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Corona-Informationen für Vereine

Unter welchen Bedingungen kann ein Vereinsleben stattfinden?

Sportvereine

Der Individualsport ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen vollumfänglich möglich. 

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports ist in Sportanlagen gestattet, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt und die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene beachtet werden. Ebenfalls gilt dies für den Trainings- und Probenbetrieb des professionellen Bühnentanzes und Balletts bei dem die sportliche Komponente im Vordergrund steht.

Vereins- und Versammlungsräume auf Sportanlagen dürfen unter Berücksichtigung der entsprechenden Vorgaben geöffnet werden.

Ausführlichere allgemeine Hinweise gibt es auch auf der Webseite des Landessportbundes unter Corona Aktuell.

Gesangvereine

Chorproben sind unter Auflagen sowohl im Freien als auch in Innenräumen erlaubt.

Kann wieder in Schwimmbädern trainiert werden?

Ja. Bäder und Badeseen dürfen seit dem 2. Juni 2021 wieder unter Auflagen und mit Terminvereinbarung öffnen.

Wie viele Zuschauer dürfen in eine Sportstätte und was ist zu beachten?

Zuschauer sind beim Trainings- und Wettkampfbetrieb im Freien und in gedeckten Sportanlagen zulässig, wenn die Vorgaben für Veranstaltungen eingehalten werden. Unter freiem Himmel sind demnach maximal 1.500 Personen plus Genese und vollständig Geimpfte erlaubt. Ein tagesaktueller Test wird empfohlen.

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen maximal 750 Personen plus Genese und vollständig Geimpfte vor Ort sein. Ab 100 Personen (Genesene und vollständig Geimpfte eingerechnet) muss ein Negativnachweis vorgelegt werden.

Es muss ein Abstands- und Hygienekonzept umgesetzt werden, das Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Einhaltung der Mindestabstände beinhaltet. 

Zusätzlich sind die Kontaktdaten der Zuschauer zu erfassen (Name, Vorname, Anschrift und Telefonnummer oder Emailadresse).

Große Sportveranstaltungen mit über 5.000 Zuschauern sind bei einer regionalen 7-Tage-Inzidenz bis 35 möglich, wobei diese einer Genehmigung durch das zuständige Gesundheitsamt bedürfen. Es muss ein Negativnachweis (Test, Genesenennachweis, Impfnachweis) vorgelegt werden. Außerdem müssen Vorkehrungen getroffen werden, die Abstand zwischen den Besuchern sicherstellen. Bei mehr als 5.000 Zuschauern liegt die zulässige Auslastung bei maximal 50 Prozent der Kapazität, jedoch nicht mehr als 25.000 Personen.
Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, mindestens abseits des eigenen Platzes und auf allen Begegnungsflächen. Außerdem besteht die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung.

Können Vorstände und Vereine haftbar gemacht werden, wenn sich Sportler beim Training mit Corona anstecken?

 Zu Haftungsfragen der Vorstände und Vereine nimmt der Landessportbund Hessen in den FAQs auf seiner Interseite ausgiebig Stellung. 

Generell gilt es, die geltenden Schutz- und Hygienevorschriften einzuhalten. Auch auf den vorgeschriebenen Mindestabstand muss geachtet werden. Bei rechtlichen Fragen ist es darüberhinaus empfehlenswert, sich professionellen, juristischen Beistand zu suchen.

Wie ist das Vorgehen bei einem positiven COVID-19-Fall innerhalb der Mannschaft?

Die betroffene Spielerin beziehungsweise der betroffene Spieler muss für 14 Tage in Quarantäne. Zusammen mit dem Verein ermittelt das Gesundheitsamt die Mannschaftsmitglieder, Betreuenden etc., die als enge Kontaktpersonen einzustufen sind. Auch für sie wird eine entsprechende Quarantäne angeordnet, soweit sie nicht vollständig geimpft sind oder bei ihnen innerhalb der letzten sechs Monate per PCR-Test selbst eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, für die der einzuhaltende Absonderungszeitraum verstrichen ist.

Sind Chorproben verboten?

Nein. Chöre können unter Auflagen sowohl unter freiem Himmel als auch in Innenräumen proben.

Welche Handlungsfähigkeit bleibt bei beschränkten Versammlungsmöglichkeiten und wie sieht es mit Jahreshauptversammlungen 2021 aus?

Die Verordnung zur Verlängerung von Maßnahmen, unter anderem auch im Vereinsrecht, zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am 29. Oktober 2020 in Kraft. Damit können unter anderem Vereine und Stiftungen ihre Hauptversammlung et cetera auch im Jahr 2021 in „virtueller Form“ durchführen und selbst bei weiterhin bestehenden Beschränkungen der Versammlungsmöglichkeiten erforderliche Beschlüsse fassen. Sie bleiben somit handlungsfähig.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz informiert auf seiner Seite zu einem Ende Oktober beschlossenen Gesetz, das diesbezüglich eine Vielzahl von Erleichterungen für Vereine enthält. Weitere Informationen dazu sind der zugehörigen Pressemitteilung des Ministeriums zu entnehmen.

Weitergehende Informationen finden Sie im Verordnungstext und auf folgenden Seiten:

Allgemeine Informationen zur Durchführung von Vereinsversammlungen in der Corona-Zeit bietet auch der Leitfaden der Kanzlei Lienig & Lienig-Haller, Stuttgart.

Was beinhaltet das Hilfspaket für Vereine und Kulturschaffende?

Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“

Das Land Hessen hat ein Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ verabschiedet, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. Je nach Situation des einzelnen Vereins kann dieser bis zu 10.000 Euro finanzielle Unterstützung beantragen.

Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auf gemeinnützige Vereine sind teilweise erheblich und können schnell existenzbedrohend werden, weil Vereine aufgrund des Vereins- und Steuerrechts nicht wie etwa Kapitalgesellschaften Rücklagen bilden, auf die sie in Krisenzeiten zurückgreifen können. Das Programm dient zur Abwendung dieser pandemiebedingten existenzbedrohlichen Engpässe im ideellen Bereich, das heißt es geht hier um die klassische Vereinsarbeit.

Hierfür können Fördergelder beantragt werden:

Laut der entsprechenden Richtline „Corona-Soforthilfe Vereine und Kulturschaffende“ können Mittel beantragt werden, beispielsweise für

      • Nachwuchsarbeit
      • Mieten und Betriebskosten wie Wasser, Strom oder weitere Nebenkosten
      • Instandhaltungen
      • Kosten für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagten Projekte wie beispielsweise Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung oder Sachkosten
      • Diese Mittel können seit dem 1. Mai 2020 beim fachlich zuständigen Ministerium beantragt werden. Der Antrag auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende ist online abrufbar
      • Zu beachten ist, dass finanzielle Notlagen, die bereits vor dem 11. März bestanden haben, davon nicht abgedeckt werden

Durch das Hilfsprogramm können also ausgefallene Einnahmen, die ein Verein beispielsweise über Turniere oder Vereinsfeste erzielt hätte und damit seine Ausgaben deckt, jetzt durch das Programm zum Teil kompensiert werden. Insgesamt gilt das Förderprogramm für alle 41.000 gemeinnützigen Vereine und Initiativen in Hessen.

Team „Corona-Vereinshilfe“ 

Für die gemeinnützigen Sportvereine, die Mitglied im Landessportbund Hessen sind, hat das Hessische Ministerium des Innern und für Sport ein Team „Corona-Vereinshilfe“ auf die Beine gestellt. Anfragen und Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende können an die E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@sport.hessen.de gerichtet werden.

Wer kann wo Fördergelder beantragen?

Soforthilfe aus dem Bereich Kultur können Vereine, Kulturbetriebe und Spielstätten sowie Laienensembles beantragen, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und in einem der folgenden Verbände Mitglied sind:

      • Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren (LAKS) in Hessen
      • Landesvereinigung Kulturelle Bildung (LKB) Hessen
      • Landesjugend Trachtenverband
      • Hessischer Landestrachtenverband
      • Hessischer Literaturrat
      • Landesmusikrat
      • Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste (laPROF)
      • Landesverband der Jugendkunstschulen in Hessen
      • Verband hessischer Amateurtheater
      • Hessischer Museumsverband
      • unter dem Dach der Initiative HessenFilm versammelte Einrichtungen

Die Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende können beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@hmwk.hessen.de gestellt werden.

Gefördert werden auch Vereine, Initiativen und Organisationen, die sich in anderen gesellschaftlichen Bereichen engagieren. Dazu gehören beispielsweise

      • Naturschutzvereinigungen
      • Jägervereinigungen
      • Umweltbildungseinrichtungen
      • Jugendwaldheime
      • Einsatzstellen für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)
      • Wildparks und Tiergärten
      • Falknereien
      • Angel- und Fischereivereine
      • Naturparkvereine
      • Opferhilfevereine
      • Hospizdienste- und initiativen
      • Flüchtlingshilfe
      • Nachbarschaftshilfe
      • Landfrauen
      • Dach- und Fachverbände der Kindertagesbetreuung

Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende sind hier unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@umwelt.hessen.de an das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@hsm.hessen.de an das Hessische Ministerium für Soziales und Integration zu richten. Für den Bereich des Tierschutzes können Vereine von einer Förderung profitieren, die dem Landestierschutzverband Hessen e.V. angehören oder entsprechende Ziele verfolgen. Gleiches gilt für die in anderen gesellschaftlichen Bereichen tätigen Vereine und Organisationen.

Soforthilfe aus dem Bereich Kultur können laut der entsprechenden Richtlinie Vereine, Kulturbetriebe und Spielstätten sowie Laienensembles beantragen, die nicht von der öffentlichen Hand getragen werden und in einem der folgenden Verbände Mitglied sind:

      • Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren (LAKS) in Hessen
      • Landesvereinigung Kulturelle Bildung (LKB) Hessen
      • Landesjugend Trachtenverband
      • Hessischer Landestrachtenverband
      • Hessischer Literaturrat
      • Landesmusikrat
      • Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste (laPROF)
      • Landesverband der Jugendkunstschulen in Hessen
      • Verband hessischer Amateurtheater
      • Hessischer Museumsverband
      • unter dem Dach der Initiative HessenFilm versammelte Einrichtungen

Die Anträge auf Corona-Soforthilfe für Vereine und Kulturschaffende können beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der E-Mail-Adresse corona-vereinshilfe@hmwk.hessen.de gestellt werden.

Unabhängig von der Corona-Soforthilfe können alle Vereine und Organisationen jederzeit unbürokratisch einen kleinen Betrag von 500 Euro Soforthilfe über Lotto-Tronc-Mittel beantragen. Die Mittel werden mit einem Schreiben an die Ministerin direkt beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beantragt.

Welche Erleichterungen für Vereine gibt es?

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz informiert auf seiner Seite über das Gesetz zur Handlungsfähigkeit für Unternehmen, Genossenschaften, Vereine und Wohnungseigentümergemeinschaften, das eine Vielzahl von Erleichterungen auch für Vereine enthält sowie deren Handlungsfähigkeit und Beschlussfassung bei stark beschränkten Versammlungsmöglichkeiten sicherstellt.

Das Ministerium gibt zudem Antworten auf die meist gestellten Fragen zum Thema Handlungsfähigkeit für Vereine und Stiftungen während der Corona-Krise. Zudem finden sich auf der Website Informationen, wie Vereine ihre wirtschaftliche Existenz sichern. 

Welche Steuererleichterungen in der Corona-Krise gibt es?

Die von der Bundesregierung beschlossenen Steuererleichterungen in der Corona-Krise betreffen auch Vereine im Rahmen des unternehmerischen Bereichs, den sogenannten steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Mehr zu den Themen Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer oder Umsatzsteuer und wie man sie in der Corona-Krise herabsetzen kann, findet sich auf der Homepage des Landessportbundes Hessen e.V.

Ich bin ein Verein, der einen Wirtschaftsbetrieb unterhält. Bin ich antragsberechtigt?

Ja, auch Vereine dürfen einen Zuschuss aus dem Förderprogramm des Landes Hessen für Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe sowie gewerbliche Unternehmen und Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft und Sozialunternehmen beantragen. Voraussetzung ist aber, dass diese wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind.

Es gilt zu unterscheiden:

      • Wirtschaftliche Vereine, also Vereine, deren Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist, können einen Antrag stellen.
      • Für Idealvereine, also Vereine, die nicht primär wirtschaftliche Ziele verfolgen wie etwa Sportvereine, Gesangsvereine, Musikschulen, kulturelle Einrichtungen, wie Museen, Theater und kulturelle Veranstaltungen gilt Folgendes: Der Liquiditätsengpass muss in dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, der dem ideellen Hauptzweck untergeordnet ist, entstanden sein.  

Beispiel:

      • Der Sportverein kann einen Antrag stellen, wenn das Restaurant des Vereinsheims in einen existenzbedrohlichen Liquiditätsengpass geraten ist.
      • Dies gilt im Grunde auch für alle gemeinnützigen Idealvereine: Um hier einen Antrag auf Soforthilfe stellen zu können, muss der Liquiditätsengpass in dem Bereich des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes entstanden sein. 

Beispiel:

      • Relevant sind die Liquiditätsengpässe aus den Verbindlichkeiten des Vereinsrestaurants, da diese dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind.
      • Der Zweckbetrieb eines Vereins ist förderfähig, soweit er sich dauerhaft am Markt als Unternehmen betätigt. Der entsprechende Passus findet sich auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. 

Nicht förderfähig sind dabei allerdings öffentliche Unternehmen wie etwa Unternehmen, auf welche die öffentliche Hand aufgrund der entsprechenden Eigentumsverhältnisse, finanzieller Beteiligung, Satzung oder sonstigen Bestimmungen, die die Tätigkeit des Unternehmens regeln, unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Wohin kann ich mich bei Fragen zum Thema Kurzarbeit für hauptamtlich Beschäftigte wenden?

Bei Fragen zum Thema Kurzarbeit für hauptamtlich Beschäftigte im Verein können sich die Vereine im Kreis Offenbach unter der Telefonnummer 06074 8180-1061 oder per E-Mail an sport@kreis-offenbach.de an den Bereich Förderung des Ehrenamtes, Sport und Kultur wenden. Die Kolleginnen und Kollegen vermitteln den Kontakt zu einem kompetenten Mitarbeiter der Arbeitsagentur, der Beratungen für Vereine von der Anzeige der Kurzarbeit bis zum Antrag selbst anbietet.

Wohin kann ich mich in Sachen Vereinsfragen beim Kreis Offenbach wenden?

Das Team des Bereichs Förderung des Ehrenamtes, Sport & Kultur steht Ihnen gern beratend zur Seite. Es ist erreichbar unter Telefon 06074 8180-1061 und per E-Mail an ehrenamt@kreis-offenbach.de.

Corona-Hilfen für den Profisport 2021

Von Profisportvereinen und -verbänden kann bei Ticketeinnahmeausfällen und weiteren Verlusten aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Unterstützung beantragt werden. Weitere Informationen zum Verfahren und Vorlagen erhalten Sie auf der Seite des Bundesverwaltungsamtes.