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09.03.2017

Gute Integrationsarbeit in Rödermark

Das Zusammenleben der Menschen aus verschiedenen Kulturen und Nationen läuft in Rödermark harmonisch. Die Stadt hat die Integrationsarbeit vor zehn Jahren strategisch und konzeptionell verstärkt und unter dem Motto „Wir sind alle Rödermärker“ auf lokaler Ebene verschiedene Initiativen gestartet, die für die Bürgerinnen und Bürger identitätsstiftend sind. Zu diesem Ergebnis kommt das Integrationsbüro des Kreises Offenbach, das die Integrationsarbeit der vergangenen zwei Jahre im Rahmen des Förderprogramms WIR des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration untersucht hat.

Im Jahr 2007 ging das erste sogenannte Stadtgespräch zum Thema „Zusammenleben in Rödermark“ über die Bühne. Das Integrationsbüro des Kreises sowie die örtliche Flüchtlingshilfe hatten eine Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen Akteuren der Stadtgesellschaft initiiert. Nach dem Treffen mit Meinungsaustausch, Brainstorming und Statements wurde 2008 die Arbeitsgruppe „Integration“ ins Leben gerufen. Die Akteure in diesem Gremium unterstützten die Stadt bei der Ausarbeitung eines kommunalen Integrationskonzeptes, und sie begleiten bis heute die Umsetzung der Agenda für ein friedliches Miteinander in Rödermark.

In ihrer Bestandsaufnahme für Rödermark haben die Mitarbeiterinnen des Integrationsbüros des Kreises mit verschiedenen Vertretern der Politik, Verwaltung und der Stadtgesellschaft gesprochen und dabei Erfahrungen und Entwicklungen im Bereich Integration erfasst. Viele Rödermärkerinnen und Rödermärker engagieren sich in örtlichen Institutionen wie Schulen, Kindergärten oder bei der Stadtverwaltung vorbildlich und unermüdlich für ein aktives und harmonisches Zusammenleben. Unterstützung gibt es außerdem von Ehrenamtlichen mit und ohne Migrationshintergrund, die positive Zeichen setzen.

Bei der Bestandsaufnahme ging es dem Integrationsbüro des Kreises unter anderem um Fragen wie „Was bietet die Stadtgesellschaft, um zugewanderte Menschen und aktuell angekommene Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen die Ankunft in der Stadt zu erleichtern?“ oder „Welche Möglichkeiten der Teilhabe und des Sich-Einbringens gibt es?“. Das Integrationsbüro verschaffte sich ferner einen Überblick über die Abläufe in der Stadtverwaltung und wollte wissen, was unternommen wird, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Umgang mit dem vielfältigen und heterogenen Publikum besser zu unterstützen und für verschiedenste Bedürfnisse zu sensibilisieren.

„In dem Bericht wird ersichtlich, dass das vielseitige Engagement der Stadt und seiner aktiven Bürgerinnen und Bürger jeglicher Herkunft Früchte trägt“, so Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger.

So hat sich das Stadtteilzentrum „SchillerHaus“ seit seiner Eröffnung im Frühjahr 2011 als Ort der Begegnung und des Austausches für Menschen aller Altersgruppen und Kulturen etabliert. Zudem sind die Einbürgerungsfeier sowie die Ausbildung von Eltern- und Sprachlotsinnen und -lotsen in der Stadt hervorzuheben, die auch seit 2010 mit finanzieller Unterstützung des Kreises vorgenommen wird. Aber auch ehrenamtliche Vereinsmitglieder, Selbstorganisationen von unterschiedlichen Migrantengruppen und der Ausländerbeirat zeichnen sich durch ein hohes Engagement für die Zivilgesellschaft aus.

„Es ist unter anderem Akteuren aus dem Verein `Netzwerk für Flüchtlinge in Rödermark´ und engagierten Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie der AG Integration zu verdanken, dass sich Integration als Querschnittsthema bei allen Handlungen etabliert hat und dieser Begriff keine leere Worthülse bleibt. Die Gesellschaft ist vielfältig. Interkulturalität wird zur Normalität werden. Wir wollen weiter daran arbeiten, dass diese in unserer Stadt, in Rödermark, zu einer positiven Selbstverständlichkeit wird“, so Bürgermeister Kern.

Um die Integrationsbemühungen und deren Erfolge zu würdigen, aber um insbesondere auch in die Zukunft zu blicken und weitere Schritte diesbezüglich gemeinsam mit allen Rödermärkerinnen und Rödermärkern zu diskutieren, lädt die Verwaltungsspitze für Donnerstag, 27. April 2017, 19:00 Uhr, in die Kelterscheune Urberach, Darmstädter Straße 18, zu einem zweiten Stadtgespräch ein.