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15.11.2019

Dank der Stiftung »Miteinander Leben« auf dem Jakobsweg

Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Miteinander Leben“, hat am Freitagvormittag in der Katholischen Kirchengemeinde St. Christoph in Neu-Isenburg-Gravenbruch einen Scheck in Höhe von 4.000 Euro an Montserrat Mojica vom Caritasverband Offenbach/Main e.V. überreicht. Das Geld fließt in ein Wanderprojekt des Vereins mit langzeitarbeitslosen Frauen und Männern.

Im Jahr 2018 begaben sich insgesamt 327.378 Pilger auf den Jakobsweg. Dieser 800 Kilometer lange Pilgerweg führt zur Kathedrale von Santiago de Compostela in Galicien, die über einer Grabstätte erbaut wurde, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wird. Im November werden nun auch sechs Langzeitarbeitslose aus dem Kreis Offenbach auf dem Camino de Santiago, wie der Weg auf Spanisch heißt, wandern und ihre Spuren hinterlassen. „Infolge von längerer Arbeitslosigkeit und Armut ziehen sich viele Menschen zurück, werden krank, depressiv, antriebs- und perspektivlos. Mit der Dauer der Arbeitslosigkeit sinken Selbstvertrauen, Mut und Zuversicht. Dem will das Projekt ‚Auf Jakobs Wegen - fit und gesund pilgern‘ entgegenwirken“, betonte Claudia Jäger.

Durch gezieltes Training sowie verschiedene Vorbereitungstreffen, auf denen es unter anderem um gesunde Ernährung, körperliche Fitness aber auch um die Bedeutung der Pilgerreise ging, wurde die Gruppe in den vergangenen Wochen gezielt auf die 200 Kilometer lange Wanderung vorbereitet. Die vier Männer und zwei Frauen werden zwischen dem 18. und dem 29. November den Weg von Ferrol nach Santiago de Compostela und dann weiter nach Finisterre zu Fuß zurücklegen. Jeden Morgen gibt es eine kleine Andacht, anschließend soll beim Wandern meist geschwiegen werden. Zwei Mitarbeiter der Caritas begleiten das Projekt. Fotos, Berichte und Pilgerstempel sollen die Pilgerreise dokumentieren.

„Die mit der Pilgerwanderung verbundenen körperlichen und seelischen Herausforderungen sollen den Langzeitarbeitslosen die Erkenntnis vermitteln, dass sich Anstrengung und Einsatz lohnen. Sie sollen so ein Stück Glaube an sich zurückbekommen. Gleichzeitig wird die physische und psychische Gesundheit der Wanderer gestärkt. Mittelfristig werden sich darüber hinaus sicherlich auch die Chancen der Männer und Frauen auf dem Arbeitsmarkt verbessern, da sie bewiesen haben, dass sie in der Lage sind, sich unbequemen Aufgaben zu stellen und sie auch zu meistern“, begründete Claudia Jäger die Entscheidung des Stiftungsvorstands.