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20.08.2019

Landrat dankt Einsatzkräften

Sturmtief „Bernd“ hat den Kreis Offenbach am Sonntagabend mit voller Wucht getroffen und innerhalb von Minuten schwere Schäden angerichtet. Über 1.300 Einsätze haben die 29 Feuerwehren mit Unterstützung von Feuerwehrleuten aus dem Main-Kinzig-Kreis und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg seitdem absolviert. Außerdem wirkten das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter mit. Zu Spitzenzeiten waren 850 Einsatzkräfte in den betroffenen Kommunen unterwegs. Auch am Dienstag dauerten die Arbeiten vielerorts noch an. „Was die Kameradinnen und Kameraden sowie die Helferinnen und Helfer in den vergangenen 48 Stunden geleistet haben und auch aktuell immer noch leisten, verdient höchsten Respekt“, sagte Landrat Oliver Quilling, der sich bereits am Montagmorgen vor Ort selbst ein Bild über die Schäden und Aufräumarbeiten gemacht hatte. „Viele Bürgerinnen und Bürger hatten während des Unwetters Angst um ihr Leben, ihre Lieben und ihr Hab und Gut. Das schnelle Handeln und unermüdliche Engagement der Einsatzkräfte hat nicht nur diesen Menschen neue Hoffnung geschenkt und ihnen gezeigt, dass der Kreis Offenbach im Ernstfall zusammensteht. Dafür gilt den mutigen Männern und Frauen mein größter Dank.“

Besonders stark waren die Städte Langen, Egelsbach, Dreieich, Dietzenbach, Rodgau und Seligenstadt von den Auswirkungen des Unwetters betroffen. Über 80 Menschen wurden verletzt und mussten vom Rettungsdienst beziehungsweise in Asklepios Kliniken behandelt werden. Viele weitere wurden von den Einsatzkräften auf unpassierbaren Straßen aus ihren Autos befreit und sicher aus den Gefahrenzonen gebracht. „Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren, dem THW und den Sanitätsorganisationen hat auch über Stadt-, Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus reibungslos funktioniert und verdeutlicht, wie gut die Koordinierungsmechanismen im Ernstfall greifen“, sagte Kreisbrandinspektor Dr. hc. Ralf Ackermann, Fachdienstleiter Gefahrenabwehr- und Gesundheitszentrum sowie Betriebsleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst.

Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier äußerte sich in einer Videobotschaft und fand nur lobende Worte: „In dieser Situation haben die Rettungskräfte […] einen großartigen Dienst gemacht und das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Aktuell dauern die Aufräumarbeiten weiter an. Mancherorts blockieren noch umgestürzte Bäume Straßen und Wege, Dächer müssen neu gedeckt, beschädigte Autos repariert und geborstene Fenster ersetzt werden. Viele Waldstücke sind gesperrt, weil ein Betreten zum jetzigen Zeitpunkt lebensgefährlich wäre. Die Schadenshöhe ist noch nicht zu beziffern. „Wir führen derzeit Gespräche mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, damit die Elementarschädenrichtlinie angewendet werden kann“, sagt Landrat Oliver Quilling abschließend. „Damit würde geschädigten Bürgerinnen und Bürger sowie Betrieben staatliche Finanzhilfen gewährt und ihnen damit eine große Bürde von den Schultern genommen.“