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Entschädigungen bei Verdienstausfällen durch Quarantäne

Aktuell befinden sich auch im Kreis Offenbach Menschen unter behördlich angeordneter Quarantäne. Soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, die betroffenen Beschäftigten bis zu sechs Wochen weiter zu bezahlen, wenn diese dadurch einen Verdienstausfall erleiden und dabei nicht krank sind (Erkrankte fallen nicht unter diese Entschädigungsregelung, weil diese bereits Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Krankengeld erhalten).

Im Gegenzug können Arbeitgeber eine entsprechende Entschädigung nach den §§ 56 bis 58 des Infektionsschutzgesetzes beantragen. Die Anträge dafür waren zunächst beim Gesundheitsamt des Kreises einzureichen. Allerdings hat das Regierungspräsidium Darmstadt Anfang Mai die Abwicklung übernommen, die künftig über ein länderübergreifendes IT-System erfolgen soll. Anträge können ab sofort auf der entsprechenden Plattform gestellt werden.

Nähere Erläuterungen enthalten auch die "Hinweise zur Zahlung von Verdienstausfallentschädigung nach den §§ 56 ff. Infektionsschutzgesetz (IfSG)"

Wichtig: Die oben genannte Entschädigung deckt keine generellen Verdienstausfälle in Unternehmen ab, die aufgrund der Verordnungen der Hessischen Landesregierung schließen mussten.