu Neustart. Der Verband bietet zudem eine bietet eine individuelle Antragsberatung an.  

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte per E-Mail oder unter der Telefonnummer 06074-8180-1068 an unsere zuständige Mitarbeiterin aus dem Team der Kulturförderung des Kreises Offenbach, Frau Janika Post. 

Unterstützung für freiberufliche Museumswissenschaftler

Zur Unterstützung freiberuflicher Museumswissenschaftler hat die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung kurzfristig ein Förderprogramm für Selbstständige in Museen und Sammlungen aufgelegt. Mit der Förderung sollen die Betroffenen an den Museen gehalten und in Notlagen unterstützt werden. Je nach Projekt will die Stiftung zwischen 2.000 und 25.000 Euro für begrenzte Restaurierungsprojekte und die wissenschaftliche Arbeit an Ausstellungskatalogen, Bestandskatalogen oder Werkverzeichnissen beisteuern.

Soforthilfeprogramm für Kulturzentren

Das Projekt „LAND INTAKT: Soforthilfeprogramm Kulturzentren“ ermöglicht ab sofort den soziokulturellen Zentren, Kulturhäusern sowie Kultur- und Bürgerzentren in Landgemeinden und Kleinstädten bis 20.000 Einwohnern programmbegleitende Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen. Die Förderung kann bei der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. beantragt werden.

Ergänzungsleistungen des Jobcenters

Noch ein wichtiger Hinweis: Selbstständige sollten sich nicht gleich arbeitslos melden. Sie können stattdessen Ergänzungsleistungen bei der Pro Arbeit des Kreises Offenbach beantragen, um zumindest den Lebensunterhalt abzusichern.

Was beinhaltet das Kulturpaket II?

Das Kulturpaket II des Landes Hessen ist ein weiteres Unterstützungspaket in Höhe von 30 Millionen für Künstlerinnen und Künstler, Spielstätten und Kultureinrichtungen,  das vor allem die Hilfen der Bundesregierung sinnvoll ergänzen soll. Es umfasst

    • ein Programm zur Liquiditätssicherung, das Spielstätten und Kultureinrichtungen ermöglichen soll, auch für niedrigere Besucherzahlen zu öffnen,
    • Brückenstipendien für alle freischaffende Künstlerinnen und Künstler, unabhängig von einer Mitgliedschaft in der Künstlersozialkassen,
    • eine Corona-Bonus Beratung für Verbände, um ihre Beratungsarbeit zu unterstützen und diese auch Kulturschaffenden anbieten zu können, die nicht Mitglied bei ihnen sind, und
    • das Förderprogramm Ins Freie! zum Aufbau neuer und zur Erweiterung bestehender Open-Air-Spielstätten und Pop-Up-Spielstätten, die mit pandemiebedingten Hygienekonzepten kompatibel sind.

Wenn Spielstätten wie Theater, Kinos oder Musikspielstätten wegen Hygienekonzepten nur für eine reduzierte Zahl an Besucherinnen und Besuchern pro Veranstaltung öffnen können, entstehen Mindereinnahmen. Das Programm zur Liquiditätssicherung gleicht diese mit insgesamt 10 Millionen Euro aus und ergänzt damit Bundesprogramme wie die Überbrückungshilfe III. Das Programm startet, sobald die Bundeshilfen konkret feststehen.

Für den Corona-Bonus Beratung sind insgesamt 300.000 Euro vorgesehen, um die Verbandsstrukturen zu stärken und die Beratungsangebote für Einrichtungen und Kulturschaffende zu erweitern.

Brückenstipendien

Die Brückenstipendien sollen innovative Projekte mit inhaltlichem Bezug zu Fragestellungen der Pandemie fördern, ebenso Vorbereitungen für Projekte nach dem Lockdown. Sie helfen außerdem, den Ausfall von Engagements und Aufträgen auszugleichen. Es stehen insgesamt 3.600 Stipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro zur Verfügung.

Anträge können direkt online über die Hessische Kulturstiftung gestellt werden, die auf ihrer Website über die Einzelheiten informiert und ein FAQ bereithält.

Ins Freie! - Antragstellung ab 06. April 2021 möglich

Ab sofort können Anträge für das Förderprogramm Ins Freie! gestellt werden. Dabei wird zwischen drei Programmlinien unterschieden: geübte Veranstalter mit größeren Projekten, kleine, auch semiprofessionelle Veranstalter und Open-Air Kinos. Mehr Informationen zu den einzelnen Programmlinien und weiterführende Links stellt das Land Hessen zur Verfügung.

Mit dem Programm Ins Freie! werden mit insgesamt 10 Millionen Euro Freilichtveranstaltungen für die Spielzeit Mai bis September gefördert, das Programm soll im Februar starten. Hiervon profitieren nicht nur die Kulturschaffenden, auch technisches Personal und Dienstleister können wieder Aufträge erhalten. 

Sobald Details zur Antragstellung der anderen Programme bekannt sind, informieren wir Sie an dieser Stelle!

Drohen Bußgelder, wenn ich gegen die Schutzverordnungen verstoße?

Ja. Verstöße gegen die Schutzmaßnahmen können Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten darstellen, die Bußgelder nach sich ziehen

Wohin kann ich mich bei Fragen zum Thema Kurzarbeit für hauptamtlich Beschäftigte wenden?

Bei Fragen zum Thema Kurzarbeit für hauptamtlich Beschäftigte im Verein können sich die Vereine im Kreis Offenbach unter der Telefonnummer 06074 8180-1061 oder per E-Mail an sport@kreis-offenbach.de an den Bereich Förderung des Ehrenamtes, Sport und Kultur wenden. Die Kolleginnen und Kollegen vermitteln den Kontakt zu einem kompetenten Mitarbeiter der Arbeitsagentur, der Beratungen für Vereine von der Anzeige der Kurzarbeit bis zum Antrag selbst anbietet.

Wo erfahre ich mehr über Themen wie Lizenzverlängerung, Gema-Beiträge oder Verträge und Mitgliedschaften?

Der Landessportbund Hessen informiert auf seiner Homepage unter Corona Aktuell über alle Entwicklungen und Entscheidungen in Folge der Corona-Pandemie; etwa über wirtschaftliche Hilfen, rechtliche Regelungen oder das Thema Lizenzverlängerungen, aber auch darüber, dass die GEMA alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge ruhen lässt. 

Auf einer speziellen Internetseite werden alle drängenden Fragen der Vereine beantwortet und hilfreiche Links zur Verfügung gestellt. Zudem ist dort eine Liste mit Telefonnummern für dringende Anfragen abrufbar.

Wohin kann ich mich in Sachen Vereinsfragen beim Kreis Offenbach wenden?

Das Team des Bereichs Förderung des Ehrenamtes, Sport & Kultur steht Ihnen gern beratend zur Seite. Es ist erreichbar unter Telefon 06074 8180-1061 und per E-Mail an ehrenamt@kreis-offenbach.de.

Hinweis: Die Seiten werden fortlaufend aktualisiert. Aufgrund der großen Situationsdynamik kann es jedoch passieren, dass die beschriebenen Informationen, Maßnahmen, Empfehlungen und Verordnungen jederzeit und kurzfristig geändert, verstärkt, verlängert oder gänzlich erneuert werden und die hier hinterlegten Angaben überholen.