Sprungziele
Seiteninhalt
10.03.2020

Fairtrade-Towns treffen sich im Kreis Offenbach

HINWEIS: Die Veranstaltung wurde aus aktuellem Anlass zur Corona-Prävention abgesagt.

Der Kreis Offenbach ist am Donnerstag, 26. März 2020, gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen (EPN) und Transfair e.V. Gastgeber des diesjährigen Vernetzungstreffens der hessischen Fairtrade-Towns. Willkommen sind alle Akteure aus dem Bereich Fairer Handel: Steuerungs- und Initiativgruppen, entwicklungspolitische Gruppen, Unternehmen, Schulen, Mitarbeitende (kommunaler) Vergabestellen oder des Stadtmarketings, ehrenamtlich Engagierte und Interessierte. Los geht es um 10:00 Uhr im Kreishaus in der Werner-Hilpert-Straße 1 in Dietzenbach.

Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung stehen gute Beispiele aus der Praxis. Beim Markt der Möglichkeiten können sich die Teilnehmenden austauschen und vernetzen. Unter anderem werden Fairtrade-Schools und Weltläden, die Initiative Gemeinwohl Ökonomie und auch TransFair e.V. und die „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ mit einem Stand anwesend sein. Nach einem bio-regio-fairen Imbiss geht es gestärkt in den Nachmittag mit verschiedenen Workshop-Angeboten, der für „alte Fairtrade Hasen“ , Kommunen, die noch in der Antragsphase zur Fairtrade-Town stehen oder erst mal in das Thema reinschnuppern möchten, gleichermaßen interessant ist. Beispielsweise gibt es einen Workshop, in dem das Projekt „FaireKITA“ thematisiert wird. In anderen Workshops geht es um faire Beschaffung in der Kommune oder Öffentlichkeitsarbeit. Last but not least sollen die Anregungen und Ideen des Tages auch nachhaltig sein, weshalb der Abschlussvortrag „Starten statt warten: Wie Sie Ihre Ideen in die Tat umsetzen“ betitelt ist.

„Unmittelbar nach unserer Zertifizierung als Fairtrade-Kreis im Februar sind wir Gastgeber des Vernetzungstreffens“, freut sich Landrat Oliver Quilling. „Als internationaler Kreis, in dem Menschen aus rund 180 Nationen leben, ist globales Engagement nur konsequent. Daher wollen wir den fairen Handel voranbringen.“ „Bei den jährlich stattfindenden Vernetzungstreffen kommen die Teilnehmenden aus ganz Hessen“, sagt Maria Tech, Fachpromotorin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung vom Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen. „Sie schätzen die praxisnahen Workshops und den Austausch mit anderen, die sich auch für faires Handeln in der Kommune einsetzen.“

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldeschluss ist am 20. März 2020. Anmeldungen sind an die E-Mailadresse: fairtrade-towns@epn-hessen.de zu richten. Das ausführliche Programm steht auf der Seite www.kreis-offenbach.de/fairtrade unter der Rubrik „Fairtrade Events“ zum Herunterladen bereit.

In Hessen sind bereits fünf Landkreise Fairtrade zertifiziert und vier befinden sich in der Bewerbungsphase. 56 Städte und Gemeinden sind Fairtrade-Towns, zwölf bewerben sich um den Titel. Der Kreis Offenbach ist das jüngste Mitglied der Fairtrade-Familie in Hessen und wurde am 1. Februar dieses Jahres zertifiziert. Die Kampagne Fairtrade-Towns kam vor elf Jahren auch nach Deutschland. Die Kampagne fördert gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene, sie bündelt bestehende Aktivitäten zum fairen Handel, sie zeigt die Übernahme sozialer Verantwortung und die Positionierung als innovative und weltoffene Kommune mit Vorbildcharakter und kann verschiedentlich neue Impulse setzen, zum Beispiel für faire Beschaffung.

Als Fairtrade-Town können sich Städte, kreisfreie Städte, Stadtbezirke, Gemeinden, Verbandsgemeinden, Kreise, Regionen, Inseln und Bundesländer bewerben. Die Teilnahme an der Fairtrade-Towns Kampagne ist kostenfrei. Für den Titel Fairtrade-Town muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann die Entwicklung seiner Stadt zur Fairtrade-Towns anstoßen.