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29.05.2009

Landesfilmdienst zieht von Frankfurt ins HLL

Das Haus des Lebenslangen Lernens (HLL) nimmt weiter Gestalt an. Neu mit an Bord: der Landesfilmdienst Hessen e.V., der seinen Sitz von Frankfurt nach Dreieich verlagert hat. „Dass ein so renommierter Verein wie der Landesfilmdienst Hessen von der Metropole Frankfurt in das HLL nach Dreieich wechselt, zeigt dass unser Konzept aufgegangen ist, einen attraktiven Campus der Weiterbildung und des Wissens zu schaffen“, kommentiert Landrat Peter Walter den Umzug.

Vor allem die medienpädagogische Kompetenz des Landesfilmdienstes sei ein weiterer wichtiger Baustein, der das Haus des Lebenslangen Lernens entscheidend weiterbringe, so Walter.

Der 1954 von den Hessischen Landkreisen und kreisfreien Städte gegründete Landesfilmdienst Hessen e.V. versorgt bis heute vor allem die außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung mit medienpädagogischen Angeboten. „In den Anfangsjahren standen Informations-, Dokumentar- und Kulturfilme, die das Ziel hatten, das methodische Angebot für die Jugend- und Erwachsenenbildung und dabei insbesondere die politische Bildung zu erweitern, im Mittelpunkt unserer Arbeit“, erklärt Detlef Ruffert, Geschäftsführer des Landesfilmdienstes. „Heute sind es unterschiedliche medienpädagogische Seminare, Kurse, Lehrgänge und Projekte, die sich speziell darauf konzentrieren, einen sinnvollen und selbst bestimmten Umgang mit Medien zu vermitteln! Das HLL mit seinen Synergien in alle Richtungen von Bildung ist für uns daher ein idealer Standort!“

Diese Vermittlung von Medienkompetenz ist die notwendige Antwort auf die Herausforderungen der Medien- und Informationsgesellschaft. Die aktuellen medienpädagogischen Projekte des Landesfilmdienstes konzentrieren sich daher auch auf die Fort- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen im Bereich der vorschulischen Erziehung, auf Elternbildung, Seniorenbildung. Ruffert: „Gerade die projektorientierte medienpädagogische Arbeit schafft die Voraussetzungen, dass sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene kritisch mit den Medien auseinandersetzen, die Mechanismen medialer Kommunikation verstehen und sich selbst als aktive, aufgeklärte User der Mediengesellschaft erleben.“

Aber auch der traditionelle Medienverleih hat sich in den letzten Jahren durch die Möglichkeit von Download und Streaming weiter entwickelt. „Vor allem in den Medienzentren der Schulen und der außerschulischen Einrichtungen werden unsere Verleihmedien zur Vertiefung von Unterricht und als zusätzliches, attraktives Angebot intensiv genutzt“, weiß Ruffert. „Das ist auch gut so, denn das Einbeziehen moderner Medien in den Unterricht wird in Zukunft entscheidend für dessen Qualität sein.“

Nachdem der Landesfilmdienst Hessen e.V. seit fast 30 Jahren in der Frankfurter Kennedyallee residiert hat, wird nun mit dem Umzug in das Haus des Lebenslangen Lernens in Dreieich ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Durch die auch nunmehr räumliche Verortung in ein hochaktuelles pädagogisches Umfeld“, so Ruffert abschließend, „wollen wir auch deutlich machen, dass die Zukunftsaufgabe des Landesfilmdienstes in der aktiven medienpädagogischen Arbeit im Sinne einer umfassenden Medienkompetenzvermittlung liegt!“