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05.11.2020

Corona: Situation in den Altenheimen

Die Lage in den Alten- und Pflegeheimen im Kreis Offenbach ist ernst. In zwölf Einrichtungen im Kreisgebiet wurden aktuell Bewohnerinnen und Bewohner positiv getestet. Insgesamt sind mehr als 100 Menschen in diesen Einrichtungen infiziert. Dazu kommen noch etliche Beschäftigte dieser Häuser. Die Lage ist sehr dynamisch, so dass die Zahlen sich täglich ändern und nur ein Trend aufgezeigt werden kann. Am stärksten betroffen ist derzeit das Haus Jona in Obertshausen, wo bei 58 älteren Menschen sowie 28 Beschäftigten SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde. Die weiteren Einrichtungen sind: DRK-Senioren-Zentrum in Dietzenbach, Johanniter-Haus Dietrichsroth in Dreieich, Horst-Schmidt-Haus in Heusenstamm, das DRK-Senioren-Zentrum in Langen, Domicil-Seniorenpflegeheim und Haus An der Königsheide in Neu-Isenburg, Haus Julia und K&S Seniorenresidenz in Rodgau sowie Haus Morija und Artemed Pflegestift „An der Rodau“ in Rödermark sowie Cura Pflegehaus in Seligenstadt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen gelten als Hochrisikogruppe eines schweren Verlaufs einer SARS-CoV-2-Infektion. Das Gesundheitsamt des Kreises Offenbach legt deshalb seinen Fokus auf den Schutz dieser Einrichtungen. Die bestehende Allgemeinverfügung mit der Einschränkung der Besuche in diesen Einrichtungen – maximal drei Besuche von je einer Stunde durch zwei Personen – wird bis einschließlich Montag, 30. November 2020 verlängert. Zusätzlich wurde eine Arbeitsgruppe Altenheime eingerichtet. Dabei geht es insbesondere um die individuelle Bewertung der jeweiligen Lage vor Ort. Um eine aktuelle Gesamtübersicht über die Lage in der jeweiligen Einrichtung zu erhalten, ordnet das Gesundheitsamt Tests aller Beschäftigten und Bewohner an. Je nach Ergebnis des Screenings folgen entsprechende Maßnahmen. Dies können beispielsweise ein umfangreiches Besuchsverbot oder die Verlegung von Infizierten innerhalb der Einrichtungen in einen separaten COVID-Bereich sein.