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19.12.2019

Friedenslicht im Kreishaus entzündet

Pfadfinder aus Dietzenbach und Rödermark-Urberach haben am Donnerstagabend im Kreishaus in Dietzenbach Landrat Oliver Quilling und dem Kreistagsvorsitzenden Bernd Abeln das Friedenslicht überreicht. Es leuchtet damit ab sofort im Foyer und symbolisiert unter anderem den Frieden der Adventszeit.

Ursprünglich geht das Friedenslicht auf eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF) zurück. Jedes Jahr Ende November wird die Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem entzündet. Von Israel aus reist es dann als „Botschaft des Friedens“ in einer explosionssicheren Lampe per Flugzeug nach Wien und nimmt von dort aus seinen Weg in die Welt. Dieses Jahr wurde das Friedenslicht von der elfjährigen Victoria Kampenhuber am 26. November entzündet und von dort aus in einer Stafette in 20 Länder weitergesandt. In Deutschland wird das Licht als Gemeinschaftsaktion der Ringeverbände der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (rdp) und des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) von Stadt zu Stadt weitergereicht. Die diesjährige Friedenslichtaktion steht unter dem Motto: „Mut zum Frieden“.

Das Friedenslicht überwindet auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Es verbindet dadurch Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander. Wer das Licht weitergibt oder aufstellt, setzt damit ein Zeichen, dass Jesus Christus das Licht der Welt ist und die Menschen untereinander versöhnt. Allein in Deutschland wird das Licht aus der Geburtsgrotte in über 500 Orten an Kirchengemeinden, Verwaltungen oder Institutionen entzündet. Daher leuchtet eine Laterne mit dem Friedenslicht nicht nur im Kreishaus, sondern auch in vielen Kirchen im Kreis Offenbach, etwa in St. Martin in Dietzenbach oder in St. Gallus in Rödermark-Urberach. An den verschiedenen Standorten des Friedenslichts kann sich jeder Bürger ein eigenes Licht entzünden und es mit nach Hause nehmen. An Weihnachten schließlich soll das Friedenslicht in möglichst vielen Fenstern leuchten und an die Geburt Christi erinnern.

„Das Friedenslicht setzt auch ein starkes Zeichen; ein Zeichen gegen religiösen Extremismus, Populismus und Nationalismus. Gemeinsames Ziel aller dieser Ideologien ist eine dauerhafte Spaltung der Gesellschaft. Das dürfen wir hier in Deutschland, in unserer Region und im Kreis Offenbach nicht zulassen. Wir müssen Gemeinsamkeiten herstellen, Zusammenhalt schaffen und der Polarisierung innerhalb der Gesellschaft etwas entgegensetzen, statt ständig neue Mauern in den Köpfen zu errichten. Das Friedenslicht ist ein Symbol für mehr Miteinander und weniger Gegeneinander. Es mahnt zu Versöhnung und Ausgleich. Das ist dieser Tage wichtiger denn je“, betonte Landrat Oliver Quilling, als er im Foyer des Kreishauses das Licht in einer Laterne entgegennahm.