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Corona-Informationen für die Reiserückkehr

Reisende aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft werden, müssen sich bei ihrer Rückkehr sofort in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben und selbstständig das Gesundheitsamt, per E-Mail an gesundheit@kreis-offenbach.de oder telefonisch unter 06074 8180-63707, informieren. Jeder Einreisende ist verpflichtet sich vor der Rückkehr, noch während des Aufenthalts im Ausland, eigenständig zu informieren, da sich die Risikogebiete täglich ändern können. Maßgeblich für die Quarantänepflicht ist nicht nur der Status zum Zeitpunkt der Rückreise, sondern die Bewertung für die zwei Wochen vor Urlaubsende. Konkret bedeutet dies, auch wenn zum aktuellen Zeitpunkt die Region nicht mehr als Risiokogebiet eingestuft ist, dies aber in den zurückliegenden zwei Wochen war, besteht eine Quarantäne-Pflicht.

Die Mehrzahl aller weltweiten Reiseziele gilt derzeit noch als Risikogebiet, so auch beliebte Urlaubsziele, wie Türkei, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA. Auch Bosnien und Serbien zählen dazu. Für Rückreisen aus der EU mit Ausnahmen, dem Vereinigten Königreich sowie dem Schengenraum hat die Bundesregierung die Quarantänepflicht zwar grundsätzlich aufgehoben. Allerdings können auch in diesen Ländern lokale oder regionale Risikogebiete kurzfristig ausgerufen werden – in diesem Fall gilt dann auch wieder die Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland.

Ordnungswidrigkeit droht

Wer sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet nicht in Quarantäne begibt und/oder sich nicht beim Gesundheitsamt meldet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die jeweils geahndet werden kann. Außerdem kann der Anspruch nach dem Infektionsschutzgesetz für Lohnersatzzahlung verloren gehen, wenn man sich wissentlich in ein Risikogebiet begibt. Das heißt, der Arbeitgeber muss gegebenenfalls für die Zeit der Quarantäne keinen Lohn zahlen. Diesen bekommt der Arbeitgeber dann auch nicht vom Land erstattet.

Quarantäne vermeiden

Eine Quarantäne ist nicht notwendig, wenn ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt werden kann, welches bestätigt, dass es keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus gibt. Das ärztliche Zeugnis muss sich auf einen molekularbiologischen Corona-Test (PCR-Test) stützen, der in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichten Staat durchgeführt und höchstens 48 Stunden vor Einreise in die Bundesrepublik vorgenommen worden ist. Das ärztliche Zeugnis ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren. Die Tests müssen nachweislich in einem qualitätsgesicherten Labor durchgeführt werden. Diese sind erkennbar an der Akkreditierung nach ISO 15189 oder ISO/IEC 17025. Akzeptiert werden außerdem Tests von offiziellen Covid-19-Referenzlabors der Weltgesundheitsorganisation.

Sofern kein Test vor Einreise durchgeführt wurde, ist es seit dem 1. August 2020 auch möglich, sich innerhalb von 72 Stunden nach der Rückkehr in Deutschland beim Hausarzt, in den Testcentern des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes oder den zentralen Testcentern an vielen Flughäfen kostenlos testen zu lassen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses muss man sich dann aber in Quarantäne begeben.

Sonderregeln für medizinisches Personal

Darüber hinaus gilt für Personen, die in

    1. Krankenhäusern,
    2. Einrichtungen für ambulantes Operieren,
    3. Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
    4. Dialyseeinrichtungen,
    5. Tageskliniken,
    6. Entbindungseinrichtungen,
    7. Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
    8. Arztpraxen, Zahnarztpraxen,
    9. Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe,
    10. Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden,
    11. ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und
    12. Rettungsdiensten
    13. nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 fallende voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen,
    14. nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 fallende ambulante Pflegedienste und Unternehmen, die den Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbare Dienstleistungen anbieten; Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne von § 45a Absatz 1 Satz 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch zählen nicht zu den Dienstleistungen, die mit Angeboten in Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbar sind.

tätig sind und über ein ärztliches Zeugnis nach § 2 Abs. 3 verfügen, die allgemeine Anordnung, für diese Tätigkeit und einen Zeitraum bis zum 14. Tag nach ihrer Einreise persönliche Schutzausstattung gemäß den jeweiligen Kriterien des Robert Koch-Instituts zur Vermeidung des Weitertragens von Infektionen mit SARS-CoV-2 zu tragen. Die Schutzausstattung darf nur abgesetzt werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird. Die erstmalige Aufnahme der Tätigkeit nach Einreise ist durch die Einrichtungsleitung dem Gesundheitsamt, per E-Mail an gesundheit@kreis-offenbach.de oder telefonisch unter 06074 8180-63707, anzuzeigen.