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27.11.2019

Christbaum im Foyer des Kreishauses erfüllt Weihnachtswünsche von gehandicapten Mitmenschen

Ein mit Strohsternen, Kugeln und Holzfiguren geschmückter Weihnachtsbaum verkörpert Kindheitsträume, Festtagsstimmung und Besinnlichkeit. Der wohl Größte seiner Art kann momentan in Deutschland bestaunt werden. In Dortmund stellt man Jahr für Jahr einen rund 45 Meter hohen Baum auf. Er ist aus vielen einzelnen Bäumen zusammengesetzt und steht seit 1996 für die weihnachtliche Vorfreude. Der sicherlich bekannteste Weihnachtsbaum ist dagegen vor dem Rockefeller Center in New York beheimatet. Mit rund 45.000 LED-Lampen wird er am 4. Dezember zum Strahlen gebracht. In der Baumkrone funkelt ein Weihnachtsstern aus 25.000 Swarovski-Kristallen.

Ganz so überdimensioniert ist die Tanne im Foyer des Kreishauses nicht. Doch auch sie ist nicht nur Sinnbild des Weihnachtsfestes, sondern schafft es Jahr für Jahr auf besondere Weise, Menschen zum Strahlen zu bringen. Die teils schwerstgehandicapten Bewohnerinnen und Bewohner der Philipp-Jäger-Wohnanlage in Dietzenbach packen ihre Wünsche zum Fest in selbst gebastelten Weihnachtsschmuck, der den Baum verziert. Landrat Oliver Quilling, der Kreistagsvorsitzende Bernd Abeln und der Leiter der Behindertenwohnanlage Jürgen Thomen hängten am Mittwochnachmittag gemeinsam mit einigen Bewohnerinnen und Bewohnern die Kugeln an den Wunschbaum, der tags zuvor vom Hausmeisterteam der Kreisverwaltung festlich geschmückt wurde. Die Nordmanntanne selbst ist eine Spende der Forstverwaltung und wurde im Staatsforst Nieder-Roden von Waldarbeitern frisch geschlagen.

Auf der Wunschliste der Bewohnerinnen und Bewohner stehen dieses Jahr neben Gutscheinen von Elektronikmärkten und einem CD-Radio auch ein Rasierer, Kuschelsocken oder Parfum sowie ein Memory-Spiel und ein dekorativer Wandkalender. Die gemeinschaftlichen Wohngruppen haben Wünsche wie einen Sandwich-Maker oder Gutscheine für den Einkauf in einem Möbelhaus auf ihre in bunten Christbaumkugeln verpackten Zettel geschrieben. „Das Aufstellen des Weihnachtsbaums und das schon mittlerweile traditionelle Anbringen der Wünsche läuten bei uns im Kreishaus die Weihnachtszeit ein. Ganz im Sinne Philipp Jägers wollen wir als Kreisverwaltung zudem ein Zeichen für Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit setzen und auf den eigentlichen Gedanken der Heiligen Nacht und der Vorweihnachtszeit aufmerksam machen“, erläutert Oliver Quilling den Hintergrund der Wunschbaum-Aktion. Die Geschenke werden kurz vor dem Heiligen Abend in die Philipp-Jäger-Wohnanlage gebracht, wo sie pünktlich zum Fest an die Bewohnerinnen und Bewohner überreicht werden.

Auch Bürgerinnen und Bürger können sich übrigens beteiligen, ein bestimmtes Geschenk übernehmen und so einen Mitmenschen, der es nicht so leicht hat, glücklich machen. Die Wunschliste liegt ab sofort im Bürgerbüro im Kreishaus in Dietzenbach aus. „Ich hoffe, dass sich wieder möglichst viele großherzige Menschen an der Wunschbaum-Aktion beteiligen und alle Weihnachtswünsche der Bewohner der Philipp-Jäger-Wohnanlage in Erfüllung gehen“, so Quilling abschließend.