Sprungziele
Seiteninhalt
22.10.2008

„Asklepios Krankenpflegeschule zieht es ins HLL“

Das Haus des Lebenslangen Lernens nimmt immer schärfere Konturen an. „Mit den Asklepios Kliniken haben der Kreis Offenbach und das HLL jetzt einen weiteren Partner gefunden“, betont Landrat Peter Walter. Die Asklepios Kliniken werden im HLL Büros und Seminarräume mieten und ihre Krankenpflegeschule von dem bisherigen Standort Langen auf den Campus Dreieich verlagern. „Rund 70 Pflegeschülerinnen und -schüler werden künftig im HLL für ihre spätere berufliche Laufbahn vorbereitet“, erklärt Volkmar Bölke, Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Langen-Seligenstadt GmbH. „Darüber hinaus werden bedarfsorientierte Fortbildungen und Fachweiterbildungen angeboten.“

Asklepios setzt dabei vor allem auf das neuartige Campusmanagement, die hervorragenden Lernbedingungen und die organisatorischen Synergien, von denen man sich viel verspricht. Im HLL findet die Krankenpflegeschule sehr gute Voraussetzungen dem hohen Anspruch an die Krankenpflegeausbildung gerecht zu werden. „Entscheidend für unseren Entschluss in das HLL zu gehen waren die idealen Bedingungen vor Ort. Das Haus des Lebenslangen Lernens verbindet modernstes Equipment wie Aktive Boards oder mit aktueller Hard- und Software ausgestattete Computerräume mit einem einmaligen pädagogischen Konzept. Das hat für uns den Ausschlag gegeben“, so Bölke. Zudem könne man bei Bedarf ohne großen organisatorischen Aufwand adäquate Beratungs- und Seminarräume nutzen. Bölke: „Ausbildung findet auf dem Campus nicht in einem abgeschotteten Raum, sondern in einem Klima des Lernens statt. Davon werden letztlich auch unsere Krankenpflegeschülerinnen und -schüler profitieren.“ Zudem feiert die Krankenpflegeschule 40-jähriges Jubiläum.

Auch nach 40 Jahren biete die neue Krankenpflegeschule im HLL daher allerbeste Voraussetzungen für die Auszubildenden, so Bölke zum Jubiläum. Die Ausbildung zur Krankenschwester dauerte übrigens anfangs nur zwei Jahre und umfasst 400 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht, sowie ein einjähriges Praktikum. Fachbezogene Unterrichtsthemen waren beispielsweise das „Benehmen des Menschen“ oder „Religion und Anstandslehre“. Die Schule überwachte damals sogar das Freizeitverhalten der Krankenpflegeschülerinnen durch einen geregelten Abendausgang. Heute nicht mehr vorstellbar.

 Bölke: „In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Gesetzgebung und damit auch die Ausbildung zur – wie die korrekte Berufsbezeichnung jetzt lautet – Gesundheits- und Krankenpflegerin beziehungsweise zum Gesundheits- und Krankenpfleger grundlegend geändert. Die Auszubildenden erhalten heute über drei Jahre 2.100 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht in der Krankenpflegeschule, sowie 2.500 Stunden praktische Ausbildung am Patienten.“

Durch die im Krankenpflegegesetz verankerte Kompetenzerweiterung ist die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege zu einer anspruchsvollen Aufgabe sowohl für die Lehrkräfte und Praxisanleiter als auch für die Auszubildenden geworden. Bölke: „Die Ausbildung dient dem Erlernen von fachlicher, sozialer, persönlicher und Methodenkompetenz.“

Auch Landrat Peter Walter würdigt die langjährige Arbeit der Krankenpflegeschule und freut sich auf den Zuwachs im Haus des Lebenslangen Lernens. Walter: „Asklepios ist eine Bereicherung!“ Ab dem Schuljahr 2008/2009 werden in dem HLL rund 3.000 Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wahrnehmen. Walter: „Der Kreis Offenbach fördert mit dem Haus des Lebenslangen Lernens nicht nur generationsübergreifendes Lernen, sondern verbindet verschiedene Schul-, Bildungs- und Betreuungsformen zu etwas ganz Neuem. Lebenslanges Lernen bedeutet nämlich mehr als die stetige Fortbildung in Beruf und Freizeit. Es geht um neue Lehr- und Lernformen, den Wiedereinstieg in Arbeit durch neue pädagogische Konzepte. So können Ältere via Internet und E-Learning an Veranstaltungen und Seminaren teilnehmen. Berufstätige können sich nach der Arbeit oder am Wochenende gezielt weiterqualifizieren.“

Das HLL verkörpert Lernen jenseits von Zeit und Raum und motiviert Menschen ihre Bildungsbiografie in die eigene Hand zu nehmen. Die einzigartige Lernwelt eröffnet zudem die Möglichkeit zur Bildung bis ins hohe Alter. „Bei der praktischen Ausgestaltung sollen bisher stark segmentierte und separierte Bereiche wie Vorschulbildung, schulische Bildung, allgemeine Bildung sowie berufliche Fort- und Weiterbildung verzahnt und zu einem aufeinander aufbauenden und durchlässigen Gesamtsystem ausgestaltet werden“, erläutert der Landrat das pädagogische Konzept. „Lernangebote werden inhaltlich, zeitlich und räumlich derart miteinander verkoppelt sein, dass sie systematische Lernprozesse ergeben - unabhängig von Alter und sozialer Herkunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.“

Walter: „Vierjährige lernen hier in einem Gebäude neben 74-jährigen, Begabte zusammen mit Menschen mit Bildungslücken. In seiner konsequenten Verknüpfung und Vernetzung unterschiedlichster Bildungsangebote und Bildungsschichten ist das HLL Dreieich daher wegweisend für die gegenwärtige Bildungsdebatte!“