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04.02.2020

Sonderausstellung im RegioMuseum informiert über »Multikulturelle Bestattungen in Deutschland«

Im Kreis Offenbach leben Menschen aus rund 180 Ländern der Erde friedlich zusammen – Christen, Juden, Hindus, Buddhisten oder Muslime. All diese Glaubensrichtungen haben eigene theologische Vorstellungen vom Jenseits und pflegen deshalb unterschiedliche Bestattungszeremonien. Über diese Rituale und Traditionen informiert die Ausstellung „Multikulturelle Bestattungen in Deutschland“, die in der Zeit vom 8. Februar bis 22. März 2020 jeweils samstags und sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr im Winterrefektorium des RegioMuseums, Klosterhof 2, in Seligenstadt zu besichtigen ist. Der Eintritt ins Museum kostet zwei Euro.

Die Sonderausstellung ist in Zusammenarbeit mit der vhs Kreis Offenbach entstanden und beschäftigt sich mit den Themen Sterben und Tod sowie der Bedeutung von Bestattungsriten innerhalb der fünf großen „Buchreligionen“ aber auch bei kleineren, weniger bekannten Glaubensrichtungen. Sie wirft so einen Blick auf die Trauerarbeit in verschiedenen Religionen und Kulturen.

Mit der Ausstellung reagiert der Kreis Offenbach auf die Herausforderungen einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft, die mittlerweile auch im Alltag einer traditionell protestantisch-katholischen Gesellschaft eine immer größere Rolle spielen. Im Kreis Offenbach etwa werden heute Angehörige unterschiedlichster Religionen, aber auch Menschen ohne jegliches Glaubensbekenntnis bestattet.

Die Ausstellung „Multikulturelle Bestattungen in Deutschland“ wird ergänzt durch Holzobjekte von Dieter Allig und Barbara Brenneis. Die Holzbildhauerin Barbara Brenneis entwirft „Engel mit Vorgeschichte“. Sie nimmt Grabkreuze, die von den Gräbern entfernt werden, wenn der endgültige Grabstein gesetzt wird und fertigt daraus farbenfrohe Engel. Dieter Allig erschafft Holzurnen, die sich in ihrer Form und Art von herkömmlichen Urnen unterscheiden und eine Symbiose zwischen Kunst und Natur bilden.