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Corona-Informationen für die Reiserückkehr

Reisende aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft werden, müssen sich noch vor der Einreise nach Deutschland online unter www.einreiseanmeldung.de registrieren. Diese digitale Einreiseanmeldung ersetzt unter anderem die bisherigen Aussteigerkarten in Papierform und wird an das Gesundheitsamt übermittelt. Auch beim Grenzübertritt kann das Vorliegen der am Ende des Registrierungsprozesses erhaltenen Bestätigung behördlich kontrolliert werden.

Bei Einreisen aus einem Hochinzidenzgebiet, also einer Region mit besonders hohen Fallzahlen, oder aus einem Virusvarianten-Gebiet, in dem sich bestimmte Virusvarianten ausgebreitet haben, müssen Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer bereits bei Einreise einen Nachweis (ärztliches Zeugnis oder Testergebnis) über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen können. Dieser Nachweis darf nicht älter als 48 Stunden sein und muss für zehn Tage aufbewahrt werden.

Für Reiserückkehrende aus einem Virusvarianten-Gebiet besteht auch bei einem negativen Testergebnis eine Quarantänepflicht. 

Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich direkt nach der Einreise für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Besuch von Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, darf während dieser Zeit nicht empfangen werden. Treten innerhalb der zehn Tage typische Symptome einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wie Fieber, trockener Husten, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns auf, ist umgehend das Gesundheitsamt zu verständigen.

Außerdem sind Sie bei Einreise aus Risikogebieten verpflichtet, sich höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einer Testung auf eine Infektion mit dem SARS- CoV-2-Virus zu unterziehen und müssen das auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegende Testergebnis innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise dem zuständigen Gesundheitsamt auf Verlangen unverzüglich vorlegen können. Der zu Grunde liegende Test muss die Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen. Die KV Hessen hat eine Liste mit Ärzten, die Coronatests durchführen, zusammengestellt. Darüber hinaus verfügen zum Beispiel auch das Testzentrum des Kreises Offenbach, das Corona-Schnelltestzentrum in Egelsbach, das Testcenter am Frankfurter Flughafen sowie das Testcenter am Frankfurter Opernplatz über entsprechende Kapazitäten. Ein Test im Gesundheitsamt ist dagegen nicht möglich.

Die häusliche Absonderung kann frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise enden, wenn ein negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit SARS-CoV-2-Virus vorliegt.

Jeder Einreisende ist verpflichtet sich vor der Rückkehr, noch während des Aufenthalts im Ausland, eigenständig zu informieren, da sich die Risikogebiete täglich ändern können. Maßgeblich für die Quarantänepflicht ist nicht nur der Status zum Zeitpunkt der Rückreise, sondern die Bewertung für die zwei Wochen vor Urlaubsende. Konkret bedeutet dies, auch wenn zum aktuellen Zeitpunkt die Region nicht mehr als Risiokogebiet eingestuft ist, dies aber in den zurückliegenden zwei Wochen war, besteht eine Quarantäne-Pflicht.

Alle Vorgaben und auch Ausnahmeregelungen sind in der zugehörigen Landesverordnung nachzulesen.

Ordnungswidrigkeit droht

Wer sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet nicht in Quarantäne begibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die jeweils geahndet werden kann. Außerdem kann der Anspruch nach dem Infektionsschutzgesetz für Lohnersatzzahlung verloren gehen, wenn man sich wissentlich in ein Risikogebiet begibt. Das heißt, der Arbeitgeber muss gegebenenfalls für die Zeit der Quarantäne keinen Lohn zahlen. Diesen bekommt der Arbeitgeber dann auch nicht vom Land erstattet.

Sonderregeln für medizinisches Personal

Darüber hinaus gilt für Personen, die in

    1. Krankenhäusern,
    2. Einrichtungen für ambulantes Operieren,
    3. Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
    4. Dialyseeinrichtungen,
    5. Tageskliniken,
    6. Entbindungseinrichtungen,
    7. Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
    8. Arztpraxen, Zahnarztpraxen,
    9. Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe,
    10. Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden,
    11. ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, und
    12. Rettungsdiensten
    13. nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 fallende voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen,
    14. nicht unter § 23 Absatz 5 Satz 1 fallende ambulante Pflegedienste und Unternehmen, die den Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbare Dienstleistungen anbieten; Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne von § 45a Absatz 1 Satz 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch zählen nicht zu den Dienstleistungen, die mit Angeboten in Einrichtungen nach Nummer 2 vergleichbar sind.

tätig sind und über ein ärztliches Zeugnis nach § 2 Abs. 3 verfügen, die allgemeine Anordnung, für diese Tätigkeit und einen Zeitraum bis zum 14. Tag nach ihrer Einreise persönliche Schutzausstattung gemäß den jeweiligen Kriterien des Robert Koch-Instituts zur Vermeidung des Weitertragens von Infektionen mit SARS-CoV-2 zu tragen. Die Schutzausstattung darf nur abgesetzt werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird. Die erstmalige Aufnahme der Tätigkeit nach Einreise ist durch die Einrichtungsleitung dem Gesundheitsamt, per E-Mail an gesundheit@kreis-offenbach.de oder telefonisch unter 06074 8180-63707, anzuzeigen.