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08.10.2015

Integrationspolitik im Kreis Offenbach

Staatssekretär Jo Dreiseitel: „WIR-Programm bringt Integration in Hessen weiter“

Dietzenbach. Anlässlich seiner Besuche der WIR-Regionen Hessens hat der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, heute in Dietzenbach zusammen mit Landrat Oliver Quilling und der Ersten Kreisbeigeordneten, Claudia Jäger den außerordentlichen Erfolg des WIR-Integrationsprogrammes betont. Das Projekt wurde vom Land Hessen initiiert und finanziert und von den Kommunen umgesetzt. „Meine Gesprächspartner bestätigen mir die gute Zusammenarbeit. Genau diese aktive Integrationspartnerschaft ist ein wichtiges Ziel des Landesprogramms WIR, das mir besonders am Herzen liegt“, erklärte der Staatssekretär. „Nur in einer gemeinsamen Anstrengung aller Ebenen werden wir die Herausforderungen, die sich auch durch die aktuell hohe Zahl der Zuwanderung nach Hessen ergeben, meistern. Davon bin ich zutiefst überzeugt.“

„Integration genießt bei uns einen großen Stellenwert“, macht Landrat Oliver Quilling klar. „Bei uns leben Menschen aus etwa 160 Nationen. Da können wir mit Recht von einem international geprägten Kreis sprechen. Dies betrachten wir als Chance und Herausforderung zugleich.“ „Bereits seit 2002 haben wir ein Integrationsbüro, damals das erste auf Landkreisebene in Hessen“, ergänzt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger. „Im Mittelpunkt der Arbeit unseres Integrationsbüros steht die Beratung von Einrichtungen, Institutionen und Verbänden in Fragen rund um die Themen „Interkulturelle Öffnung“, „Willkommens- und Anerkennungskultur“ sowie „Migration“ und „Integration“. Darüber hinaus werden Projekte im Bereich der interkulturellen Sensibilisierung, Teilhabe und Partizipation initiiert, organisiert und begleitet. Dabei verändern sich die Schwerpunkte immer wieder.“

Dreiseitel nannte das Programm „ein sehr wirkungsvolles Instrument“, damit vor Ort „echte Integration“ gelingen kann. „Das WIR-Programm des Landes wird jetzt von fast allen Landkreisen, kreisfreien und Sonderstatusstädten umgesetzt. Damit bewegen wir in Hessen wirklich etwas“, so der Staatsekretär. Das 2014 aufgelegte Programm habe die Erwartungen schon jetzt weit übertroffen, so die erste Erfolgsbilanz Dreiseitels. „Die teilnehmenden Kommunen haben sich eigene Schwerpunkte gesetzt, die von der interkulturellen Öffnung der Feuerwehr und des Rettungswesens bis zur Verbesserung der Abläufe in den Verwaltungen und Beratungsstellen reichen“, erläuterte er.

Im Kreis Offenbach liegen die Arbeitsschwerpunkte der WIR-Koordinatorin insbesondere bei der strategischen Entwicklung und Förderung der interkulturellen Öffnung und der Willkommens- und Anerkennungskultur. So wurden bereits über 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Kreis Offenbach zur Interkulturellen Öffnung geschult. In zweitägigen Workshops wurde die Sensibilität der Rettungsdienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter für soziokulturelle Hintergründe und ihre Einflüsse auf die Verhaltens- und Kommunikationsweisen von Menschen, insbesondere in Notfalleinsätzen, erhöht. Zahlreiche positive Rückmeldungen sprechen für den Erfolg. Noch in diesem Jahr soll eine Fortbildungsreihe im Bereich Interkulturelle Kommunikation und Kompetenz für Bürgerbüros und publikumsintensive Bereiche in den Verwaltungen starten.