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04.10.2019

Neue Telefonsprechstunde zum Thema Läuse und Krätze

Das eine Thema kennt fast jeder, das andere klingt nach Mittelalter, ist aber nach wie vor akut. Lästig sind aber sowohl Läuse, als auch die durch bestimmte Milben verursachte Krätze. Der Kreis Offenbach bietet daher ab sofort jeden Donnerstag von 11:00 bis 12:00 Uhr eine Telefonsprechstunde zu den Themen Läusebefall und Krätze an, bei der zwei qualifizierte Ärztinnen den Anrufern Rede und Antwort stehen und - falls nötig - die richtigen Verhaltensweisen erläutern. Zu der oben genannten Zeit sind Dr. Ulrike Wieczorek und Dr. Julia Swantes-Becker telefonisch unter 06074 8180 63743 beziehungsweise 06074 8180 63741 erreichbar.

Übrigens leiden zwischen ein und zwei Prozent der von Hautkrankheiten betroffenen Patienten unter Krätze. Leider schämen sich viele Betroffene ihrer Erkrankung, so dass sie nicht frühzeitig zum Arzt gehen, sondern längere Zeit mit einem schweren Juckreiz leben, der vor allem nachts auftritt. Dabei haben Krätzmilben nicht unbedingt mit unhygienischen Lebensverhältnissen zu tun, sondern breiten sich - ähnlich wie Läuse - dort aus, wo viele Menschen zusammenkommen. Die Krätzmilben werden von Mensch zu Mensch durch Hautkontakt übertragen. Betroffen sind besonders Alten- und Pflegeheime, aber auch Kindergärten und Schulen.

Durch den sehr starken Juckreiz kratzen sich die Patienten leicht wund, so dass sich Pusteln und Krusten bilden können. Oft wird daher die Krätze zunächst für ein Ekzem gehalten. Zur Behandlung stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung, entweder in Form von Creme, die äußerlich angewendet wird oder als Tabletten, die eingenommen werden. Enge Kontaktpersonen sollten ebenfalls behandelt werden, auch wenn sie keine Beschwerden haben; die Symptome stellen sich oft erst bis zu sechs Wochen nach der Infektion ein.

Kopfläuse wiederum sind lästige Parasiten, die es vor allem auf Kinderköpfe abgesehen haben. Nach der Entdeckung eines Läusebefalls sollten umgehend alle Kontaktpersonen auf Läuse untersucht und gegebenenfalls sofort eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel begonnen werden. Zuverlässig wirksam sind nur Kopflauspräparate, die als Arzneimittel beziehungsweise Medizinprodukte zugelassen sind. Nach acht bis zehn Tagen ist eine Zweitbehandlung notwendig, da die Läuseeier die erste Anwendung oftmals überleben.

Außerhalb des menschlichen behaarten Kopfes können Läuse nicht lange überleben. Dennoch sollten sicherheitshalber Kämme, Bürsten und Haarschmuck gereinigt werden. Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten entweder bei 60 Grad Celsius gewaschen oder für eine Woche in einem gut verschließbaren Plastikbeutel gelagert werden. Kuscheltiere bei mindestens minus zehn Grad für einen Tag im Gefrierfach deponieren. Teppiche, Böden und Polstermöbel mit dem Staubsauger reinigen.