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Zertifikate für junge Bus & Bahnbegleiter 02.02.2018 

Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger zeichnet Jugendliche der Dreieichschule aus

Konflikte in Bus und Bahn das muss nicht sein. Niemand möchte gestresst zur Schule oder zur Arbeit kommen. Alle wollen sicher und entspannt ihr Ziel erreichen. Wenn es dann doch einmal Ärger gibt oder geschubst und gedrängelt wird, braucht es mutige Menschen, die deeskalierend eingreifen. 16 Jugendliche der Dreieichschule in Langen haben in den vergangenen Tagen während einer Projektwoche gelernt, wie man Streit schlichtet und sich in schwierigen Situationen in öffentlichen Verkehrsmitteln richtig verhält.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Kurses hat Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger den Gymnasiasten heute gemeinsam mit Heidi Höreth-Müller, Leiterin der Dreieichschule, und Andreas Maatz, Geschäftsführer der Kreis-verkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF), die Teilnahmebescheinigungen und Abschlusszertifikate überreicht.

„Mit ihren neuen Erkenntnissen und Erfahrungen im Gepäck sind die Jugendlichen auf mögliche Stressmomente oder Konflikte, die im Bus oder in der Bahn immer mal entstehen, bestens vorbereitet. Sie wissen jetzt nach der Kurswoche, wie man sich richtig verhält, wenn es mal eng wird im Gedränge, und es zwischen Fahrgästen verbale Auseinandersetzungen gibt“, führt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger am Freitag bei der Übergabe der Urkunden an die Schülerinnen und Schüler des Langener Gymnasiums aus.

Die neuen Bus- und Bahnbegleiter haben sich während der Projektwoche an der Dreieichschule intensiv mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Deeskalation beschäftigt. Der Jugendkoordinator der Polizei, Björn Ritz, und andere Fachleute erläuterten den Teenagern, wie man aus Stressmomenten die Spannung nehmen kann und sagten, dass es ratsam ist, sich für das Gespräch und eine mögliche Streitschlichtung Verbündete zu suchen.

„Bei der Ausbildung zum Bus- und Bahnbegleiter steht aber nicht nur die Theorie auf dem Stundenplan. Um möglichst nah an der Praxis zu sein, haben die Schülerinnen und Schüler auch alltägliche Szenen in Rollenspielen nachgestellt und ihr Verhalten dann in einer Manöverkritik in der Gruppe besprochen“, beschreibt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger.

An der 2006 von der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF) und dem Polizeipräsidium Südosthessen gemeinsam initiierten Ausbildung für Jugendliche haben sich bis dato rund 800 Mädchen und Jungen beteiligt. „Das große Interesse der Schulen trägt dazu bei, dass in Bussen und Bahnen weniger passiert und das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste verbessert wird“, erläutert Claudia Jäger.

Ein Ziel dieses Kurses der Projektwoche war es auch, den jungen Leuten mehr Selbstbewusstsein, Zivilcourage und Motivation zur Hilfeleistung zu geben. Außerdem haben die Teilnehmenden ihre soziale Kompetenz verbessert, erfahren, wo ihre Grenzen liegen und gelernt, wie sie sich beim Streitschlichten selbst schützen können. Auf dem Stundenplan der neuen Bus- und Bahnbegleiter standen außerdem die Themen Wirkung der Körpersprache sowie wertschätzende und vermittelnde Gesprächsführung. Die Jugendlichen hatten bei dieser Ausbildung auch die Möglichkeit, mit einem Busfahrer zu sprechen.

„Ich bin mir sicher, dass die Schülerinnen und Schüler die Fahrt mit Bus und Bahn jetzt mit anderen Augen sehen und aufmerksamer unterwegs sind. Somit bringt die Ausbildung allen Fahrgästen etwas“, so Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger abschließend.