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03.11.2020

Veränderte Strategie bei Coronavirus-Fällen an Schulen

Das Gesundheitsamt des Kreises Offenbach verändert die Strategie im Umgang mit Coronavirus-Fällen an Schulen. An den weiterführenden Schulen besteht inzwischen landesweit eine Maskenpflicht im Unterricht. Demnach werden an diesen Schulen nicht mehr grundsätzlich die komplette Schulklasse oder der gesamte Kurs einschließlich der unterrichtenden Lehrkräfte in Quarantäne geschickt, wenn eine Person ein positives Testergebnis auf das Coronavirus hat. Mit dieser Anpassung reagiert das Gesundheitsamt auf die Tatsache, dass Infektionsfälle in der Schulgemeinde bis heute nahezu vollständig auf Einträge von außen zurückzuführen waren. Derzeit befinden sich kreisweit rund 300 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerkräfte in häuslicher Isolation.

Dabei gilt: Es werden weiterhin durch das Gesundheitsamt gemeinsam mit der Schul- und Klassenleitung ausnahmslos in jedem Fall eines Erkrankten individuelle Ermittlungen angestellt. Dabei werden die jeweiligen engen Kontaktpersonen, die sogenannten Kontaktpersonen eins, ermittelt, nachverfolgt und häuslich isoliert. Aber überall, wo Abstand gewahrt, Mund-Nasen Bedeckungen getragen und das Hygienekonzept eingehalten wurde, werden die Mitschülerinnen und Mitschüler sowie das Lehrpersonal künftig als Kontaktpersonen zwei eingestuft. Bei Kontaktpersonen ohne Krankheitssymptome sei keine Testung notwendig. Sollten nachträglich Beschwerden auftreten, sei ein sofortiger Kontakt zum Hausarzt und dem Gesundheitsamt sowie die Isolierung im häuslichen Umfeld dringend angeraten.

Diese Vorgehensweise gilt nicht für Grundschulen und Kindergärten. Im Klassenverband in Grundschulen werden nicht durchgehend Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, im Kindergarten gar nicht. Deswegen wird das Gesundheitsamt in diesen Einrichtungen anordnen, die betroffene Klasse oder Gruppe zu schließen.