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Corona-Informationen für Kulturschaffende

Beratungsseite zu Hilfsprogrammen

Eine neue Beratungs-Website ergänzt und bündelt ab sofort die Angebote der hessischen Kulturverbände anlässlich der Corona-Bonus Beratung. Kulturelle Einrichtungen und Kulturschaffende finden dort Informationen zu den vielen Corona-Hilfsprogrammen sowie die Anlaufstellen für professionelle Beratung und Begleitung. Träger sind die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V. (LKB Hessen) und der Landemusikrat Hessen e.V. (LMR).

NEUSTART KULTUR: Anschlussprogramm

Es wird ein Anschlussprogramm für das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR in Höhe von einer weiteren Milliarde Euro durch den Bund aufgelegt. Es besteht aus rund 60 Teilprogrammen für verschiedene Sparten, die in enger Abstimmung mit Kulturverbänden und Kulturfonds entwickelt wurden. Geholfen wird unter anderem Kinos, Museen und Theatern, Musik und Literatur. Spartenübergreifend werden zudem Mittel für pandemiebedingte Investitionen und Digitalisierung zur Verfügung gestellt. Die Bundesregierung stellt eine Seite mit Informationen zu dem Programm zur Verfügung.

Für folgende Bereiche gibt es aktuell laufende Corona-Hilfsprogramme im Rahmen von NEUSTART KULTUR:

Die Seiten werden fortlaufend aktualisiert.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe der Bundesregierung für November 2020

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Kulturpaket II

Das Land Hessen stellt ein weiteres Unterstützungspaket in Höhe von 30 Millionen für Künstlerinnen und Künstler, Spielstätten und Kultureinrichtungen auf, um die Hilfen der Bundesregierung sinnvoll zu ergänzen. Das Kulturpaket II umfasst

    • ein Programm zur Liquiditätssicherung, das Spielstätten und Kultureinrichtungen ermöglichen soll, auch für niedrigere Besucherzahlen zu öffnen,
    • Brückenstipendien für alle freischaffende Künstlerinnen und Künstler, unabhängig von einer Mitgliedschaft in der Künstlersozialkassen,
    • eine Corona-Bonus Beratung für Verbände, um ihre Beratungsarbeit zu unterstützen und diese auch Kulturschaffenden anbieten zu können, die nicht Mitglied bei ihnen sind, und
    • das Förderprogramm Ins Freie! zum Aufbau neuer und zur Erweiterung bestehender Open-Air-Spielstätten und Pop-Up-Spielstätten, die mit pandemiebedingten Hygienekonzepten kompatibel sind.

Wenn Spielstätten wie Theater, Kinos oder Musikspielstätten wegen Hygienekonzepten nur für eine reduzierte Zahl an Besucherinnen und Besuchern pro Veranstaltung öffnen können, entstehen Mindereinnahmen. Das Programm zur Liquiditätssicherung gleicht diese mit insgesamt 10 Millionen Euro aus und ergänzt damit Bundesprogramme wie die Überbrückungshilfe III. Das Programm startet, sobald die Bundeshilfen konkret feststehen.

Für den Corona-Bonus Beratung sind insgesamt 300.000 Euro vorgesehen, um die Verbandsstrukturen zu stärken und die Beratungsangebote für Einrichtungen und Kulturschaffende zu erweitern.

Brückenstipendien

Die Brückenstipendien sollen innovative Projekte mit inhaltlichem Bezug zu Fragestellungen der Pandemie fördern, ebenso Vorbereitungen für Projekte nach dem Lockdown. Sie helfen außerdem, den Ausfall von Engagements und Aufträgen auszugleichen. Es stehen insgesamt 3.600 Stipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro zur Verfügung.

Anträge können direkt online über die Hessische Kulturstiftung gestellt werden, die auf ihrer Website über die Einzelheiten informiert und ein FAQ bereithält.

Ins Freie! - Antragstellung ab 06. April 2021 möglich

Ab sofort können Anträge für das Förderprogramm Ins Freie! gestellt werden. Dabei wird zwischen drei Programmlinien unterschieden: geübte Veranstalter mit größeren Projekten, kleine, auch semiprofessionelle Veranstalter und Open-Air Kinos. Mehr Informationen zu den einzelnen Programmlinien und weiterführende Links stellt das Land Hessen zur Verfügung.

Mit dem Programm Ins Freie! werden mit insgesamt 10 Millionen Euro Freilichtveranstaltungen für die Spielzeit Mai bis September gefördert, das Programm soll im Februar starten. Hiervon profitieren nicht nur die Kulturschaffenden, auch technisches Personal und Dienstleister können wieder Aufträge erhalten. 

Sobald Details zur Antragstellung der anderen Programme bekannt sind, informieren wir Sie an dieser Stelle!

Förderprogramm der Landesregierung

Das Land Hessen hat zudem ebenfalls ein Förderprogramm Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit verabschiedet, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. Je nach Situation der einzelnen Kultureinrichtung kann diese bis zu 10.000 Euro finanzielle Unterstützung beantragen.

Soforthilfe aus dem Bereich Kultur können laut der entsprechenden Richtline “Corona-Soforthilfe Vereine und Kulturschaffende“ Vereine, Kulturbetriebe und Spielstätten sowie Laienensembles beantragen, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und in einem der folgenden Verbände Mitglied sind:

    • Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren (LAKS) in Hessen
    • Landesvereinigung Kulturelle Bildung (LKB) Hessen
    • Landesjugend Trachtenverband
    • Hessischer Landestrachtenverband
    • Hessischer Literaturrat
    • Landesmusikrat
    • Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste (laPROF)
    • Landesverband der Jugendkunstschulen in Hessen
    • Verband hessischer Amateurtheater
    • Hessischer Museumsverband
    • unter dem Dach der Initiative HessenFilm versammelte Einrichtungen

Die Mittel können für Nachwuchsarbeit, Mieten und Betriebskosten wie Wasser, Strom oder weitere Nebenkosten, Instandhaltungen, Kosten für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagten Projekte wie beispielsweise Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung oder Sachkosten ab 1. Mai 2020 beantragt werden. Zu beachten ist, dass finanzielle Notlagen, die bereits vor dem 11. März bestanden haben, davon nicht abgedeckt werden

Der Antrag auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende kann beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@hmwk.hessen.de gestellt werden.

Förderprogramm „Hessen kulturell neu eröffnen“

Das zweite Förderprogramm des Landes Hessen für Kulturschaffende hilft Künstlerinnen und Künstlern, Festivals und Kultureinrichtungen mit einem umfassenden Unterstützungspaket, die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen zu überstehen und den Neubeginn zu meistern.

  • Festivals, die ihre Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen, erhalten Unterstützung dabei, den Einnahmeausfall zu verkraften.
  • Freie Künstlerinnen und Künstler können Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro erhalten.
  • Mit einem Programm für Kultureinrichtungen, Spielstätten sowie Künstlerinnen und Künstler unterstützt das Land den Neustart mit innovativen Ansätzen.

Insgesamt stellt das Land hierfür rund 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel bereit. Ab dem 1. Juni können Festivals und in der Künstlersozialkasse versicherte Kulturschaffende Mittel beantragen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Doris Krolikowski aus dem Team der Kulturförderung des Kreises Offenbach.

Künstlersozialkasse, Finanzämter, GVL und GEMA reagieren auf die Situation der Kulturschaffenden

Im Falle von Einkommenseinbußen können Betroffene bei der Künstlersozialkasse und bei den Finanzämtern die Senkung ihrer Beiträge oder Steuervorauszahlungen beantragen; außerdem sind Stundungen möglich. Die Beiträge werden auf Antrag den geänderten Verhältnissen angepasst.

Inhaber eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene können auf einen Ausgleich hoffen: Ihnen bietet die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro an, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben. Zur Beantragung müssen sich Betroffene direkt an die GVL wenden.

Die GEMA hat einen Schutzschirm Live eingerichtet, eine pauschale Nothilfe, mit der Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen können. Diese finanzielle Unterstützung richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter der GEMA, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund von flächendeckenden Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Anträge können ab dem 30. März 2020 über das Online-Portal der Gema gestellt werden. Darüber hinaus hat die GEMA aus den Mitteln für soziale und kulturelle Förderung einen "Corona-Hilfsfonds" gebildet, aus dem existenziell gefährdete Mitglieder eine einmalige persönliche Übergangshilfe von bis zu 5.000 Euro beantragen können

Hilfen für Heimatmuseen und den Unterhalt von Denkmälern

Ende April starte das Soforthilfeprogramm Heimatmuseen des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA) in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund. Das Projekt wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. Es richtet sich insbesondere an Heimatmuseen in ländlichen Räumen und bietet eine Förderung unter anderem bei Maßnahmen zum Bauunterhalt, zur Instandsetzung und zur Modernisierung.

Antragsberechtigt sind regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern. Die Höhe der Förderung ist auf je 25.000 Euro begrenzt und kann ab dem 20. April 2020 beantragt werden.

Unterstützung für freiberufliche Museumswissenschaftler

Zur Unterstützung freiberuflicher Museumswissenschaftler hat die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung kurzfristig ein Förderprogramm für Selbstständige in Museen und Sammlungen aufgelegt. Mit der Förderung sollen die Betroffenen an den Museen gehalten und in Notlagen unterstützt werden. Je nach Projekt will die Stiftung zwischen 2.000 und 25.000 Euro für begrenzte Restaurierungsprojekte und die wissenschaftliche Arbeit an Ausstellungskatalogen, Bestandskatalogen oder Werkverzeichnissen beisteuern.

Ergänzungsleistungen des Jobcenters

Noch ein Hinweis: Selbstständige sollten sich nicht gleich arbeitslos melden. Sie können stattdessen Ergänzungsleistungen bei der Pro Arbeit des Kreises Offenbach beantragen, um zumindest den Lebensunterhalt abzusichern.

Weitere Informationen zu Sofortprogrammen und den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf den Kulturbetrieb finden sich auf der Internetseite des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.